Windows 11: Datei-Explorer soll 30 Prozent schneller löschen
Microsoft hat bestätigt, dass Windows 11 das Löschen großer Dateimengen jetzt um mindestens 30 Prozent beschleunigt. Bis die Optimierung über reguläre Updates bei allen Nutzern ankommt, dürfte allerdings noch einige Zeit vergehen.
Wer regelmäßig Hunderte kleiner Dateien oder einige große Archive auf einmal entfernt, kennt die Gedenksekunde, die sich der Datei-Explorer dafür nimmt. Genau dort setzt Microsoft an und reiht das schnellere Löschen in seine Qualitätsoffensive für Windows 11 ein, zu der zuletzt auch das anpassbare Kontextmenü zählte.
Windows 11 reduziert die Wartezeit beim Löschen
Microsoft hat die Zahl von mindestens 30 Prozent auf einem Treffen mit Windows-Insidern in den USA genannt, von dem ein Teilnehmer gegenüber Windows Latest berichtete. Die Angabe gilt als Untergrenze; intern sind den Informationen zufolge höhere Werte in Aussicht gestellt worden. Den Rollout an Tester kündigte das Unternehmen aus Redmond demzufolge für die kommenden Wochen an.
Wo Windows beim Löschen Zeit verliert
Beim Löschen großer Dateimengen entscheidet neben der SSD vor allem der Verwaltungsaufwand des Dateisystems über das Tempo. Für jede entfernte Datei aktualisiert das Betriebssystem NTFS-Einträge, Berechtigungen, Indizes, Thumbnails und Metadaten. Umso mehr kleine Dateien gleichzeitig im Papierkorb landen, desto schwerer wiegt der Aufwand. Schnellere SSDs lösen das Problem nur zum Teil.
Nach dem Löschen sollen Kopieren und Verschieben folgen
Microsoft will nach dem schnelleren Löschen auch das Kopieren und Verschieben von Dateien beschleunigen. Den Anfang macht die "Massenlöschung", die zuerst exklusiv im Insider-Programm landen wird. Wie Microsoft diese Beschleunigung technisch erreichen möchte, bleibt vorerst weiterhin offen.
Der Datei-Explorer bekommt mehr als nur Tempo
Über die Löschgeschwindigkeit hinaus arbeitet Microsoft an einem schnelleren Start, weniger Flackern und einer aufgeräumten Oberfläche des Datei-Explorers. Laut dem Qualitätsversprechen von Microsoft werde die erste Ausbaustufe vor allem den Programmstart verkürzen und das weiße Aufblitzen im dunklen Modus beheben.
Ein Update vom Mai brachte bereits korrekt verarbeitete Pfade mit Anführungszeichen sowie eine Umbenennung, die Groß- und Kleinschreibung berücksichtigt. Parallel testet das Unternehmen das Vorladen des Datei-Explorers, eine schlankere Variante des Rechtsklick-Menüs und eine stark modernisierte Eigenschaften-Ansicht, die noch aus der Ära von Windows 95 stammt.
Insgesamt hat Microsoft für 2026 bis zu 19 neue Funktionen für Windows 11 in Aussicht gestellt, welche viele der Dauerbaustellen beheben und das Betriebssystem endlich konsistent und performant machen sollen.
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Quelle: Windows Latest

Aber gut, dass mal etwas Sinnvolles geht, der Weg scheint aber noch lang.