Windows Powertoys bekommen neue Funktionen: Microsoft nähert sich Linux an

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Windows Powertoys bekommen neue Funktionen: Microsoft nähert sich Linux an
Quelle: Microsoft

Mit Version 0.99.1 nähern sich die Powertoys von Microsoft weiter einigen Linux-Distributionen an. Nach der schnellen Vorschau von Dateien, dem Dock und einer Spotlight-ähnlichen Befehlspalette halten weitere Funktionen Einzug in die Sammlung von Dienstprogrammen.

Mit den Powertoys bietet Microsoft eine kostenlose Sammlung an Open-Source-Dienstprogrammen zur Extraktion von Text aus Bildern und Videos, zum Ändern von Bildgrößen direkt aus dem Explorer heraus oder eine Vorschaufunktion zum Anzeigen von Dateiinhalten ohne Öffnen der Datei und vieles mehr. Alle Funktionen können separat aktiviert werden. Mit dem neuen Update 0.99.1 legen die Entwickler aus Redmond nach und haben einige neue Funktionen in die Powertoys integriert.

Die auffälligste Neuerung ist das Greifen und Bewegen (Grab and Move), das es durch Drücken von Alt und linker Maustaste ermöglicht, Fenster schneller zu verschieben, ohne dass sich das Fenster dabei im Vordergrund befinden oder man die obere Leiste exakt mit dem Mauscursor erwischen muss. Das dadurch bewegte Fenster wird dann mit einem Grauschleier unterlegt, damit man dessen Maße weiterhin hinter anderen Fenstern erahnen kann. Besonders praktisch: Mit gedrückter Alt-Taste plus rechter Maustaste lässt sich das Fenster ohne Fummelei in der Größe verändern. Linux-Nutzern, die als Desktop-Umgebung Gnome oder KDE nutzen, dürfte diese Funktion bekannt vorkommen.

Eine weitere Neuerung der Powertoys betrifft die Verwaltung von Bildschirmen. Die dazugehörige Funktion nennt sich Power Display und bringt eine weitere Schnellkonfigurationsmöglichkeit in die Taskleiste. Hier können dann für jeden angeschlossenen Monitor die Helligkeit, der Kontrast und bei aktivierter Audioausgabe auch die Lautstärke über Schieberegler geändert werden. Über ein weiteres Menü neben dem Namen des Monitors lassen sich zudem die Quelle, der Energiestatus und die Farbpalette ohne Umweg über die Systemeinstellungen ändern.

Dazu kommen einige Neuerungen für die Befehlspalette und das Dock: So wurde laut den Entwicklern das Anheften ans Dock optimiert, es kann konstant im Vordergrund bleiben und es gibt einen Kompaktmodus. Beim Tastaturmanager, der zum schnellen Erstellen und Verwalten von Tastenbelegungen dient, können nun per Dropdown-Menü Tasten gewählt, bearbeitet oder deaktiviert werden, die auf der aktuell angeschlossenen Tastatur nicht zur Verfügung stehen. Die Zoomit-Funktion kann ab Version 0.99.1 der Powertoys ebenfalls Scroll-Screenshots erstellen, um längere Webseiten und Dokumente als Bild zu sichern.

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Quelle: Microsoft

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    • Kommentare (4)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von BlackyRay Freizeitschrauber(in)
        Ich kritisiere nicht den Vergleich mit Linux sondern die Kritik selbst bezogen auf den Vergleich mit Linux..... 90% der Funktionen von Power Toys wirst du auch in 90% der Linux Distributionen nicht ab Werk finden aber jede einzelne der Funktionen in irgendeiner distribution. Dass all diese Funktionen zusammen in Windows integriert sein sollten, was du selbst bei Linux nicht ab Werk findest. Bei der Kritik gehe ich halt nicht mit....

        Und zum Nutzen der Funktionen. Diese Funktionen liegen eigentlich allesamt auf Hotkeys auf der Tastatur. Dadurch stehen die Chancen sehr hoch, dass diese mal versehentlich aktiviert werden und ohne eine Erläuterung der Funktionen sorgt das eben für überforderung und Verwirrung....

