Windows 11 und 10: Sorgt TPM 2.0 mit AMD-CPUs für Performance-Probleme?

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Windows 11 und 10: Sorgt TPM 2.0 mit AMD-CPUs für Performance-Probleme? (1)
Quelle: AMD

Mehrere Nutzer berichten in Foren und auf Reddit davon, dass es Probleme in Verbindung mit AMD-Prozessoren unter Windows 11 und Windows 10 gibt. Ein aktiviertes TPM 2.0 soll die Ursache sein.

Seit Anfang Oktober 2021 ist Windows 11 offiziell verfügbar und wird via Windows Update in mehreren Wellen bis voraussichtlich Mitte 2022 an alle PCs verteilt, die über kompatible Hardware verfügen und gewillt sind, das kostenlose Update in Anspruch zu nehmen. Einigen Nutzern sind allerdings Performance-Probleme aufgefallen, die im Zusammenhang mit dem L3-Cache bei AMDs Ryzen-Prozessoren stehen. Mittlerweile sind derartige Bugs von AMD und Microsoft mit Patches wie etwa KB5006746 gelöst worden. Nun melden sich erneut Nutzer von AMD-Prozessoren und berichten über Performance-Probleme.

Wie soll man die Bugs beheben können?

So kann es etwa zu Rucklern kommen, manche berichten auch über Audio-Probleme. Neben Windows 11 hat auch Windows 10 mit diesen Bugs zu kämpfen. Nicht alle PC-Nutzer mit einem AMD-Prozessor sind von diesen Symptomen betroffen. Die Probleme treten immer nur vereinzelt für wenige Sekunden auf. Einige Anwender haben ein aktiviertes TPM im Verdacht, dass die Ursache für die Probleme sein könnte. Falls man "fTPM" im UEFI-BIOS deaktiviert, sollen die Bugs verschwinden.

Aktuell ist nur eine kleine Zahl von Nutzern betroffen. Momentan ist unklar, warum es zu diesen Bugs kommt. Wer nicht selbst experimentieren möchte, sollte auf einen offiziellen Patch von AMD und Microsoft warten.

Was ist das Trusted Platform Module?

Das Trusted Platform Module in Version 2.0 gibt es seit dem Jahr 2015. In bisherigen Windows-Versionen ist die Aktivierung rein optional, wenn man jedoch die Festplattenverschlüsselung Microsoft Bitlocker nutzt, dann ist man bereits ein TPM-2.0-Nutzer. Viele Firmen-PCs haben ebenfalls TPM aktiv, teilweise sogar mit einem physischen TPM-Chip auf dem Mainboard. TPMs erzeugen kryptografische Schlüssel, legen diese sicher ab und benutzen diese, um ein Betriebssystem sicher starten zu lassen. TPM 2.0 kann verschiedene Krypto-Algorithmen verwenden. Nur Deutschland und China wollten 2012 verhindern, dass TPM 2.0 ein ISO-Standard wird. Es wird befürchtet, dass die Nutzer weniger Kontrolle haben und - theoretisch - Virensoftware beeinträchtigen könnte. Tatsächlich bewiesen sind diese Einschränkungen aber nicht, da es beispielsweise Linux-Distributionen mit TPM-Support gibt und so Windows-Nutzer auch parallel auf einem PC ein zweites Betriebssystem installieren können.

Das Firmware-TPM läuft in einer vertrauenswürdigen Ausführungsumgebung (TEE) im Prozessor ab, statt auf einen physischen Chip zu setzen. Wenn nun Code im TEE geladen wird, findet die Ausführung isoliert von anderen Vorgängen ab. Ein TPM-Chip dagegen ist eine Art Smartcard. Mit TPM 2.0 soll - im Zusammenspiel mit Secure Boot - der Boot-Vorgang von Windows besser vor Angriffen geschützt werden. Sowohl TPM, als auch Secure Boot gehören zur Virtualization-based Security - kurz VBS - unter Windows 11. In einem separaten Artikel erklären wir, was es mit VBS-Maßnahmen und HVCI alias Kernisolierung auf sich hat.

Ebenfalls lesenswert: Update auf Windows 11: So aktiviert man TPM 2.0

Sammlung zu Problemen unter Windows 11 und Windows 10 mit AMD-Prozessoren:

  • Etliche Nutzer von PCs mit einem AMD-Prozessor melden, dass es - manchmal - zu Problemen unter Windows 11 und Windows 10 kommt.
  • So gibt es für einige Sekunden Ruckler oder Audio-Probleme.
  • Manche Anwender konnten die Probleme beheben, indem im UEFI-BIOS die Funktion "fTPM" deaktiviert wird. So könnte es sein, dass ein aktiviertes TPM 2.0 für die Bugs verantwortlich ist, auch wenn dies nur eine Vermutung ist.
  • Wer nicht selbst experimentieren möchte, sollte auf einen offiziellen Patch von AMD und Microsoft warten.

Quellen: Reddit, Linux-Magazin, Wikipedia

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    • Kommentare (20)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von X-CosmicBlue BIOS-Overclocker(in)
        Ich habe hier einen 3800x und ebenfalls alle paar Minuten eine kleine Kunstpause beim Zocken, sprich das Bild bewegt sich für 1 oder 2 Sekunden nicht.
        Das Problem besteht erst seit der Nutzung von W11 und ein _De_aktivieren von fTPM brachte _keine_ Besserung.

        Aber...im BIOS bei den Einstellungen zum Precision Boost Overdrive die Maximale Leistungsaufnahme auf 65Watt zu begrenzen wirkt wunder. Das Rukeln alle paar Minuten ist weg und Cinebench zeigt auch so gut wie keine Leistungseinbußen.

