Copilot+ PCs: Microsoft demonstriert Gaming auf ARM-PCs
Microsoft möchte mit den neuen Copilot+ PCs laut eigenen Angaben eine völlig neue Ära für Windows-PCs einläuten und setzt dafür ganz auf Künstliche Intelligenz. Jetzt hat das Unternehmen auch erstmals Gaming auf den ARM-PCs demonstriert.
Microsoft startet ab 18. Juni mit den sogenannten Copilot+ PCs eigenen Angaben zufolge in eine neue Ära für Windows-PCs und setzt hierfür mit seinem aktuellen Betriebssystem Windows 11 in Gänze auf Künstliche Intelligenz. Jetzt hat das Unternehmen aus Redmond auch erstmals Gaming auf den ARM-PCs mit Mobilprozessoren der Serie Qualcomm Snapdragon X demonstriert.
Gaming auf Copilot+ PCs ist ein Thema
Wie Zack Bowden, seines Zeichens Redakteur der Website Windows Central über den Kurznachrichtendienst X - vormals Twitter - berichtet hat, haben Microsoft und Qualcomm die Gamingtauglichkeit der aktuellen Copilot+ PCs jetzt anhand eines Qualcomm Snapdragon Developer Kits mit Qualcomm Snapdragon X Elite und Borderlands 3 demonstriert. Da die erste Generation der neuen Copilot+ PCs ausschließlich auf dem Qualcomm Snapdragon X Elite und Plus und dem Betriebssystem Windows 11 on ARM basieren werden, wird auch die Leistungsfähigkeit in Spielen für die breite Akzeptanz wichtig sein.
Da die meisten aktuellen PC-Spiele nicht nativ auf ARM-Plattformen laufen und entsprechende Portierungen erst einmal nicht in Sicht sind, ist die Gamingtauglichkeit von Copilot+ PCs mit ARM-Prozessoren maßgeblich von drei Faktoren abhängig.
- Der Leistungsverlust durch die Emulation von x86 auf ARM
- Der Leistungszuwachs durch Auto SR ("Auto Super Resolution")
- Die Leistungsfähigkeit der Oryon-CPU und der Adreno-GPU in Spielen
Hinsichtlich der Kompatibilität, Emulation und der Übersetzung durch verschiedene Laufzeitumgebungen, gehen Microsoft und Qualcomm hier einen ähnlichen Weg wie Valve mit Proton und Wine unter Linux sowie Apple mit seinem Game Porting Toolkit und der Metal-API unter macOS, die ebenfalls auf die ARM-Plattform ausgelegt ist.
Erste Achtungserfolge sind zu verzeichnen
Microsoft und Qualcomm weisen dabei im Hinblick auf die Gamingtauglichkeit der Copilot+ PCs auf die Website WorksOnWoa.com hin, welche zum gegenwärtigen Zeitpunkt exakt 1.480 Spiele auflistet, die bereits auf das besonders für Microsoft bedeutungsvolle Gütesiegel "Windows on Arm Ready" hin überprüft wurden. Im Moment sind rund 750 Spiele mit dem Status "perfekt" gekennzeichnet und entsprechend 500 weitere sind als "spielbar" eingestuft worden.
Quelle: WorksOnWoa.com
Wie der Datenbank über die entsprechende Filterfunktion zu entnehmen ist, unterstützen derzeit aber lediglich 12 Spiele das zukünftig in Windows 11 integrierte KI-Upscaling mittels Auto SR ("Auto Super Resolution"), welches vorerst dem Qualcomm Snapdragon X Elite vorbehalten sein wird.
Für die meisten Spieler bleiben die Copilot+ PCs vorerst ohnehin weitestgehend bedeutungslos, werden zum Start am 18. Juni doch ausschließlich Notebooks mit diesem "Gütesiegel" angeboten. Desktop-PCs, welche die Kriterien von Microsoft für einen Copilot+ PC erfüllen, dürften voraussichtlich nicht vor 2025 in der Breite auf den Markt kommen. Ryzen 9000 ("Granite Ridge") und Core Ultra 200 ("Arrow Lake") sind hier die ersten Kandidaten, welche einen entsprechend schnelle Neuralprozessor in den Desktop bringen und diesen damit zum "Copilot+ PC" machen könnten.
