Windows 7: Drei zusätzliche Jahre Support gegen Bezahlung

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Windows 7: Drei zusätzliche Jahre Support gegen Bezahlung (1)
Quelle: PC Games Hardware

Microsoft hat bekanntgegeben, den Support von Windows 7 hinsichtlich weiterer Sicherheits-Updates um drei Jahre zu verlängern. Bis 2023 sollen entsprechende Aktualisierungen angeboten werden, die haben allerdings einen Preis und werden nicht kostenlos verteilt. Damit sollen vor allem Unternehmen zusätzliche Zeit für eine Umstellung erhalten. Ferner verlängert Microsoft den Support großer Update für Windows 10.

Der erweiterte Support von Windows 7 endet am 14. Januar 2020. Danach sollte es eigentlich keine Update mehr für das Betriebssystem auch im Falle kritischer Sicherheitslücken geben. Nun gab Microsoft jedoch bekannt, dass man noch bis zu drei weitere Jahre Sicherheits-Updates verteilen wird, insofern die Nutzer für diese bezahlen.

Extended Security Updates für Windows 7 Professional und Enterprise bis 2023

Gedacht sind die Extended Security Updates (ESU) vornehmlich für Nutzer aus dem Unternehmensbereich sowie Behörden, die Windows 7 Professional oder Enterprise mit Volumenlizenz nutzen, um so eine reibungslose Umstellung auf ein neueres Betriebssystem zu ermöglichen. Ähnliches gab es bereits für Windows XP. Hier musste allerdings ein Migrationsplan seitens der Nutzer vorgewiesen werden. Unbekannt ist bislang, ob dies auch Voraussetzung für den Zugang zu den erweiterten Sicherheitsupdates für Windows 7 ist. Die genauen Kosten hat Microsoft vorerst noch nicht bekanntgegeben. Fest steht lediglich, dass diese pro Gerät anfallen und jährlich steigen sollen, bis dann 2023 endgültig jeglicher Support für Windows 7 eingestellt wird.

Mehr zum Thema: Windows 7: Microsoft beendet heimlich Support für ältere Systeme

Mehr Zeit soll es für Unternehmen künftig auch in Hinsicht auf Aktualisierungen von Windows 10 geben. Als Reaktion auf das Feedback von Kunden weitet Microsoft den Support für die großen Updates des aktuellen Betriebssystems - beispielsweise die Creators Updates des vergangenen Jahres - fortan auf insgesamt 30 Monate aus. Zuvor betrug der Zeitraum 18 Monate.

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    • Kommentare (18)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        AW: Windows 7: Drei zusätzliche Jahre Support gegen Bezahlung

        Zitat von fotoman
        Der Name bleibt halt, der Inhalt ändert sich kontinuierlich.
        Offensichtlich ist das bei Windows OK, aber bei Linux nicht. Das leuchtet mir jetzt nicht so ein. Vielleicht ist es bei Linux nicht unbedingt besser, aber immerhin kannst du bei Linux einfach eine Distro mit einer anderen GUI nehmen oder auch eine andere GUI installieren, wenn dir die aktuelle nicht passt.

        Zitat von fotoman
        Entweder Weiterentwicklung oder lange gepflegt und erprobt. Natürlich könnte MS Win 7 (warum nicht gleich Win XP oder WIn 2000) vernünftige Touch- und HighDPI-Unterstützung verpassen und sonst noch einiges beibringen, was sie bisher nur in Win 10 integriert haben. Aber genau damit öffnen sie dann die selben Einfallstore, die es beim neuen System u.U. auch gibt.
        D.h. es käme auf das gleiche raus, ob man weiterentwickelt oder neu entwickelt. Immer noch kein Argument dafür, dass Windows 7 unsicherer ist. Wobei ich denke, dass bei allen neu entwickelten Teilen neue Lücken entstehen können und damit das ältere System eher sicherer wäre. Allerdings hat Windows 10 vermutlich eh noch einen großen Anteil Code von Windows 7. Worum es mir einfach geht ist, dass ein Betriebssystem halt erst unsicher wird, wenn man es unsicher werden lässt und das mit dem Alter nichts zu tun hat und es im Prinzip egal gewesen wäre, ob jetzt Windows XP, 7 oder 10 das letzte hätte werden sollen. Aber erstmal überhaupt abwarten, ob Windows 10 jetzt das letzte bleibt und wie sich das entwickelt.

