Windows 11 auf einen Blick: Systemanforderungen, neue Features und Release [Update]

Jetzt aktualisiert: Im Herbst 2021 veröffentlicht Microsoft das neue Betriebssystem Windows 11. In diesem Artikel fassen wir die wichtigsten neuen Features zusammen, erklären die Systemanforderungen und verraten, wann das neue OS auf den Markt kommt.

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Windows 11 auf einen Blick: Systemanforderungen, neue Features und Release
Quelle: PCGH
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Microsoft bringt im Herbst den offiziellen Nachfolger von Windows 10 heraus, wie das Unternehmen am 24. Juni 2021 bekannt gegeben hat. Das kommende Betriebssystem Windows 11 kommt mit einigen Neuerungen daher. Im folgenden Artikel stellen wir kompakt die neuen Funktionen des Operating Systems zusammen. Dieser Beitrag wird - bis zum Release am 05. Oktober - fortlaufend aktualisiert.

Systemanforderungen

Laut Microsoft soll es keine Anpassung der Gruppenrichtlinie geben, die ermöglicht, dass eigentlich inkompatible Hardware doch noch mit dem Nachfolger von Windows 10 genutzt werden kann. Microsoft will das kostenlose Upgrade auf Windows 11 explizit nur auf PCs anbieten, die die Systemanforderungen erfüllen. Neben den Hardware-Voraussetzungen, muss für Windows 11 auch im UEFI-BIOS TPM 2.0 aktiviert werden. Nach aktuellem Stand lässt sich diese TPM-Pflicht aber mit einem Registry-Eintrag umgehen, um das neue Windows trotzdem installieren zu können. Es ist derzeit unklar, ob dieser Trick auch mit der finalen Version von Windows 11 funktionieren wird. Klar ist aber, dass Microsoft es PC-Herstellern erlauben wird, neue Computer ohne aktiviertes Firmware-TPM auf den Markt zu bringen, wenn man dies zuvor mit Microsoft abgestimmt und die Zertifizierung eingeholt hat.

Ende August hat Microsoft die offiziellen Systemanforderungen von Windows 11 überarbeitet. Nach Tests von Windows Insidern sind nun auch einige Modelle der 7. Generation der Core-i-CPUs von Intel kompatibel und nicht erst Prozessoren ab der 8. Iteration. Allerdings bleibt die erste Generation der Ryzen-CPUs von AMD weiterhin nicht kompatibel mit Windows 11. Für Intel-Prozssoren hat Microsoft eine Liste mit allen offiziell unterstützen Modellen erstellt, ebenso gibt es eine derartige Auflistung für AMD-CPUs/APUs und für Qualcomm-SoCs. Wer sich unsicher ist, ob sein PC updatefähig ist, kann sich dies im Bereich Windows Update oder via Microsoft-Tool anzeigen lassen. Über das kostenlose Microsoft Media-Creation-Tool werden Nutzer von Windows 10 in der Lage sein, jeden PC auf Windows 11 hochrüsten zu können, selbst dann, wenn der Windows-10-PC einen nicht unterstützten Prozessor verbaut hat. Unklar ist allerdings, ob derartige auf Windows 11 aktualisierte PCs noch offiziell mit weiteren Windows-Updates versorgt werden.

Ende September hat Microsoft deutlich gemacht, dass bei der Installation von Windows 11 auf einem PC mit nicht unterstützem Prozessor eine Warnmeldung angezeigt wird. So muss man beim Setup von Windows 11 aktiv mit einem Klick bestätigen, dass man durch das kostenlose Update bei einem nicht unterstützen PC den Garantieanspruch verliert und man sich bewusst ist, dass es zu Kompatibilitätsproblemen kommen kann.

Warum grenzt Microsoft alte Prozessoren aus?

Laut Microsoft ist es nur auf den offiziell als kompatibel gelisteten Prozessoren gewährleistet, dass das Betriebssystem stabil und sicher läuft. In Tests hat sich gezeigt, dass es etwa bei PCs mit Intel Core-i-Prozessoren der 6. Generation oder bei einigen, älteren AMD-CPUs zu wesentlich mehr Abstürzen kommt, als bei den offiziell unterstützen Prozessoren. So sollen 52 Prozent mehr Bluescreens of Death erscheinen, wenn man Windows 11 auf einem PC installiert, der eine nicht-unterstützte CPU nutzt. Zudem stürzen Programme und Apps 17 Prozent häufiger ab, als auf einem Computer mit unterstützen Prozessor. All diese Daten stammen von PCs aus dem Windows Insider Programm und haben dazu geführt, dass Microsoft ältere CPUs offiziell ausschließt. Die offiziell als kompatibel geltenden Prozessoren dagegen sollen zu 99,8 Prozent gar keinen Bluescreen mehr anzeigen und unterstützen das aktuelle Treibermodell DCH und IHV, welches ebenfalls für eine bessere Performance sorgen soll.

