Windows 11: Über die Hälfte aller Firmen-PCs ist inkompatibel
Laut dem Softwaredienstleister Lansweeper sollen die Hälfte aller Firmen-PCs inkomaptibel mit Windows 11 sein. Woran scheitert die Kompatibilität bei den Unternehmensrechnern?
Am 05. Oktober erscheint Windows 11 offiziell und wird als kostenloses Update zunächst Nutzern von PCs mit neuer Hardware angeboten werden, ehe bis Mitte 2022 alle PCs mit unterstützter Hardware ein Update-Angebot erhalten haben sollen. Bereits im Vorfeld sorgen die Systemanforderungen für Gesprächsstoff. Nun gießt eine Untersuchung des Softwaredienstleisters Lansweeper - der Management-IT-Lösungen entwickelt - Öl ins Feuer. Von den rund 30 Millionen untersuchten PCs in Unternehmen sollen weniger als die Hälfte kompatibel mit Windows 11 sein.
Das sind die Stolpersteine bei den untersuchten Windows-PCs
Rund 55,6 Prozent der Firmen-PCs fallen durch die Kompatibilitätsprüfung, weil die verbaute CPU nicht offiziell unterstützt wird. Bei 19,26 Prozent scheitert es an einem nicht aktivierten oder vorhandenen TPM 2.0. 8,95 Prozent der untersuchten Arbeits-PCs haben weniger als vier Gigabyte RAM. Bei VMs ist der Arbeitsspeicher sogar das Hauptproblem, da 44 Prozent der untersuchten virtuellen Maschinen weniger als 4 Gigabyte RAM nutzen. Allerdings lässt sich bei VMs ja einfach mehr RAM zuweisen, sodass dann die Installation von Windows 11 doch noch möglich wird. Folgende Systemanforderungen muss ein PC erfüllen, um ab dem 05. Oktober ein offizielles Update auf Windows 11 zu erhalten:
- CPU:
- AMD: AMD Athlon (auf Basis von Raven Ridge oder neuer, z. B. Athlon Gold 3150C/U/G), Ryzen (ab der 2. Gen), Epyc;
- Intel: Intel Atom x6, Pentium Silver/Gold und Celeron G/J/N (ab Gemini Lake, 4000er-Modelle, z. B. Celeron J4005), Intel Core (ausgewählte Modelle der 7. Gen. und alle Modelle ab der 8. Gen), Xeon;
- Qualcomm (ARM-Chipsatz): Qualcomm Snapdragon 850, 7c,7cx, 8cx (alle Generationen);
- RAM: Ab 4 Gigabyte;
- GPU: DirectX 12 kompatibler Grafikchip mit Support für WDDM 2.0 oder höher (zusätzlich Support für Shader Model 6 zur Nutzung der Funktion Direct Storage notwendig),
- Speicher: Mindestens 64 Gigabyte freier Speicherplatz, NVMe-PCI-Express-SSD (nur zur Nutzung der Funktion Direct Storage notwendig);
- System-Firmware: Aktiviertes Trusted Platform Module (TPM) Version 2.0 und aktiviertes Secure Boot;
- Bildschirm: Mindestens neun Zoll Diagonale und 720p-Auflösung (Snap-Assist mit drei oder mehr Fenstern erfordert mindestens 1080p-Auflösung);
- Internetverbindung: Windows 11 Home erfordert bei der Ersteinrichtung eine aktive Internetverbindung und die Anmeldung mittels Microsoft-Konto, um die Einrichtung abzuschließen. Bei allen anderen Editionen, etwa Windows 11 Pro, gibt es keine Pflicht für ein Microsoft-Konto.
Microsoft selbst hat bereits kundgetan, dass man Windows 11 auch dann installieren kann, wenn nicht alle Bedingungen erfüllt werden. Hierzu können Nutzer entweder eine ISO-Datei benutzen oder via Microsoft Media Creation Tool das kostenlose Update auf Windows 11 durchführen. Nur bei Windows Update wird das neue Betriebssystem nicht direkt angeboten. Allerdings hat Microsoft darauf hingewiesen, dass nicht-unterstütze PCs keinen Garantieanspruch mehr nach dem manuellen OS-Update haben und es sein kann, dass diese PCs keine Updates mehr erhalten.
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Sammlung zu Windows 11 auf Firmen-PCs:
- Einer Untersuchung des Softwaredienstleisters Lansweeper zufolge sollen weniger als die Hälfte der untersuchten 30 Millionen Firmen-PCs kompatibel mit Windows 11 sein.
- Bei mehr als der Hälfte der Computer in Firmen ist die verbaute CPU zu alt und inkompatibel mit Windows 11.
- Bei 19,26 Prozent scheitert es an einem nicht aktivierten oder vorhandenen TPM 2.0. 8,95 Prozent der untersuchten Arbeits-PCs haben weniger als vier Gigabyte RAM.
- Allerdings kann auch auf PCs mit nicht-unterstützen Prozessoren Windows 11 via ISO-Datei oder mittels Microsoft Media Creation Tool installiert werden. Nur der Garantieanspruch geht verloren und es kann eventuell zur Inkompatibilität mit künftigen Updates kommen.
Quellen: Lansweeper, Microsoft (1), Microsoft (2), Microsoft (3)

Könnt ich mit win11 problemlos leben
wird zeit, dass die EU in linux investiert, damit wir in europa wenigstens in ämtern und schulen alte PCs weiter nutzen können. gut für die umwelt, gut für den datenschutz