        Zitat von fotoman
        Im Idealfall geschieht garnichts, weil keine neue Sicherheitslücke mehr gefunden wird. Wobei das höchst unwahrschenlich ist. Falls Du beruflich etwas mit IT zu tun hast, wirst Du vermutlich mitbekommen haben, wie krankhaft panisch Führungsetagen und Aufsichtsbehörden z.B. auf Spectre/Meltdown reagiert haben ohne überhaupt zu ermitteln (von Verstenhen muss man da garnichtg erst träumen), ob die Anlagen davon betroffen sein könnten oder nicht.
        Und im schlimmsten Fall wird da mit einer Minimalstbesetzung noch halbherzig dran rumgepatcht, wenn was aufkommt und der teure Support ist von daher eher akademischer Natur. Das ist vielleicht ein bisschen pessimistisch, aber halt nicht unmöglich. Im übrigen gibt es in der IT auch oft genug Leute, die am liebsten gar nichts an irgendwas ändern, vor allem, wenn IT die EDV von einer Firma ist und nicht das Hauptgebiet. Da sitzen halt oft Leute, die vor 20-30 Jahren mal "Never touch a running system" aufgeschnappt und für gut befunden haben. Gibt da meiner Meinung nach Ausreißer in beide Richtungen und auch viel dazwischen.
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        AW: Windows 7: Drei zusätzliche Jahre Support gegen Bezahlung

        Zitat von fotoman
        Der Name bleibt halt, der Inhalt ändert sich kontinuierlich.
        Offensichtlich ist das bei Windows OK, aber bei Linux nicht. Das leuchtet mir jetzt nicht so ein. Vielleicht ist es bei Linux nicht unbedingt besser, aber immerhin kannst du bei Linux einfach eine Distro mit einer anderen GUI nehmen oder auch eine andere GUI installieren, wenn dir die aktuelle nicht passt.

        Zitat von fotoman
        Entweder Weiterentwicklung oder lange gepflegt und erprobt. Natürlich könnte MS Win 7 (warum nicht gleich Win XP oder WIn 2000) vernünftige Touch- und HighDPI-Unterstützung verpassen und sonst noch einiges beibringen, was sie bisher nur in Win 10 integriert haben. Aber genau damit öffnen sie dann die selben Einfallstore, die es beim neuen System u.U. auch gibt.
        D.h. es käme auf das gleiche raus, ob man weiterentwickelt oder neu entwickelt. Immer noch kein Argument dafür, dass Windows 7 unsicherer ist. Wobei ich denke, dass bei allen neu entwickelten Teilen neue Lücken entstehen können und damit das ältere System eher sicherer wäre. Allerdings hat Windows 10 vermutlich eh noch einen großen Anteil Code von Windows 7. Worum es mir einfach geht ist, dass ein Betriebssystem halt erst unsicher wird, wenn man es unsicher werden lässt und das mit dem Alter nichts zu tun hat und es im Prinzip egal gewesen wäre, ob jetzt Windows XP, 7 oder 10 das letzte hätte werden sollen. Aber erstmal überhaupt abwarten, ob Windows 10 jetzt das letzte bleibt und wie sich das entwickelt.

        Zitat von fotoman
        Im Idealfall geschieht garnichts, weil keine neue Sicherheitslücke mehr gefunden wird. Wobei das höchst unwahrschenlich ist. Falls Du beruflich etwas mit IT zu tun hast, wirst Du vermutlich mitbekommen haben, wie krankhaft panisch Führungsetagen und Aufsichtsbehörden z.B. auf Spectre/Meltdown reagiert haben ohne überhaupt zu ermitteln (von Verstenhen muss man da garnichtg erst träumen), ob die Anlagen davon betroffen sein könnten oder nicht.
        Und im schlimmsten Fall wird da mit einer Minimalstbesetzung noch halbherzig dran rumgepatcht, wenn was aufkommt und der teure Support ist von daher eher akademischer Natur. Das ist vielleicht ein bisschen pessimistisch, aber halt nicht unmöglich. Im übrigen gibt es in der IT auch oft genug Leute, die am liebsten gar nichts an irgendwas ändern, vor allem, wenn IT die EDV von einer Firma ist und nicht das Hauptgebiet. Da sitzen halt oft Leute, die vor 20-30 Jahren mal "Never touch a running system" aufgeschnappt und für gut befunden haben. Gibt da meiner Meinung nach Ausreißer in beide Richtungen und auch viel dazwischen.
      • Von fotoman Volt-Modder(in)
        AW: Windows 7: Drei zusätzliche Jahre Support gegen Bezahlung

