Windows-Chef zeigt neue UI von Windows 10 - Datei-Explorer im neuen Gewand

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Windows 10 Fluent Design 2020
Quelle: Instagram/Panos Panay

Der erst kürzlich zum Leiter der Sparte Devices & Windows ernannte Panos Panay hat auf Instagram 1 Milliarde Geräte mit Windows 10 gefeiert und in einem Video einen Ausblick aufs künftige Design des Betriebssystems gegeben.

Seit dem Jahr 2015 ist Windows 10 offiziell auf dem Markt erhältlich. Nun hat Microsoft verkündet, dass das Betriebssystem auf einer Milliarde Geräte installiert ist. Zur Feier dieses Meilensteins hat Panos Panay auf Instagram ein Video geteilt. In diesem zeigt der neue Leiter für Devices & Windows unter anderem einen kleinen Ausblick auf die künftige Benutzeroberfläche. Wie auch schon in einem Insider Videocast gezeigt, wird es ein neues Startmenü geben. Die Idee dahinter ist es, etwas Farbe herauszunehmen und den Transparenzeffekt stärker zu betonen. So sind sämtliche angepinnte Programme rechts neben der Programmliste nun in der Farbe des Startmenüs hinterlegt, statt wie bisher auf eigenständige Farben zu setzen. So wirkt das Startmenü weniger bunt. Auch die Logos treten so etwas mehr hervor. Die Live-Kacheln soll es aber auch weiterhin geben, wenn es nach dem Video von Panay geht. Zudem zeigt sich ein neuer Datei-Explorer.

Fluent Design mit neuem Datei-Explorer

Wie im kurzen Instagram-Video zu sehen ist, soll der Datei-Explorer eine optische Überarbeitung bekommen. Er lehnt sich damit nicht nur ans Startmenü an, sondern wird vor allem auch besser mit einem Touchscreen bedienbar. In der linken Spalte gibt es die Verzeichnisstruktur, die nun im Stil des Startmenüs gehalten ist. Die Spalte mit dem geöffneten Ordner hingegen wirkt vertraut und erhält eine Menüleiste mit ausklappbaren Optionen. Möglicherweise ist es ähnlich wie in den Office-Programmen, sodass man wählen kann, wie groß der Abstand zwischen den Einträgen sein soll. Die Zielsetzung ist, dass man Windows 10 für alle Menschen - auch Personen mit Behinderung - bedienbar macht und etwa auch verschiedene Darstellungsoptionen für den Mauszeiger offeriert. Auch arbeitet Microsoft derzeit daran die automatische Skalierung von Fenstern so anzupassen, das User drei Fenster parallel auf einem Bildschirm darstellen können.

Noch ist offen, wann die neuen Elemente des Fluent Design Systems in Windows 10 Einzug halten werden. Möglicherweise gibt es auch noch leichte Änderungen, falls etwa das Nutzerfeedback nicht gut ausfällt. Das Featureupdate 20H1, welches planmäßig in diesem Frühjahr kommen wird, ist schon fertig, was die enthaltenen Funktionen angeht. Möglich wäre etwa ein Funktionsupdate im Herbst dieses Jahres oder aber erst im kommenden Jahr. Auf der Entwicklerkonferenz Build hatte Microsoft im Jahr 2017 die Designsprache namens Fluent Design erstmals der Öffentlichkeit gezeigt und seitdem immer mal wieder einzelne Bereiche von Windows 10 sowie von eigenen Microsoft-Apps mit dem Design versehen, das Transparenz und leichte 3D-Effekte mit sich bringt. Das Fluent Design System ist ganz bewusst als Open Source entwickelt und kann auch von Webseiten genutzt werden.