Neben diesem Performance-Aspekt führt Microsoft auch den Sicherheitsaspekt an, ohne jedoch ins Detail zu gehen. Mutmaßlich bezieht sich der Softwarehersteller hier auf die neueren Versionen der Sicherheitslücke Spectre, die nur durch ein Redesign der CPUs behoben werden konnte. Intel hat dieses Redesign erst mit der 9. Generation der Core-Prozessoren eingeführt, bei AMD gibt es die Neufassung erst seit Ryzen 2000. Offiziellen Support für Windows 11 will Microsoft nur dann übernehmen, wenn man einen PC mit unterstütztem Prozessor nutzt.

Was hat es mit der TPM-Pflicht auf sich?

Kurz nach der Vorstellung von Windows 11 und dessen Systemanforderungen sind die Preise für TPM-Module in die Höhe geschossen, da die TPM-Version 2.0 eine neue Mindestanforderung ist. Wie Microsoft kurze Zeit später klargestellt hat, genügt es, das Trusted Platform Module im UEFI-Bios zu aktivieren. Bei Intel-Plattformen muss der Punkt
"Intel Platform Trust Technology" aktiviert sein, bei AMD-Mainboards soll man die "AMD-fTPM-switch"-Option auf "AMD CPU fTPM" ändern. Inzwischen gibt es erste Mainbaord-Hersteller wie Asus, die UEFI-BIOS-Updates bereitstellen, bei denen automatisch das Firmware-TPM aktiviert wird.

Das Firmware-TPM läuft in einer vertrauenswürdigen Ausführungsumgebung (TEE) im Prozessor ab, statt auf einen physischen Chip zu setzen. Wenn nun ein Code im TEE geladen wird, findet die Ausführung isoliert von anderen Vorgängen statt. Ein TPM-Chip dagegen ist eine Art Smartcard. Die Mainboard-Hersteller Asus, Asrock, Biostar, Gigabyte und MSI haben mittlerweile Kompatibilitätslisten veröffentlicht, wobei jedoch nur angegeben wird, ob die Hauptplatinen die TPM-Version 2.0 unterstützen, zum Windows-11-Support äußert man sich nicht. So werden beispielsweise bei MSI alle Intel-Chipsätze seit der 100er-Generation mit TPM-2.0-Support ausgeliefert, während Gigabyte in einer ersten Pressemitteilung nur die Intel-Chipsätze ab der 200er-Generation als kompatibel ansieht.

Bei AMD werden alle Chipsätze des Sockels AM4 und der neue TRX40 mit TPM 2.0 ausgestattet. Zumindest bei MSI soll auch der X399 für ältere Ryzen-Threadripper kompatibel sein, Gigabyte hingegen listet diesen Chipsatz nicht. Bis zum Redaktionsschluss hat sich Microsoft nicht dazu geäußert, warum beispielsweise Intel-CPUs der 6. Generation nicht kompatibel mit Windows 11 sein sollen, die 8. Generation der Core-Prozessoren hingegen als offiziell unterstützt gilt, obwohl beide Iterationen auf den gleichen Sockel LGA1151 setzen.

Neue Optik dank Mica

Mica heißt die neue Designsprache bei Windows 11. Das Design baut hierbei auf der Open-Source-Designsprache Fluent Design auf. Zudem bietet Microsoft mit Windows 11 die neu gestaltete WinUI 3 für Software-Entwickler an, sodass diese ihren Win32-Programmen einen modernen Look verpassen können und Nutzer Software erhalten, die sich zugleich besser auf unterschiedlichen Displays skalieren lässt. Zudem verfolgt Microsoft die Zielsetzung, die Benutzeroberfläche möglichst barrierefrei zu gestalten, sodass auch Menschen mit Beeinträchtigung das Betriebssystem gut bedienen können, egal, ob es sich um eine erhöhte Zoomstufe, um Farbenblindheit oder eine andere Beeinträchtigung handelt. Die größten visuellen Veränderungen von Windows 11 im Vergleich zum Vorgänger haben wir in einem separaten Artikel zusammengefasst.

