Windows 11: So will Microsoft sein Betriebssystem sicherer machen

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Windows 11: So will Microsoft sein Betriebssystem sicherer machen
Quelle: Microsoft

Microsoft baut Windows 11 in den kommenden Monaten kräftig um. Neben den unbeliebten KI-Features gehören dazu auch neue Sicherheitsfeatures, mit denen das Betriebssystem zuverlässiger und stabiler arbeiten soll.

Im Rahmen der Ignite-Entwicklerkonferenz 2025 hat Microsoft nicht nur den 40. Geburtstag von Windows gefeiert, sondern auch einen Ausblick auf die kommenden Änderungen für das Betriebssystem gegeben. Neben einer Flut an KI-Funktionen, die bei der Windows-Community bestenfalls bescheiden ankommen, verspricht das Unternehmen immerhin auch ein paar Sicherheitsänderungen, die tatsächlich auch beim Durchschnittsnutzer wirksam werden sollen.

Bitlocker und Windows Hello mit Überarbeitung

Der Kern der Anpassungen betrifft Bitlocker, das einige Neuerungen erhält. Mittels Hardwarebeschleunigung soll die Datenverschlüsselung nicht mehr primär vom Prozessor übernommen werden, sondern (sofern vorhanden) von speziellen Sicherheitsmodulen. Hiervon versprechen sich die Entwickler ein gesunkenes Risiko, dass Angreifer über Sicherheitslücken oder Speicherfehler an sensible Informationen gelangen.

Parallel dazu verbessert Microsoft den Umgang mit Nutzerkonten. Da Angriffe auf Passwörter und Identitäten weiterhin zu den häufigsten Cyberbedrohungen gehören, rückt das Unternehmen passwortlose Authentifizierung mittels Passkeys stärker in den Vordergrund.

Das überarbeitete Windows-Hello-System unterstützt ab dem November-Update 2025 die Integration von Passkey-Managern wie 1Password oder dem Microsoft Password Manager in Edge. Nutzer sollen sich so über biometrische Verfahren oder Sicherheitsschlüssel anmelden können, ohne klassische Passwörter eingeben zu müssen.

Aus dem Crowdstrike-Desaster gelernt

Ein weiterer Fokus liegt auf der Stabilität und Sicherheit von Gerätetreibern. Seit April 2025 gelten im Rahmen der Microsoft Virus Initiative strengere Anforderungen an Antivirus-Hersteller, um ihre Treiber signieren zu dürfen. Zeitgleich verlagert Microsoft künftig sicherheitskritische Prozesse aus dem Kernel- in den User-Modus.

Dadurch kann ein fehlerhafter Virenschutz-Treiber nicht länger das gesamte System lahmlegen, sondern wirkt sich nur auf die jeweilige Anwendung aus, wie das Unternehmen als Beispiel nennt und damit wohl seine Lehren aus dem Crowdstrike-Desaster zieht.

In die gleiche Richtung geht auch die erweiterte "Driver Resiliency"-Strategie. Microsoft verschärft eigenen Angaben zufolge die Zertifizierungsbedingungen für Treiber und baut das Angebot eigener standardisierter Treiber aus. Hardwarepartner sollen künftig weniger eigene Kernel-Treiber entwickeln müssen und stattdessen auf geprüfte Windows-Komponenten zurückgreifen. Über die nächsten Jahre soll so der Anteil von Code im Kernel-Modus (etwa bei Kamera-, Audio- oder USB-Treibern) spürbar sinken.

Für unvermeidliche Kernel-Treiber, etwa im Grafikbereich, führt Microsoft neue Sicherheitsmechanismen ein: Compiler-Grenzen sollen riskantes Verhalten einschränken, während Isolationstechniken ungewollten Speicherzugriff verhindern. So sollen Systemabstürze durch fehlerhafte Treiber künftig deutlich seltener werden.

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Quelle: Windows Blog

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    • Kommentare (3)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von T-MAXX Volt-Modder(in)
        Zitat

        ...die Integration von Passkey-Managern wie 1Password oder dem Microsoft Password Manager
        Ob es sicherer sein wird, lasse ich mal offen, denn das scheiden sich die Geister.
        Ich nutze keine Key-Manager Programme, weil ich kaum Passwörter verwende. Das ist nur Mehraufwand und wenn die Programme mal versagen, dann macht es ein Zettel Papier mit Passwörtern auch. So ein Zettel sollte natürlich gut aufbewahrt werden. Hat mir schon oft den Zugang gerettet...
      • Von T-MAXX Volt-Modder(in)
        Zitat

        ...die Integration von Passkey-Managern wie 1Password oder dem Microsoft Password Manager
        Ob es sicherer sein wird, lasse ich mal offen, denn das scheiden sich die Geister.
        Ich nutze keine Key-Manager Programme, weil ich kaum Passwörter verwende. Das ist nur Mehraufwand und wenn die Programme mal versagen, dann macht es ein Zettel Papier mit Passwörtern auch. So ein Zettel sollte natürlich gut aufbewahrt werden. Hat mir schon oft den Zugang gerettet...
      • Von _Oskar_ Software-Overclocker(in)
        Zitat von eggfish
        Damit Platz gemacht wir für Bluescrens durch Kernel Anti Cheat.
        Du kennst die Lösung.
      • Von eggfish Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat

        Über die nächsten Jahre soll so der Anteil von Code im Kernel-Modus (etwa bei Kamera-, Audio- oder USB-Treibern) spürbar sinken.
        Damit Platz gemacht wir für Bluescrens durch Kernel Anti Cheat.
      Direkt zum Diskussionsende
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