Ebenfalls lesenswert: Windows-10-Funktionsupdate 2020: Neues GPU-Menü mit mehr Optionen

Sammlung zum Redesign von Windows 10:

  • Panos Panay hat in einem Video ein zukünftiges Design von Windows 10 aufgezeigt. Im Startmenü sind sämtliche angepinnte Programme rechts neben der Programmliste nun in der Farbe des Startmenüs hinterlegt, statt wie bisher auf eigenständige Farben zu setzen.
  • Zudem arbeitet Microsoft aktuell an einer neuen UI für den Datei-Explorer, wobei die linke Spalte mit der Verzeichnisstruktur neugestaltet wird, um mit verschiedenen Eingabegeräten wie dem Finger leichter bedienbar zu sein. Die Spalte mit dem geöffneten Ordner hingegen wirkt vertraut und erhält eine Menüleiste mit ausklappbaren Optionen.
  • Generell will Microsoft Windows 10 mit mehr UI-Optionen ausstatten, damit es auch besser bedienbar wird für Menschen mit Behinderung.
  • Noch ist offen, wann diese Elemente des Fluent Design Systems Einzug in Windows 10 halten werden. Das Fluent Design System ist als Open Source entwickelt.

Quellen: Instagram, Microsoft

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    • Kommentare (12)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von BoMbY
        Und vermutlich werden noch mehr Funktionen die man regelmäßig braucht versteckt und schwerer benutzbar. Seit Windows 7 gab es praktisch nur Verschlechterungen beim Windows UI.
        Optik ist Geschmackssache (für mich ist Aero auch mit die schönste OS-GUI, noch vor Aqua), aber was für Usability-Fortschritte hat 7 gegenüber XP gebracht?
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von BoMbY
        Und vermutlich werden noch mehr Funktionen die man regelmäßig braucht versteckt und schwerer benutzbar. Seit Windows 7 gab es praktisch nur Verschlechterungen beim Windows UI.
        Optik ist Geschmackssache (für mich ist Aero auch mit die schönste OS-GUI, noch vor Aqua), aber was für Usability-Fortschritte hat 7 gegenüber XP gebracht?
      • Von wuselsurfer Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von fotoman
        Bei Win 7 konnte man sowas noch systemweit für alle Typen deaktieren/konfigurieren, bei Win10 muss man entweder jeden Typ einzeln konfigurieren oder dutzende von krypischen Registry-Einträgen ändern.
        Und die Schriftarteneinstellung für die Windowscontrols war deutlich einfacher, ebenso, wie die Cleartypeaktivierung.
        Das gehaßte Windows Vista hatte das beste Startmenü.
        Da ich die Ultra-Version installiert hatte, lief es immer wie Butter.
      • Von XXTREME Lötkolbengott/-göttin
        Wenn es nichts wichtigeres gibt was man mal ändern/überarbeiten könnte an Win 10 bin ich ja zufrieden .
      • Von hanfi104 Volt-Modder(in)
        och nöööö. Apples design ist doch so hässlich
        Die Gnome dinger gefallen mir auch 0, da war Windows 10 schon deutlich vorne
      • Von fotoman Volt-Modder(in)
        Zitat von wuselsurfer
        Auch ein zweifenstriger Explorer wäre nicht schlecht.
        Sowohl das Startmenü wie auch den Explorer kann man recht problemlos ersetzen. Und da ich nicht täglich an Windows herum konfiguriere, finde ich die sinnloste Aufteilung der Config-Dialoge zwar lästig, aber durchaus akzeptabel. Vor allem, da die alten Dialoge bis heute nicht vernünftig per Touch bedienbar sind.

        Ich hätte viel lieber eine Möglichkeite, die Datei-Öffnen-/Speicherdialoge sowie die Dialog zur Verzeichnisauswahl systemweit austauschen zu können.

        Zitat von BoMbY
        Seit Windows 7 gab es praktisch nur Verschlechterungen beim Windows UI.
        Das sieht naturgemäß jeder anders. Windows 10 wird halt nicht nur auf Desktoprechnern mit 100% Skalierung und Tastatur-/Mausbedienung genutzt.

        Das einzige, was sich aus meiner Sicht im täglichen Gebrauch verschlechtert hat, ist die für mich völlig abartige automatische "Erkennung" von Ordnertypen im Explorer. Bei Win 7 konnte man sowas noch systemweit für alle Typen deaktieren/konfigurieren, bei Win10 muss man entweder jeden Typ einzeln konfigurieren oder dutzende von krypischen Registry-Einträgen ändern.
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