Neues Startmenü

Das neue Startmenü in Windows 11, welches wahlweise linksbündig oder zentriert auf der Taskleiste platziert ist, beherbergt neben angepinnten Programmen auch empfohlene und zuletzt benutzte Apps sowie Dokumente. Zudem enthält das neue Startmenü eine Suchleiste, sodass man sowohl auf dem lokalen PC als auch beim Cloudspeicher Onedrive und im Internet suchen kann. In der aktuellen Vorschauversion zu Windows 11 kann man zwar selbst bestimmen, welche Programme angepinnt sein sollen sowie den Bereich neben dem Ein-/Aus-Schalter mit bestimmten Ordnern und einem Link zur Einstellungsapp zu versehen, doch mehr Individualisierungsmöglichkeiten bietet Microsoft derzeit nicht an.

Startmenü-Optionen
Das neue Startmenü von Windows 11 lässt sich wahlweise auch links auf der Taskleiste anordnen.
Das neue Startmenü von Windows 11 lässt sich wahlweise auch links auf der Taskleiste anordnen. Ausschalten des Empfohlen-Bereichs im Startmenü von Windows 11.

So lässt sich beispielsweise die Größe nicht verändern und der Empfohlen-Bereich bleibt - vermeintlich - immer sichtbar. Es gibt aber eine Möglichkeit, die Rubrik abzuschalten, wie wir auf unserer passenden Themseite zeigen. Einige Kommentatoren mögen das neue Startmenü nicht und wünschen sich mehr Individualisierungsoptionen.

Neue Taskleiste

Microsoft bringt in Windows 11 nicht nur ein neues Start-Menü, sondern überarbeitet auch die Taskleiste. So lässt sich die Positionierung der Leiste nicht mehr verändern, sie ist immer am unteren Rand des Bildschirms. Zudem ist es nicht mehr möglich, via Drag-&-Drop Elemente auf der Taskleiste abzulegen. Im offiziellen Feedback Hub gibt es verschiedene Einträge von Windows Insidern, die sich wieder die alte Flexibilität zurückwünschen. Noch ist unklar, ob Microsoft den Wunsch der Tester erfüllen wird.

Drittanbieter-Tools, die etwa Suchleisten und Ähnliches in die Taskleiste einbauen, funktionieren mit Windows 11 nicht mehr. Es gibt zwar aktuell die Möglichkeit, sich via Registry-Editor einige der alten Taskleisten-Funktionen wie etwa die freiere Positionierung freizuschalten, doch ist momentan unklar, ob es derartige Optionen auch wirklich noch im fertigen Windows 11 geben wird.

Taskleisten-Optionen von Windows 11. Quelle: PCGH Windows 11: Widgets. Quelle: PCGH

In der Taskleiste gibt es ein neues Symbol, welches den Zugang zum Widget-Bereich ermöglicht. Falls man einen Touchscreen hat, kann man diesen mit einem Wisch vom linken Bildschirmrand nach innen öffnen. Standardmäßig werden hier Windows-Widgets wie der Wetterbericht und Nachrichten von MSN angezeigt, die beliebig angeordnet werden können. In Zukunft können aber auch Drittanbieter eigene Widgets entwerfen und zum Download anbieten.

Mehr Multi-Tasking

Windows 11 bietet neue Optionen in Sachen Multitasking. So lassen sich nun sogenannte Snap-Gruppen erstellen. Hierbei wird der Bildschirm in Quadrate aufgeteilt und kann mit Programmfenstern befüllt werden. Über das Symbol in der Taskleiste lässt sich jede Gruppe auch auf einmal minimieren oder wiederherstellen. Zudem merkt sich Windows 11 künftig die Anordnung der Fenster, wenn man etwa einen externen Monitor ab- und wieder anschließt. Um den neuen Snap-Assist nutzen zu können und somit drei oder mehr Fenster parallel auf dem Monitor anzeigen zu lassen, braucht man einen Bildschirm mit mindestens 1.920 Pixeln in der Breite, also zum Beispiel mit 1080- oder 1200p-Auflösung. Die Fensterorientierung passt sich automatisch an die Ausrichtung des Bildschirms an. Wenn man etwa das Display horizontal nutzt, werden die Programme automatisch untereinander angezeigt.