        Schon etwas komisch, oder?
        HWInfo macht sehr deutlich, dass die CPU nur noch durchschnittlich (eher permanent) 65 Watt zieht statt wie vorher durchschnittlich 95 Watt (ist ja eigentlich eine CPU mit einer maximalen Leistungsaufnahme von 105 Watt).
        Der Boosttakt fällt entsprechend etwas niedriger aus (statt 4350 MHz nur noch etwa 4275) und möchlicherweise auch für kürzere Zeitspannen, aber ansonsten ist alles gut.

        An der Temperatur lag es überigens nicht.

        Das Problem mit dem Ruckeln verschwindet überigens auch, wenn ich nur 6 Kerne im BIOS aktiviere.

        Für mich sieht es also so aus, als sei nicht fTPM das Problem, sondern das der AMD-Fix für Win11, Windows 11 selbst oder das Energiemanagment unter Windows11 Probleme mit den Ryzen-CPUs haben.
        Eventuell auch der Scheduler von Windows 11 bei mehr als 6 Kernen.
      • Von X-CosmicBlue BIOS-Overclocker(in)
        Ich habe hier einen 3800x und ebenfalls alle paar Minuten eine kleine Kunstpause beim Zocken, sprich das Bild bewegt sich für 1 oder 2 Sekunden nicht.
        Das Problem besteht erst seit der Nutzung von W11 und ein _De_aktivieren von fTPM brachte _keine_ Besserung.

        Aber...im BIOS bei den Einstellungen zum Precision Boost Overdrive die Maximale Leistungsaufnahme auf 65Watt zu begrenzen wirkt wunder. Das Rukeln alle paar Minuten ist weg und Cinebench zeigt auch so gut wie keine Leistungseinbußen.

        Schon etwas komisch, oder?
        HWInfo macht sehr deutlich, dass die CPU nur noch durchschnittlich (eher permanent) 65 Watt zieht statt wie vorher durchschnittlich 95 Watt (ist ja eigentlich eine CPU mit einer maximalen Leistungsaufnahme von 105 Watt).
        Der Boosttakt fällt entsprechend etwas niedriger aus (statt 4350 MHz nur noch etwa 4275) und möchlicherweise auch für kürzere Zeitspannen, aber ansonsten ist alles gut.

        An der Temperatur lag es überigens nicht.

        Das Problem mit dem Ruckeln verschwindet überigens auch, wenn ich nur 6 Kerne im BIOS aktiviere.

        Für mich sieht es also so aus, als sei nicht fTPM das Problem, sondern das der AMD-Fix für Win11, Windows 11 selbst oder das Energiemanagment unter Windows11 Probleme mit den Ryzen-CPUs haben.
        Eventuell auch der Scheduler von Windows 11 bei mehr als 6 Kernen.
      • Von Cross-Flow BIOS-Overclocker(in)
        Nee nee, das Ding ist halt das ich vorher nie! irgendwelche Probleme hatte, bis zu dem Zeitpunkt wo ich mit TPM rumgespielt habe. Vorher lief ja alles
      • Von Cross-Flow BIOS-Overclocker(in)
        Ich konnte bei mir, Zen 2 mit B450, exakt das gleiche nachstellen wie in dem Vid hier -> [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Zwar andere Spiele jedoch gleiches Verhalten. Mein Win 10 pro for workstations ist auf dem aktuellen stand, TMP im Bios ist aktiv.

        Mit ist aufgefallen das in dem Moment wo dieses "geruckel" kommt auch gleichzeitig alle USB Geräte rausfliegen, gemerkt hab ich das nur weil meine USB Soundkarte komplett ausgestiegen ist und erst nach einem reconnect wieder wollte.

        Nachdem ich nun ein paar Wochen ohne die externe Soundkarte unterwegs bin kann ich sagen das diese "ruckler" nie wieder aufgetreten sind.
      • Von wuselsurfer Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von P1Jay
        Wenn die Linux-Community wirklich so ... arrogant ... ist wie man es in der kleinen Videoserie "Gaming on Linux" von Linus Tech Tips gesehen hat, wird es nie wirklich eine Alternative werden.
        Es ist vorbei.

        Vor 15 Jahren hatte man mal die Chance Windows endgültig zu überholen.
        Stattdessen konnte man sich nicht auf eine bevorzugte Version einigen, die einheitlich weiterentwickelt wird.

        Eine einheitlichen Installer, der dem Benutzer das Rumgegurke in der Konsole abnimmt, hab ich vor zwei Jahren noch nicht gesehen, als ich mal Ubuntu neu auf einen PC installiert habe.

        Beim ATI-Treiber hat das System gleich die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen und das Konsolengeeiere ging los.

        Zitat von P1Jay
        Für jene die nur ein bisschen Office machen und im Browser surfen kann es durchaus eine Alternative sein solange man sich von der Vielzahl an Möglichkeiten der Möglichkeiten nicht erschlagen oder überfordert fühlt.
        Fragt mal Apple, wie man das benutzerfreundlich hinbekommt.
        Da weiß niemand, was eine Konsole ist und was der Sudo da immer macht.
      • Von P1Jay PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von Jairus73
        offiziell ablöst ... werden bestimmt wieder viele zu Linux wechseln xD
        Wenn die Linux-Community wirklich so ... arrogant ... ist wie man es in der kleinen Videoserie "Gaming on Linux" von Linus Tech Tips gesehen hat, wird es nie wirklich eine Alternative werden.

        Antworten wie "Hier ist der Link, lies dich mal ein" möchten User, die nach 9 Stunden Arbeit heim kommen nicht lesen.

        Für jene die nur ein bisschen Office machen und im Browser surfen kann es durchaus eine Alternative sein solange man sich von der Vielzahl an Möglichkeiten der Möglichkeiten nicht erschlagen oder überfordert fühlt.
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