Windows 11: Microsoft erklärt, warum einige Treiber rückdatiert werden
Im Abschnitt der optionalen Updates bei Windows 10 und 11 tauchen hin und wieder Treiber auf, die bereits veraltet sind, obwohl sie direkt nach dem Upgrade auf Windows 11 veröffentlicht wurden. In einem Blog-Beitrag klärt nun Microsoft auf, was es mit der Rückdatierung von Treibern auf sich hat.
Wer sich schon einmal mit den optionalen Updates auf den neuesten Windows-Betriebssystemen beschäftigt hat, dem sind möglicherweise Treiber aufgefallen, die schon deutlich veraltet sind. So sollen Nutzer in den vergangenen paar Jahren immer wieder Treiber-Updates mit der Bezeichnung "Intel - System" erhalten haben, die auf 1968 zurückdatiert waren, obwohl sie nach dem Upgrade auf Windows 11 ausgerollt worden sein sollen.
Microsoft veröffentliche diesbezüglich einen Blog-Beitrag, in dem das Mysterium um die alten Treiber-Updates aufgeklärt wird. Hauptsächlich gibt es drei verschiedene Formen von Treibern bei Windows: Treiber von Microsoft, Treiber von Unternehmen wie Intel und Nvidia sowie benutzerdefinierte Treiber von PC-Herstellern. Laut Microsoft werden die Daten bei allen Windows-Treibern auf den 21. Juni 2006 gelegt, um Kompatibilitätsprobleme zu reduzieren.
Quelle: Windowslatest
Treiber-Updates von Intel.
Wie und warum werden Treiber rückdatiert?
Bei Windows Update werden die Treiber nach verschiedenen Faktoren gerankt, inklusive des Datums. Sollte beispielsweise ein Treiber in der Bibliothek von Microsoft zur Hardware-ID des Geräts passen, so wird dieser zum Top-Kandidaten auserkohren und kann von Nutzern heruntergeladen werden. Wenn zwei Treiber mit der Hardware-ID übereinstimmen, wird derjenige Treiber automatisch ausgewählt, der ein frischeres Datum vorweisen kann. Gibt es auch hier keine klare Unterscheidung, wird die höchste Datei-Versionsnummer zurate gezogen, die mit dem Veröffentlichungsdatum des Builds übereinstimmt.
Auch interessant: Umfrage nach drei Monaten: Wie kommt Windows 11 bei den PCGH-Lesern an?
Windows-Treiber sollen immer automatisch einen neueren Zeitstempel erhalten als der vom Hersteller bereitgestellte, sobald ein neuer Windows-Build installiert wird. Dadurch werden die Treiber der Hersteller jedoch durch Windows-Treiber ersetzt, was zu Beeinträchtigungen bei bestimmten Funktionen auf dem Gerät führen könnte. Um dies zu vermeiden, sollen Windows-Treiber zurückdatiert werden. Somit erhalten die Herstellertreiber Vorrang vor denjenigen von Windows. Das ist laut Microsoft auch der Grund, warum Intel-Treiber auf das Jahr 1968 - als Intel gegründet wurde - zurückdatiert werden, damit sie in der Priorisierung bei der Veröffentlichung von Herstellertreibern nach hinten fallen.
Dazu merkte Intel an: "Dies ist notwendig, da es sich um ein unterstützendes Dienstprogramm handelt, das keine anderen Treiber überschreiben sollte. Es ist nicht erforderlich, die Gerätesoftware des Intel(R)-Chipsatzes zu aktualisieren - machen Sie sich keine Sorgen, wenn Sie nicht die neueste Version haben."
Quelle: via Windowslatest

MfG Föhn.
MfG Föhn.