Windows 11: Snap-Gruppen-Ansicht. Quelle: PCGH Windows 11: Snap-Gruppen-Ansicht. Windows 11: Snap-Gruppen. Quelle: PCGH Windows 11: Snap-Gruppen. Windows 11: Task-Übersicht. Quelle: PCGH Windows 11: Task-Übersicht.

Die virtuellen Desktops lassen sich nun auch mit einem eigenen Hintergrundbild versehen und können benannt werden. So kann man beispielsweise auf einem virtuellen Arbeitsplatz seine Programme für die Arbeit geöffnet haben, während auf einem anderen Desktop etwa Game-Launcher ihren Platz finden.

Neuer Datei-Explorer und Einstellungsapp

Microsoft setzt bei der Neugestaltung auf den bisherigen Datei-Explorer aus Windows 10. Neu ist jedoch die Toolbar am oberen Ende des Explorers, welche sich vom Ribbon-Menü verabschiedet und stattdessen mit Symbolen und Schriften arbeitet. Die Zielsetzung ist eine bessere Barrierefreiheit, sodass sich auch Menschen mit Beeinträchtigung leichter zurechtfinden können sollen. Zugleich ist die Toolbar in der Größe skalierbar, damit man auch auf einem PC mit Touchscreen möglichst einfach die Aktionen ausführen kann. Der Datei-Explorer setzt hierbei auf die neu gestaltete WinUI 3.

Im oberen Bereich des neuen Kontextmenüs werden die - laut Microsoft - am häufigsten genutzten Elemente mittels Symbolen präsentiert. Von links nach rechts sortiert, sind dies "Ausschneiden", "Kopieren", "Umbenennen", "Teilen" und "Löschen". Darunter folgen dann Einträge mit Symbolen plus textueller Beschreibung wie "Öffnen" und "Eigenschaften". Ganz unten befindet sich der Eintrag "Weitere Optionen anzeigen", welchen man auch mit der Tastenkombination Shift+F10 aufrufen kann. Falls man diese Tasten zeitgleich drückt, öffnet sich automatisch das alte Kontextmenü, das bereits aus Windows 10 bekannt ist.

Windows 11: Neue Einstellungsapp und alte Systemsteuerung. Quelle: PCGH Windows 11: Neue Einstellungsapp und alte Systemsteuerung. Windows 11: Doppelte Systemeinstellungen. Quelle: PCGH Windows 11: Doppelte Systemeinstellungen. Neuer Datei-Explorer in Windows 11. Quelle: PCGH Neuer Datei-Explorer in Windows 11. Windows 11: Widgets. Quelle: PCGH Windows 11: Widgets.

Ebenfalls neu ist die Einstellungsapp, welche nun klarer strukturiert ist im Vergleich zur Einstellungsapp aus Windows 10. Zudem erlaubt ein eingeblendeter Pfad jederzeit das Wechseln in eine andere Ebene der Optionen. Im Laufe der Zeit sollen immer mehr Funktionen der alten Systemsteuerung in die neue Einstellungsapp umziehen. Die klassische Systemsteuerung aus den Windows-7-Zeiten gibt es immer noch in Windows 11, aber nur in abgespecktem Umfang. Manche Elemente wie etwa der Geräte-Manager werden wohl auf ewig im klassischen Design gehalten sein.

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    • Kommentare (35)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Gast1681636201
        Zitat

        Warum grenzt Microsoft alte Prozessoren aus?

        Laut Microsoft ist es nur auf den offiziell als kompatibel gelisteten Prozessoren gewährleistet, dass das Betriebssystem stabil und sicher läuft. In Tests hat sich gezeigt, dass es etwa bei PCs mit Intel Core-i-Prozessoren der 6. Generation oder bei einigen, älteren AMD-CPUs zu wesentlich mehr Abstürzen kommt, als bei den offiziell unterstützen Prozessoren. So sollen 52 Prozent mehr Bluescreens of Death erscheinen, wenn man Windows 11 auf einem PC installiert, der eine nicht-unterstützte CPU nutzt. Zudem stürzen Programme und Apps 17 Prozent häufiger ab, als auf einem Computer mit unterstützen Prozessor. All diese Daten stammen von PCs aus dem Windows Insider Programm und haben dazu geführt, dass Microsoft ältere CPUs offiziell ausschließt. Die offiziell als kompatibel geltenden Prozessoren dagegen sollen zu 99,8 Prozent gar keinen Bluescreen mehr anzeigen und unterstützen das aktuelle Treibermodell DCH und IHV, welches ebenfalls für eine bessere Performance sorgen soll.

