Windows 11: PC Health Check winkt Pentium 4 durch

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Windows 11: PC Health Check winkt Pentium 4 durch (1)
Quelle: Windows Latest

Microsofts PC Health Check winkt bei der Kompatibilität zu Windows 11 einen Pentium 4 durch und nach der Installation gibt es sogar Updates. Es handelt sich um einen Bug, der wohl recht zügig abgestellt wird, aber es zeigt, dass die Anforderungen immer wieder Verwirrung stiften.

Zu Windows 11 gibt es offizielle Richtlinien, welche Systeme unterstützt werden und welche nicht. Schon können verwirren, weil die Regeln für Upgrades anders sind als für Neuinstallationen und zusätzlich kann man sich noch Registry-Tricks bedienen, um das Betriebssystem doch noch auf dem Rechner zu installieren. Grob gesagt unterstützt Windows 11 im Moment ohne Nachhilfe Core-Prozessoren ab der 8. Generation und Ryzen-Prozessoren ab der 2. Generation. Für mehr Verwirrung sorgt aber immer wieder der PC Health Check, der eigentlich als Leitfaden für all jene dienen soll, die sich nicht mit dem Thema intensiv auseinandersetzen.

Der hatte schon in der Redaktion von PCGH für so manche Überraschung gesorgt und nun tauchte im Internet ein Bild auf, bei dem die Prüfung ergeben hat, dass ein Pentium 4 Windows-11-tauglich ist. Das Modell aus dem Jahr 2007, ein P4 661, sollte nach den Grundregeln in keinem Fall geeignet sein, aber der PC Health Check meldet für die 3,6 GHz schnelle CPU, dass einer Installation nichts im Wege steht. Bemängelt wird nur das fehlende TPM-2.0-Modul.

Der Fehler liegt wohl in der Datenbank des PC Health Check, wo der Pentium 4 sich schlichtweg außerhalb der erwarteten Werte aufhält und dadurch meldet das Tool, dass "Family 15"-Modelle mit Windows 11 kompatibel sind. Letztlich gibt es aber Berichte, dass Windows 11 erfolgreich auf O4-Systemen installiert wurde und Microsoft auch Updates ausliefert. Ob das so bleibt, ist ungewiss. Der PC Health Check wird wohl aktualisiert werden.

Generell können Nutzer für Upgrades einen Registry-Eintrag anlegen, der die Installation erlaubt. Das gilt auch für Neuinstallationen, wo man sogar mit Tools wie Rufus agieren kann - was aber auf älterer Hardware zu Funktionseinschränkungen führen kann.

Quelle: Windows Latest

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    • Kommentare (18)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von sethdiabolos
        Für mich als Laien darin liest es sich, als würden alle Intels (theoretisch bis 8000er) und Zen1 und Zen+ angreifbarer sein als die Versionen danach. Da machen zusätzliche Sicherungsmethoden schon Sinn und gerade im Unternehmensbereich wo Win 11 in den kommenden Jahren Einzug halten wird (sowohl lokal als auch in einer VM) ist TPM und Secure Boot sicher nicht verkehrt.

        Es muss ja nicht zwingend was damit zu tun haben, aber diese Abgrenzung von vielen Prozessoren, die davon betroffen sind ist schon komisch.
        Exakt: Mindestens alle bis einschließlich Intel 8000 und Ryzen 2000 CPU/3000 APU sind nur nachträglich gefixt worden. Genau diese Prozessoren gibt Intel aber in vollem Umfange frei. Dokumentierte Hardware-Funktionen, mit denen das Betriebssystem eine Return-Stack-Modifikation feststellen kann, wurden sogar erst mit Zen 3 und meiner Erinnerung nach Cascade Lake eingeführt. Ich persönlich sehe zwar keine Sicherheitsprobleme in den Software-Workarounds für ältere CPUs, letztlich schützt vor Spectre nur der Verzicht auf OoO oder eine entsprechend gehärtete Software, aber keine oberflächlichen Hardware-Änderungen. Aber mit dem Argument der Sicherheit ab Launch hätte Microsoft alle CPUs vor 2019, möglicherweise sogar bis weit in 2020 rein blacklisten müssen. Die freigegebenen 2017er und früh-2018er sind dagegen genauso sicher oder eben unsicher, wie Modelle von 2015 und 2016. Einige der gesperrten früh-2017er Core i-7000 nutzen, soweit bekannt, sogar identisches Silizium zu freigegenen Core i-8000 und auch der begleitende, für TPM & Co zuständige PCH ist sowieso physisch der gleiche.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von sethdiabolos
        Für mich als Laien darin liest es sich, als würden alle Intels (theoretisch bis 8000er) und Zen1 und Zen+ angreifbarer sein als die Versionen danach. Da machen zusätzliche Sicherungsmethoden schon Sinn und gerade im Unternehmensbereich wo Win 11 in den kommenden Jahren Einzug halten wird (sowohl lokal als auch in einer VM) ist TPM und Secure Boot sicher nicht verkehrt.