        Einige der Hotkeys wären sogar doppelt belegt mit Windows Hotkeys die bereits in Windows integriert sind....
      • Von BlackyRay Freizeitschrauber(in)
        Ich kritisiere nicht den Vergleich mit Linux sondern die Kritik selbst bezogen auf den Vergleich mit Linux..... 90% der Funktionen von Power Toys wirst du auch in 90% der Linux Distributionen nicht ab Werk finden aber jede einzelne der Funktionen in irgendeiner distribution. Dass all diese Funktionen zusammen in Windows integriert sein sollten, was du selbst bei Linux nicht ab Werk findest. Bei der Kritik gehe ich halt nicht mit....

        Und zum Nutzen der Funktionen. Diese Funktionen liegen eigentlich allesamt auf Hotkeys auf der Tastatur. Dadurch stehen die Chancen sehr hoch, dass diese mal versehentlich aktiviert werden und ohne eine Erläuterung der Funktionen sorgt das eben für überforderung und Verwirrung....

        Einige der Hotkeys wären sogar doppelt belegt mit Windows Hotkeys die bereits in Windows integriert sind....
      • Von MechUnit Software-Overclocker(in)
        Zitat von BlackyRay
        Ganz ehrlich. Viele der Funktionen werden 99% aller Nutzer niemals benötigen. Insofern ist es mir ehrlich gesagt lieber die Features seperat zu haben und ggf. Manuel zu aktivieren als wenn sie vorinstalliert und vorkonfiguriert wären und man dann erstmal schockiert ist, wenn das betriebssystem aus dem Nichts heraus irgendwelche eigenartigen Funktionen nutzt, die man nicht nutzen möchte.....
        Das OS nutzt die Funktionen nicht, sondern der User. Wieso sollte man schockiert sein, wenn diese 1. nützlich sind und 2. man weiß, was man tut? Außerdem ist an den Funktionen nichts "eigenartig".

        Was das betrifft, müsstest du bei Win schon länger schockiert sein, alleine schon wegen der grausigen Taskleiste und dem Startmenü, fehlenden Power User-Funktionen, dem üblichen nach hause telefonieren und KI-Zwang (wegen Dingen, die das OS tatsächlich von selbst tut), fehlerhaften Updates, etc... Aber das Fass machen wir jetzt mal hier nicht wieder auf.

        Meinte das nur auf dem Kontext bezogen wegen deiner komischen Formulierung mit dem "schockiert" sein und dass das OS "eigenartige" Funktionen "nutzen" würde...

        Zitat von BlackyRay
        Gerade im Vergleich mit Linux verstehe ich diese Kritik nicht ganz..... Gerade Linux's Philosophie basiert größtenteils auf den Anspruch, möglichst frei von unnötigen Funktionen zu kommen auch häufig auf Multitools zu verzichten und jede Funktion seperat nachzuinstallieren....
        Den Artikel hast du aber gelesen? Schon die Schlagzeile zog den Vergleich mit Linux. Zudem ist Linux von vorneherein flexibler anpassbar, was aber Win 11 wieder nicht ist, aber das immerhin via Power Toys nachliefert - nichts anderes steht da. Das kann man auch gerne so verstehen, dann dürfte sich die Diskussion erübrigen.
      • Von BlackyRay Freizeitschrauber(in)
        Zitat von MechUnit
        Sehr schön. Also Funktionen, die Win 11 hätte mitbringen können/müssen, respektive fehlen, bringen die Power Toys mit. Immerhin.
        Ganz ehrlich. Viele der Funktionen werden 99% aller Nutzer niemals benötigen. Insofern ist es mir ehrlich gesagt lieber die Features seperat zu haben und ggf. Manuel zu aktivieren als wenn sie vorinstalliert und vorkonfiguriert wären und man dann erstmal schockiert ist, wenn das betriebssystem aus dem Nichts heraus irgendwelche eigenartigen Funktionen nutzt, die man nicht nutzen möchte.....

        Gerade im Vergleich mit Linux verstehe ich diese Kritik nicht ganz..... Gerade Linux's Philosophie basiert größtenteils auf den Anspruch, möglichst frei von unnötigen Funktionen zu kommen auch häufig auf Multitools zu verzichten und jede Funktion seperat nachzuinstallieren....
      • Von MechUnit Software-Overclocker(in)
        Sehr schön. Also Funktionen, die Win 11 hätte mitbringen können/müssen, respektive fehlen, bringen die Power Toys mit. Immerhin.
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