        Neben diesem Performance-Aspekt führt Microsoft auch den Sicherheitsaspekt an, ohne jedoch ins Detail zu gehen. Mutmaßlich bezieht sich der Softwarehersteller hier auf die neueren Versionen der Sicherheitslücke Spectre, die nur durch ein Redesign der CPUs behoben werden konnte. Intel hat dieses Redesign erst mit der 9. Generation der Core-Prozessoren eingeführt, bei AMD gibt es die Neufassung erst seit Ryzen 2000. Offiziellen Support für Windows 11 will Microsoft nur dann übernehmen, wenn man einen PC mit unterstütztem Prozessor nutzt.
        Wenn es Stabilitätsprobleme gibt kann man diese i.d.r fixen (was aber offensichtlich nicht gewollt ist), deswegen aber ältere Hardware auszuschließen ist für mich nicht mehr als eine Verkaufsförderung für Hardwarehersteller.
        Früher war eine neues Btriebssystem oft und gerne ein Vorwand für neue Hardware, doch Windows 11 ist kein neues Betriebssystem, im besten Fall eine Verbesserung von Windows 10, wobei ich selbst das negieren würde.

        Und wie immer alles im Namen der Sicherheit, die Sicherheit der Einflussnahme und des Machterhalts.
      • Von Gast1681636201
        Zitat

        Warum grenzt Microsoft alte Prozessoren aus?

        Laut Microsoft ist es nur auf den offiziell als kompatibel gelisteten Prozessoren gewährleistet, dass das Betriebssystem stabil und sicher läuft. In Tests hat sich gezeigt, dass es etwa bei PCs mit Intel Core-i-Prozessoren der 6. Generation oder bei einigen, älteren AMD-CPUs zu wesentlich mehr Abstürzen kommt, als bei den offiziell unterstützen Prozessoren. So sollen 52 Prozent mehr Bluescreens of Death erscheinen, wenn man Windows 11 auf einem PC installiert, der eine nicht-unterstützte CPU nutzt. Zudem stürzen Programme und Apps 17 Prozent häufiger ab, als auf einem Computer mit unterstützen Prozessor. All diese Daten stammen von PCs aus dem Windows Insider Programm und haben dazu geführt, dass Microsoft ältere CPUs offiziell ausschließt. Die offiziell als kompatibel geltenden Prozessoren dagegen sollen zu 99,8 Prozent gar keinen Bluescreen mehr anzeigen und unterstützen das aktuelle Treibermodell DCH und IHV, welches ebenfalls für eine bessere Performance sorgen soll.

        Neben diesem Performance-Aspekt führt Microsoft auch den Sicherheitsaspekt an, ohne jedoch ins Detail zu gehen. Mutmaßlich bezieht sich der Softwarehersteller hier auf die neueren Versionen der Sicherheitslücke Spectre, die nur durch ein Redesign der CPUs behoben werden konnte. Intel hat dieses Redesign erst mit der 9. Generation der Core-Prozessoren eingeführt, bei AMD gibt es die Neufassung erst seit Ryzen 2000. Offiziellen Support für Windows 11 will Microsoft nur dann übernehmen, wenn man einen PC mit unterstütztem Prozessor nutzt.
        Wenn es Stabilitätsprobleme gibt kann man diese i.d.r fixen (was aber offensichtlich nicht gewollt ist), deswegen aber ältere Hardware auszuschließen ist für mich nicht mehr als eine Verkaufsförderung für Hardwarehersteller.
        Früher war eine neues Btriebssystem oft und gerne ein Vorwand für neue Hardware, doch Windows 11 ist kein neues Betriebssystem, im besten Fall eine Verbesserung von Windows 10, wobei ich selbst das negieren würde.

