Copilot+ PCs: Microsoft setzt mit Windows 11 ganz auf KI, aber ohne AMD Ryzen und Intel Core
Microsoft startet am 18. Juni mit den sogenannten "Copilot+ PCs" nach eigenen Angaben in eine "neue Ära" für Windows-PCs und setzt mit Windows 11 ganz auf Künstliche Intelligenz. Das hat das Unternehmen aus Redmond jetzt bekannt gegeben.
Microsoft startet ab 18. Juni mit den sogenannten Copilot+ PCs eigenen Angaben zufolge in eine "neue Ära für Windows-PCs" und setzt hierfür mit seinem aktuellen Betriebssystem Windows 11 in Gänze auf Künstliche Intelligenz. Das hat das Unternehmen aus Redmond nun offiziell bekannt gegeben. Eine neuartige Systemarchitektur soll CPUs, GPUs und NPUs mit LLMs kombinieren.
Die schnellsten und sichersten Windows-PCs
"Die schnellsten und sichersten Windows-PCs, die jemals gebaut wurden", nicht weniger versprach Microsoft im Rahmen seines Events auf dem Microsoft-Campus, bei dem laut Aussage des Unternehmens "eine neue Kategorie von Windows-PCs", die für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz entwickelt worden ist, vorgestellt wurde. Im originalen Wortlaut von Microsoft klingt die Revolution des Windows-PCs wie folgt.
Copilot+ PCs sind die schnellsten, sichersten und intelligentesten Windows-PCs, die je gebaut wurden.
- Microsoft -
Wie Microsoft im Rahmen seiner Pressemitteilung mehrfach beton, handelt es sich dabei um "die bedeutendste Veränderung der Windows-Plattform seit Jahrzehnten" und der Windows-PC wurde hierfür demnach "von Grund auf neu konzipiert". Die Grundvoraussetzungen hierfür werden mit Windows 11 24H2 geschaffen.
Qualcomm vor AMD und Intel
Neben den neuen Surface-Modellen, welche ebenfalls das Gütesiegel "Copilot+ PCs" tragen, sollen die ersten OEM-Systeme dieser Kategorie ab dem 18. Juni an den Start gehen. Qualcomm erhält dabei mit seinen Snapdragon X Plus und Elite den Vorzug vor AMD und Intel, welche bislang noch keinen Neuralprozessor, eine sogenannte Neural Processing Unit ("NPU") mit mindesten 40 TOPS liefern können. Die Prozessoren von Qualcomm bieten bereits 45 TOPS über die NPU.
AMD wird erst mit den kommenden Ryzen AI 100 ("Strix Point") eine NPU auf Basis von XDNA2 bieten, die den Anforderungen von Microsoft genügt, bei Intel indes sollen die kommenden Core Ultra 200 ("Lunar Lake") diese Kriterien erfüllen können. Stand jetzt sind AMD und Intel bei den Copilot+ PCs erst einmal außen vor. Damit setzen sämtliche Computersysteme ausschließlich auf Windows 11 on ARM und sind Notebooks oder 2-in-1-Geräte. Insgesamt 16 Copilot+ PCs stehen nun fest.
Quelle: Qualcomm
In einem gesonderten Video hat Microsoft noch einmal die große Bedeutung des Neuralprozessors hervorgehoben und dessen zentrale Rolle für zukünftige Copilot+ PCs in den Mittelpunkt gestellt. System von OEMs, die ihren PC offiziell als Copilot+ PCs ausweisen wollen, benötigen daher zwingend eine CPU mit einer NPU, die mindestens 40 TOPS für KI-Workflows unter Windows bereitstellen kann.
In einem weiteren Video demonstriert das Unternehmen aus Redmond, was zukünftig mit einem Copilot+ PC alles möglich sein soll. Besonders sticht dabei der KI-Assistent "Recall" heraus, welcher mit der Hilfe gleich mehrerer KI-Modelle einen sogenannten semantischen Index anlegt und laut Microsoft alles speichert "was auf dem PC gesehen oder getan wurde". Das Recall-Feature soll alles erinnern können.
Weitere neue KI-Features für Windows 11 und die Copilot+ PCs stellt Microsoft ausführlich in seiner offiziellen Pressemitteilung vor. Insgesamt sollen Copilot+ PCs auf insgesamt 40 KI-Modelle, sogenannte LLMs ("Large Language Models"), zurückgreifen können, darunter auch das neueste GPT-4o von OpenAI.
Startschuss für Copilot+ PCs erfolgt am 18. Juni
Die ersten OEM-Systeme, welche unter der Bezeichnung Copilot+ PCs vermarktet werden, erscheinen ab dem 18. Juni. Als erste Hersteller sitzen Acer, Asus, Dell, HP, Lenovo und Samsung mit im Boot. Erste Desktop-PCs mit diesem Label sind voraussichtlich erst im kommenden Jahr zu erwarten.
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Quelle: Microsoft

Wer also jetzt unbedingt ein neues Arm Laptop oder Tablet holt, ist einfach nur ein early Adapter. MS bereitet sicher um Hintergrund ein Windows 12 vor, dass dann komplett auf AI setzt. Außerdem kommen ja Ende des Jahres Desktop CPUs mit NPU.
Sehr geil, fragt sich nur für wen
"Bundestrojaner" mit Ankündigung?
Da das Datenmodel sicher nicht auf dem Rechner gespeicher ist, geht der gesamte Daten austausch Online vonstatten, ähnlich wie bei ChatGPT und Co.
Das ist dann nicht mehr der "gläserne" Benutzer, dass ist der nackte Benutzer in der Einkaufspassage.
Das ist der finale feuchte Traum eines jeden Chefs, Unternehmens und Geheimdienstes.
Alles was Copilot für mich machen könnte, kann ich auch haben, wenn ich mich in ChatGpt einlogge. Und nur dann!
Ich frage mich immer noch, wofür ich die NPU brauche ? Alles wird doch eh online erstellt und bearbeitet. Copilot macht das nicht offline und lokal. Alle Daten meiner Anfrage sind doch nicht auf meinem Rechner. Oder habt ihr das ganze Internet gespeichert ?
P.S.: Mal eine Frage:
Warum besteht Microsofot so sehr auf dem neuen NPU Ding, haben Rechner mit dedizierter GPU oder leistungsfähiger APU die Rechenleistung für einfache KI-Aufgaben nicht ohnehin schon?