Windows 11 verteilt Secure-Boot-Update: Neue KEK-Schlüssel erfordern Neustart
Microsoft verteilt für Windows 11 ein Update für Secure Boot. Dabei wird ein neuer Key-Exchange-Key (KEK) installiert, der wegen auslaufender Zertifikate notwendig ist. Die Installation erfolgt über Windows Update und erfordert einen Neustart.
Microsoft beginnt damit, auf weiteren Windows-11-Systemen ein Update für Secure Boot auszurollen. Dabei wird ein neuer "Allowed Key Exchange Key" (KEK) installiert, der in der Firmware des PCs gespeichert wird. Die Aktualisierung erfolgt über Windows Update und benötigt nach der Installation einen Neustart des Systems.
Der Hintergrund des Updates ist ein bevorstehender Wechsel zentraler Sicherheitszertifikate. Mehrere Microsoft-Zertifikate für Secure Boot stammen noch aus dem Jahr 2011 und laufen 2026 ab. Damit Windows-PCs weiterhin Sicherheitsupdates für den Boot-Prozess erhalten können, werden neue Zertifikate eingeführt, die bereits 2023 erstellt wurden.
Secure Boot benötigt neue Schlüssel
Secure Boot ist ein Sicherheitsmechanismus im UEFI-Firmware-Standard. Er stellt sicher, dass beim Start des PCs nur vertrauenswürdige Software ausgeführt wird. Dafür überprüft die Firmware digitale Signaturen von Bootloadern, Treibern und Firmware-Modulen anhand hinterlegter Zertifikate.
Im Zentrum dieser Infrastruktur steht eine hierarchische Schlüsselstruktur. Dazu gehören unter anderem der Platform Key (PK), der Key Exchange Key (KEK) sowie Datenbanken für erlaubte und gesperrte Signaturen. Der KEK spielt eine wichtige Rolle, weil er Updates für die Signaturdatenbanken autorisiert, in denen festgelegt ist, welche Bootloader oder Firmware-Komponenten als vertrauenswürdig gelten.
Der bisher genutzte Microsoft-Schlüssel "Microsoft Corporation KEK CA 2011" läuft im Juni 2026 ab. Deshalb verteilt Microsoft einen neuen Schlüssel namens "Microsoft Corporation KEK 2K CA 2023". Dieser wird in der Firmware des Systems hinterlegt und ermöglicht es künftig, weitere Secure-Boot-Updates zu akzeptieren.
Installation erfolgt über Windows Update
Das Secure-Boot-Update wird über Windows Update verteilt und installiert sich in der Regel automatisch. Nach der Installation fordert Windows einen Neustart an, damit die neuen Schlüssel in die Firmware geschrieben werden können.
Der Rollout erfolgt schrittweise. Microsoft hatte bereits 2024 damit begonnen, neue Zertifikate und Signaturdatenbanken einzuführen. Die Verteilung wird bis Mitte 2026 fortgesetzt, damit möglichst viele Geräte rechtzeitig auf die neue Zertifikatskette umgestellt werden.
Für die meisten Privatnutzer läuft der Vorgang im Hintergrund ab. Unternehmen oder verwaltete Geräte können die Installation dagegen über Richtlinien steuern oder verzögern.
Folgen ohne installiertes Update
Wenn die neuen Zertifikate nicht installiert werden, kann Windows zwar weiterhin starten. Allerdings lassen sich künftig keine weiteren Secure-Boot-Updates installieren, sobald die alten Zertifikate abgelaufen sind. Dadurch könnten Sicherheitsupdates für den Boot-Manager oder andere Startkomponenten ausbleiben.
Mit der aktuellen Aktualisierung bereitet Microsoft Windows-Systeme daher auf den Zertifikatswechsel im Jahr 2026 vor. Nutzer müssen dafür in der Regel nichts weiter tun, außer das Update zu installieren und den PC neu zu starten.
Quelle: Windows Latest

Folgen ohne installiertes Update
Wenn die neuen Zertifikate nicht installiert werden, kann Windows zwar weiterhin starten. Allerdings lassen sich künftig keine weiteren Secure-Boot-Updates installieren, sobald die alten Zertifikate abgelaufen sind. Dadurch könnten Sicherheitsupdates für den Boot-Manager oder andere Startkomponenten ausbleiben.
Kenne ja M$ und wollte sicher sein, das Grub nicht zerschossen wird.
Kenne ja M$ und wollte sicher sein, das Grub nicht zerschossen wird.
Auch die EDVler hier, die statt sich 30 Minuten damit zu beschäftigen und vorzuarbeiten, lieber Urlaub einreichen, kann ich nicht nachempfinden.
BTT:
Es wird eben zum Horror bei vorinstallierten Systemen die die MS-Kontenpflicht eben ohne umgehung abverlangen, wenn es sich um Home Systeme handelt ist die Bitlocker Aktivierug da bereits von Anfang an aktiviert und ohne vorwissen als Leihe bist du an dem Punkt Lost wenn du deine Anmeldedaten von MS-Konten nicht hast, deine Daten sind dann eben Futsch, Punkt.
Warum es hier seitens Daten und Verbraucherschutz bis Dato noch immer keine Einwürfe gegeben hat ist für mich ein Fass ohne Boden.