        Und wie immer alles im Namen der Sicherheit, die Sicherheit der Einflussnahme und des Machterhalts.
      • Von Technologie_Texter BIOS-Overclocker(in)
        Die Taskleiste ist doch höchst wahrscheinlich nur so "verkrüppelt", weil sie damit nicht fertig geworden sind, aber das Weihnachtsgeschäft trotzdem mit W11 einkassieren wollten

        Android-Apps wurden ja auch verschoben, ehrliche wäre es da, wenn man W11 gleich um mindestens 6 Monate verschoben hätte!
      • Von ToZo1 Software-Overclocker(in)
        Zitat von Noofuu
        Achja MS will immer bevormunden.
        Taskleiste ist nun Fest ... dann will man noch mehr Überwachung und zudem schließt man älter Hardware aus.

        Für mich ist Windows 11 das neue ME !
        Du meinst das neue "Not ME !"
        Zitat von Govego
        Kann es sein, dass Microsoft die CPUs für Win 11 einschränkt, wegen Sicherheitslücken wie Meltdown und Spectre?
        ... wohl eher wegen einer (fehlerfrei funktionierenden) Implementierung von TPM2.0 in CPU + Chipsatz als Kriterium.
      • Von DarthSlayer Freizeitschrauber(in)
        So wie es aussieht Leute funktioniert Windows 11 auch auf der 6ten und 7ten generation noch. TPM 2.0 und UEFI BIOS vorrausgesetzt und nicht weil ich es am Montag an einem sehr schnellen i7 der 6ten ausprobiert habe sondern ich habe im Netz das gefunden und ja so habe ich von einem USB Stick dann Windows auch installietr bekommen
        Ist aber in english

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Falls der Link hier gelöscht werden sollte das steht da übersetzt:

        Gute Nachrichten! Microsoft hat angekündigt, dass Benutzer Windows 11 auf jeder modernen Hardware installieren können, einschließlich Ryzen-Prozessoren der 1. Generation und Core-Prozessoren der 6. und 7. Generation. Es gibt jedoch einen Haken. Sie können Ihren PC nicht direkt von Windows 10 auf 11 aktualisieren, wenn Sie ältere Hardware verwenden, die nicht in der offiziellen Anforderungsliste enthalten ist. Stattdessen müssen Sie das Windows 11-ISO von der offiziellen Microsoft-Website herunterladen und eine Neuinstallation durchführen. Auf der anderen Seite sind die offiziellen Prozessoranforderungen weitgehend unverändert, und wenn Sie einen 64-Bit-Prozessor verwenden, der nicht in der obigen Liste enthalten ist (1. Generation Ryzen/7. Generation Core oder niedriger), müssen Sie die ISO separat herunterladen und formatieren Sie Ihr Laufwerk. Aber hey. Zumindest müssen Sie jetzt nicht mehr einige optimierte ISO-Dateien von einem zwielichtigen Server herunterladen, um das Betriebssystem auf Ihren alten PCs zu installieren.

        Das heißt Windows 11 Creation Tool wenn es dann welchen gibt runter laden damit die ISO ein UEFI Windows 11 Stick mit Rufus oder etwas vergleichbaren erstellen und los gehst

        Wie gesagt habe es schon am Montag getestet. Tolles Windows und ja so gut wie Win 10 nur besser dank des neuen Designs unter anderem denn viele vergessen hier. Windows 11 ist eigentlich Windows 10 21 H2 dass dann erst später in Windows 11 umgetauft wurde
      • Von PCGH_Claus Freizeitschrauber(in)
        Zitat von rehacomp
        Danke,

        Also ist Spectre mit Schuld, das einige CPUs nicht in der Supportliste sind. Jetzt wird langsam ein Schuh draus.
        Ich denke, dass sich Microsoft aus der "Support-Verpflichtung" heraushalten will, indem man einfach sagt "nur diese CPUs sind offiziell kompatibel mit Windows 11".
        Wenn es dann zu Inkompatibilitäten mit Treibern o. Ä. auf einem PC mit nicht offiziell unterstütztem Prozessor kommt, kann Microsoft immer auf die Mindestanforderungen des Betriebssystems verweisen... Für den Otto-Normal-Verbraucher sollte das so klarer werden, diejenigen, die sich auskennen, können ja via ISO-Datei oder mittels Microsoft Media Creation Tool auch PCs auf Windows 11 aktualisieren, die eben eigentlich nicht unterstützt werden. Das geschieht dann eben "auf eigene Gefahr", wobei man ja von Windows 11 auch wieder zurück zur vorherigen Windows-Version wechseln kann, wenn man das möchte...
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