Ihre Meinung ist gefragt!
Wie stehen Sie zu diesem Thema? Die PCGH-Redaktion freut sich über Ihre fundierte Meinung in den Kommentaren zu dieser Meldung. Um zu kommentieren, müssen Sie auf PCGH.de oder im Extreme-Forum eingeloggt sein. Sollten Sie bisher noch keinen Account haben, könnten Sie sich hier unverbindlich registrieren. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die geltenden Forenregeln.
Quelle: Microsoft, Qualcomm via Zac Bowden via X

Das sind nach der Seite 1080p mit 60Hz, teilweise über upscaling. Sehr viel mehr auch kleinere Spiele mit weniger. Die "Hohe" Geschwindigkeit finde ich das nicht so überzeugend. Aber deutlich besser wie früher wenn die Angaben stimmen.
Bei Sprachmodellen als chatgpt sehe ich nicht so dass riesen Problem. Modelle wie llama lassen sich auf halbwegs guten Grafikkarten lokal ausführen. Auch Bilderzeugung mit Strahler Diffusion klappt. Man hat bei lokalen Systemen ja nur einen Anwender, ein extra Cup könnte da auch gut funktionieren, wie er ja in den neuen woa Laptops drin ist
Mein Hauptproblem mit Windows on Arm mit Copilot ist das Recall Feature. Nach aktuellem Wissensstand nicht deaktiviert, braucht etwa 50Gb und nachher immer wieder Screenshots , um an die Vergangenheit zu erinnern und ai zu trainieren.
Das ist für mich ein No-Go. Ich möchte keinen Screenshot von einer Bankseite, evtl von einer Passwortanzeige, von privaten E-Mails, von....
Ich hinterlasse Datenspuren wenn ich es will.
Ich habe schon bei Fotos kein Interesse, das mich Microsoft, Google,... an irgendwas mit einer Kollage erinnert.
Für mich ist dieses Feature ein DSGVO Verstoß.
Ganz normale Aufgaben einer CPU, GPU whatever werden unter dem Zauberwort KI verwurstet, als würde irgendetwas magisches passieren, ganz von selbst, weil die KI ja so schlau ist...am Arsch!
Nicht umsonst gibt es komplette Serverfarmen und co, wer glaubt ChatGPT und co in vergleichbarer Qualität in der nächsten Zeit am heimischen PC nutzen zu können hat sich erfolgreich vom Marketing verarschen lassen.
Llama läuft auch auf einer paar Jahre alten Grafikkarte. Stable Diffusion und co auch.
Diktiersoftware jetzt mit ki und Internetanbindung... liefert kein besseres Ergebnis. Ist aber auch nicht extra ki
Ich finde es durchaus respektabel. Bisher war das große Problem von Windows und ARAM CPUs, dass relativ wenig darauf läuft. Was nutzt mit die total tolle Hardware, wenn ich in den meisten Dingen, mit meinem bald 10 Jahre alten Laptop, besser beraten bin.
Von daher ist es ein echter Fortschritt, dass jetzt auch halbwegs anspruchsvolle Spiele funktionieren, damit werden die Dinger zu einer ernsthaften Kaufoption. Ob MS das ganze diesmal gebacken bekommt, nachdem sie das wie oft versaut haben (ich meine dich, Win CE und alle folgenden), wird sich zeigen müssen.
Aber ich glaube, ich weiß, was dir fehlt: ein Healy, ist gut für und gegen alles:
[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
Du kannst dir 3D auch von der CPU berechnen lassen, nannte sich früher Softwarerender, aber mit einer dedizierten GPU ist es doch etwas anderes.
Andererseits will ich auch nichts ausschließen. Eventuell klappt ja in 5 Jahren diverses Zeug, das heute nicht funktioniert.
Jammern kann jeder, etwas dagegen tun will aber niemand.