        Es muss ja nicht zwingend was damit zu tun haben, aber diese Abgrenzung von vielen Prozessoren, die davon betroffen sind ist schon komisch.
        Exakt: Mindestens alle bis einschließlich Intel 8000 und Ryzen 2000 CPU/3000 APU sind nur nachträglich gefixt worden. Genau diese Prozessoren gibt Intel aber in vollem Umfange frei. Dokumentierte Hardware-Funktionen, mit denen das Betriebssystem eine Return-Stack-Modifikation feststellen kann, wurden sogar erst mit Zen 3 und meiner Erinnerung nach Cascade Lake eingeführt. Ich persönlich sehe zwar keine Sicherheitsprobleme in den Software-Workarounds für ältere CPUs, letztlich schützt vor Spectre nur der Verzicht auf OoO oder eine entsprechend gehärtete Software, aber keine oberflächlichen Hardware-Änderungen. Aber mit dem Argument der Sicherheit ab Launch hätte Microsoft alle CPUs vor 2019, möglicherweise sogar bis weit in 2020 rein blacklisten müssen. Die freigegebenen 2017er und früh-2018er sind dagegen genauso sicher oder eben unsicher, wie Modelle von 2015 und 2016. Einige der gesperrten früh-2017er Core i-7000 nutzen, soweit bekannt, sogar identisches Silizium zu freigegenen Core i-8000 und auch der begleitende, für TPM & Co zuständige PCH ist sowieso physisch der gleiche.
      • Von sethdiabolos Lötkolbengott/-göttin
        Hallo Torsten,

        Ich mag mich nicht bis ins Detail damit beschäftigen, aber mir dünkte etwas von der gesamten Core i-Produktlinie bis Entdeckung und die Prozessoren von AMD bis Zen 1 bzw. Zen+. Auf die Schnelle habe ich folgende Liste hinsichtlich Intel gefunden:

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Quelle: https://www.pcworld.com/a...

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        Für mich als Laien darin liest es sich, als würden alle Intels (theoretisch bis 8000er) und Zen1 und Zen+ angreifbarer sein als die Versionen danach. Da machen zusätzliche Sicherungsmethoden schon Sinn und gerade im Unternehmensbereich wo Win 11 in den kommenden Jahren Einzug halten wird (sowohl lokal als auch in einer VM) ist TPM und Secure Boot sicher nicht verkehrt.

        Es muss ja nicht zwingend was damit zu tun haben, aber diese Abgrenzung von vielen Prozessoren, die davon betroffen sind ist schon komisch.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von sethdiabolos
        Sie sperren quasi alle alten CPUs mit Meltdown, Spectre und dem Gegenstück von AMD auf Zen1-Basis. Verständlich ist es schon, insbesondere im Business-Umfeld. Da kann das schon sehr teuer werden, wenn man die Lücken nicht schließen kann. Für den normalen Endkunden ist das natürlich ein Riesen-Mist.
        Nicht verständlich, sondern sachlich falsch. Zugelassen sind alle ab Herbst 2017 vorgestellten Architekturen und einige aus dem Frühjahr 2017.
        Spectre/Meltdown war 2018 und die ersten CPUs mit näher erläuterten Maßnahmen dagegen erschienen sogar erst 2019.
      • Von 6Pac PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von Curry
        Wenn es unanhängig der CPU arbeiten kann, spricht es doch DAFÜR, dass man es nachrüsten kann. Beispielsweise Steckkarten
        Daran dachte ich zuerst auch.
        Wenn man aber überlegt das Erweiterungskarten am Chipsatz hängen wird die Idee kompliziert.
        (jedenfalls für mich)
        Alter Chipsatz, altes Bios, welches TPM nicht aktivieren kann. Und nu?
        Karte rein, booten und Treiber installieren damit die erkannt wird?
        Auch schlecht. Dann bist du nicht mehr unabhängig von der CPU.

        Das Thema ist für Tüftler sicherlich spannend und es wird bestimmt einen Weg geben dem Betriebssystem vorzugaukeln, das die Plattform TPM 2.0 unterstützt, bzw. aktiviert hat oder sogar richtig nutzen kann.
        Dann sind wir wieder bei dem Punkt, wenn es um Aufwand und Nutzen geht oder:
        Zitat

        Sperre umgehen ist einfacher.
        Das Gedankenspiel hat aber Spaß gemacht.
      • Von sethdiabolos Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Bandicoot
        Die sollen einfach in den Anforderungen auf TPM und den CPU Support ab 8000 weglassen, es läuft auch auf älteren CPU's. Was für ein Quatsch die Leute so zu restriktieren. Hätten so gesagt, OK ab den 2000er Intels machen wir ein Schnitt.
        Sie sperren quasi alle alten CPUs mit Meltdown, Spectre und dem Gegenstück von AMD auf Zen1-Basis. Verständlich ist es schon, insbesondere im Business-Umfeld. Da kann das schon sehr teuer werden, wenn man die Lücken nicht schließen kann. Für den normalen Endkunden ist das natürlich ein Riesen-Mist.
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