Windows 11: Ausblick auf überarbeitete Designs nativer Apps
Mit der neuen Designsprache von Windows 11 sollen auch die Standard-Apps des Betriebssystems ein angepasstes Aussehen erhalten. Hier ein Überblick.
Windows 11 führt mit dem neuen "Design Material" namens "Mica" bekanntlich eine überarbeitete Optik unter dem Motto "Fluent Design" mit abgerundeten Ecken ein, welche den bisherigen Acryl-Effekt für App-Fenster ersetzt und sich zudem auch an das Hintergrundbild anpassen soll. Diese Änderungen betreffen hauptsächlich Systemelemente, was bedeutet, dass App-Entwickler ihre Apps zur Anpassung aktualisieren müssen, während Microsoft selbst fast alle nativen Apps mit dem neuen Look aktualisieren wird.
Die Webseite Windowslatest.com hat Screenshots dieser angepassten Designs gesammelt und bietet so einen Ausblick auf die überarbeiteten Standard-Apps, die sich zur Ansicht in der untenstehenden Bildergalerie finden. Dabei sollen einige der Designs erst in den nächsten Wochen an Tester im Insider-Programm verteilt werden, bevor es dann Ende Oktober in Richtung Release geht.
Bordmittel in neuem Glanz
Zu sehen gibt es unter anderem das überarbeitete Design von MS Paint mit dem neuen Kopfzeilenmenü inklusive Touch-freundlichen Steuerelementen ebenso wie einen Ausschnitt des Notepads mit selbigem. Derweil wird die Fotos-App offenbar ein "schwebendes" Menü erhalten, das Bearbeitungsoptionen wie Zuschneiden, Drehen und mehr enthält.
Weitere Beispiele sind der Sprachrekorder, der Taschenrechner, das Snipping Tool, die Uhr-App mit Unterstützung für "Focus Sessions" und Spotify-Integration sowie Mail- und Kalender-App. Nicht im Bild, aber ebenfalls angepasst werden auch die PowerToys, Microsoft Teams und Office-Apps. Zudem sind laut Windowslatest.com auch kleinere Verbesserungen für Apps wie Groove Music zu erwarten. Derweil sorgt die Umgestaltung des Terminkalenders aktuell bei vielen Testern für Ärger.

Die letzten Jahre hieß es noch wegen der Kritik der Unternehmenskunden an dem "Flat-Design", gerade was Office 2016/2019/365 angeht, man wolle wieder mehr Hervorhebungen und Trennlinien einfügen. Gerade das Zugpferd Outlook war da ein Riesenproblem. Bei den Oberflächen wusste man, ohne Erfahrung durch Trial& Error, nicht eindeutig, wo die Menüleisten aufhören und die Zuordnung z:B. einer "hinzufügen"-Schaltfläche zu einer Gruppe war nicht direkt klar und logisch.
Bei den Standardapps mag das ja mangels Funktionsumfang noch gehen, aber schon die Kalenderapp zeigt, das die Seitenleiste nicht mal eine Trennlinie zwischen Profilen und Kalenderwahl hat. Wenn das Oberflächendesign, wie üblich auch auf die Officeprogramme übertragen wird ist das ja noch schlechter als bisher schon.
Zwischen Menüzeile und dem eigentlichen Programmbereich ist auch noch eine riesige hässliche Lücke(deutlich vor allem in Bild 2). Nur weil Bildschirme und Auflösungen größer werden muss der Arbeitsbereich nicht angepasst werden, damit man genau so viel/wenig sieht wie vorher. Geht irgendwie am Nutzen vorbei.