        Zitat von empy
        War der Plan jetzt eigentlich nicht, dass es ab jetzt bei Windows 10 bleiben soll? Was ist denn dann in 10 Jahren?
        Der Name bleibt halt, der Inhalt ändert sich kontinuierlich.

        Zitat von empy
        Was spricht dagegen ein altes Betriebssystem kontinuierlich weiterzupflegen (außer den offensichtlichen wirtschaftlichen Aspekten)?
        Du kannst die Frage ja mal in der Linux-Community stellen. Da gibt es bis auf ein paar wenige kommerzielle Versuche (die bei Ubuntu nicht nur mit Mir kläglich gescheitert sind) GUIs und selbst den Unterbau (X11, Firewall, Startup-System usw) andauernd zu ändern. Getan wird es trotzdem, teilweise nur, weil neues ja so toll und altes immer schlecht und/oder inperformant sein muss. X11 kann man problemlos durch eine SSH-Verbindung tunneln, bei Wayland wurde das mit Absicht vergessen (ja, daran arbeten wir noch.....) und man kann froh, sein, wenn VNC irgendwie läuft.

        Zitat von empy
        Und warum sollte ein lange gepflegtes und erprobtes System mehr Angriffspunkte haben, als ein neues, wenig erprobtes?
        Entweder Weiterentwicklung oder lange gepflegt und erprobt. Natürlich könnte MS Win 7 (warum nicht gleich Win XP oder WIn 2000) vernünftige Touch- und HighDPI-Unterstützung verpassen und sonst noch einiges beibringen, was sie bisher nur in Win 10 integriert haben. Aber genau damit öffnen sie dann die selben Einfallstore, die es beim neuen System u.U. auch gibt.

        Zitat von empy
        Wenigstens gibt es bei Linux nicht nur eine "falsche" Distro, bei der es einem wöchentlich oder zumindest monatlich eventuell das System zerschiesst, sondern mehrere. Und bei eigentlich allen kann man Updates auch einfach nicht installieren.
        Ob ich nun den schalter "Updates nicht automatisch einspielen" unter Linux suche oder eine Batch.-Daten unter Win 10 Home ausführe, kommt auf das Selbe heraus. Die Update sind nach kurzem Eingriff in die Optionen deaktiviert. Spiele ich sie dann iregndwann ein, weil eine Software sie voraus setzt, habe ich auch unter beiden Systemen das selbe Problem (oder bei beiden keins).

        Zitat von empy
        Zum Thema direkt: In Anbetracht der Tatsache, dass sie den Support für aktuelle Hardware schon vor Ewigkeiten eingestellt haben, finde ich das ein dreistes Angebot, auch wenn es vielleicht einigen noch mal 3 Jahre ein gutes Gefühl gibt. Dass da dann noch viel passiert, wäre dann auch erstmal so dahingestellt.
        Im Idealfall geschieht garnichts, weil keine neue Sicherheitslücke mehr gefunden wird. Wobei das höchst unwahrschenlich ist. Falls Du beruflich etwas mit IT zu tun hast, wirst Du vermutlich mitbekommen haben, wie krankhaft panisch Führungsetagen und Aufsichtsbehörden z.B. auf Spectre/Meltdown reagiert haben ohne überhaupt zu ermitteln (von Verstenhen muss man da garnichtg erst träumen), ob die Anlagen davon betroffen sein könnten oder nicht.
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        AW: Windows 7: Drei zusätzliche Jahre Support gegen Bezahlung

        Zitat von azzih
        Und dein "gut funktinierendes Windows 7" ist halt auch leider technisch veraltet und bietet Schadsoftware viel mehr Angriffspunkte als ein neues OS.
        War der Plan jetzt eigentlich nicht, dass es ab jetzt bei Windows 10 bleiben soll? Was ist denn dann in 10 Jahren? Was spricht dagegen ein altes Betriebssystem kontinuierlich weiterzupflegen (außer den offensichtlichen wirtschaftlichen Aspekten)? Und warum sollte ein lange gepflegtes und erprobtes System mehr Angriffspunkte haben, als ein neues, wenig erprobtes? Und bevor jetzt noch jemand mit DX12 kommt: Dass DX12 nicht unter Windows 7 läuft, liegt nicht daran, dass das nicht geht.

        Zitat von Frontline25
        Nun fangen neue Probleme erneut an, obwohl er zurzeit vielleicht nur ein paar stunden in der Woche am Rechner kommt.
        *husthust*

        Zitat von fotoman
        Viel Spaß mit der hoffentlich kompatibenen HW und den ebenso auffindbaren, funktionsähnlichen Anwendungen. Wählst Du die falsche Distribution, dann darfst Du Dich sogar wöchentlich (ode noch häufiger) fragen, ob das anstehen Update Dein System (oder die vn Dir ale essentiell empfundene Anwendung) nicht komplett lahm legt.
        Wenigstens gibt es bei Linux nicht nur eine "falsche" Distro, bei der es einem wöchentlich oder zumindest monatlich eventuell das System zerschiesst, sondern mehrere. Und bei eigentlich allen kann man Updates auch einfach nicht installieren.

        Zum Thema direkt: In Anbetracht der Tatsache, dass sie den Support für aktuelle Hardware schon vor Ewigkeiten eingestellt haben, finde ich das ein dreistes Angebot, auch wenn es vielleicht einigen noch mal 3 Jahre ein gutes Gefühl gibt. Dass da dann noch viel passiert, wäre dann auch erstmal so dahingestellt.
      • Von binär-11110110111 Software-Overclocker(in)
        AW: Windows 7: Drei zusätzliche Jahre Support gegen Bezahlung

        Zitat von matty2580
        Oder einfach Windows 7 weiter laufen lassen.
        Dazu kommen noch ein aktuelles Anti-Vir und schützende Browser-Erweiterungen.
        Oder ein schlankes Debian in ner Vmware oder VBox installieren und nach getaner Netzarbeit zurücksetzen und für "böse" Webseiten gibt es Tails.
      • Von fotoman Volt-Modder(in)
        AW: Windows 7: Drei zusätzliche Jahre Support gegen Bezahlung

        Zitat von Frontline25
        Aber Ich glaube es können viele von ihren Eigenen Erfahrungen rumnörgeln oder anders rum..
        Genauso ist es. Windows ist halt nicht MacOS, das nur auf ein paar fest definierten HW-Plattformanen laufen muss, wo die Anwender das System in der Regel nicht hintenrum komplett verdrehen und wo es anscheinend auch weniger Fremdsoftware gibt, die sich ganz tief ins System, inklinkt.

        Zitat von Frontline25
        Ich werde mal nächstes Jahr (Hoffe ich..) ein neues System Upgrade planen und mich mal an Linux versuchen. Selbst wenns scheitert, sind die Erfahrungen und der Bastelspaß mir immernoch das wert
        Viel Spaß mit der hoffentlich kompatibenen HW und den ebenso auffindbaren, funktionsähnlichen Anwendungen. Wählst Du die falsche Distribution, dann darfst Du Dich sogar wöchentlich (ode noch häufiger) fragen, ob das anstehen Update Dein System (oder die vn Dir ale essentiell empfundene Anwendung) nicht komplett lahm legt.

        Zitat von Muxxer
        Hab festgestellt, das, wenn man Win10 als Privat nutzt fast kein Weg an so ner Enterprise LTSB vorbei führt
        Ich lebe mit WIn 10 Home, komplett deaktivierten Updates (nkl. Downloads) und monatlichem WSUS Offline ganz gut. Alle 1,5 Jahre muss man halt das aktuelle Funktionsupdate einspielen, aber das war unter Win XP und Win 7 mit den Service Packs zumindest zu Beginn der Systeme auch nicht anders.

        Vermutlich liegt die Stabilität meines Systems nur daran, dass es im Grunde eine 5 Jahre alte Win 7 Installation war, die das manuelle Win 10 Update jetzt auch schon seit gut 2 Jahren überlebt.
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