Windows 11: Updates fallen kleiner aus und sollen weniger nerven
Microsoft hat erklärt, wie man Update-Pakete bei Windows 11 um bis zu 40 Prozent kleiner macht, als beim Vorgänger und warum der Aktualisierungsprozess weniger nerven soll.
Jüngst war der erste monatliche Patchday, in dem auch Windows 11 bedacht wurde. Erfreulicherweise werden kumulative Updates, wie beispielsweise KB5006674, auch für PC ausgerollt, die über einen offiziell nicht-kompatiblen Prozessor verfügen und manuell auf Windows 11 aktualisiert wurden. Nun hat Microsoft bekannt gegeben, wie man die Update-Größe um gut 40 Prozent im Vergleich zum Vorgänger reduzieren konnte.
Neuer Ansatz sorgt für kleinere Updates in Windows 11
Seit Windows 10 Version 1809 basiert Windows Update auf einem neuen Komprimierungsverfahren. Hierbei nutzt man ein mathematisches Verfahren mit Vorwärts- und Rückwärtsdifferentialen, sodass das Betriebssystem erkennen kann, welches Update-Teil noch auf dem PC fehlt. Allerdings bestehen die Updates aus nicht zusammenhängenden Teilen, sodass das Update-Paket bislang nicht wesentlich kleiner ausfällt. Folglich muss man mit einem bidirektionalen Delta arbeiten, um zu überprüfen, welche Daten wie übertragen werden müssen. Kurz gesagt: Zwar sind die Updates etwas kleiner als zu Beginn von Windows 10, aber auch nicht wirklich viel kleiner.
Es war also Zeit, für Windows 11 das Komprimierungsverfahren zu überarbeiten. Nun nutzt das Betriebssystem einen neuen Ansatz namens "Reverse Update Data Generation". Hierbei wird der Patch durch den Schritt der Delta-Anwendung beobachtet und in ein umgekehrtes Delta umcodiert, sodass man nicht mehr mit einem bidirektionalen Delta arbeiten muss. Kurz gesagt: Der Update-Prozess wird verkürzt und Windows 11 lädt nur noch die Bestandteile eines kumulativen Updates auf den PC, die dort noch nicht vorhanden sind. So kann man die Update-Größe um rund 40 Prozent im Vergleich zu Windows 10 reduzieren.
Updates für Windows 11 sollen weniger nerven
Microsoft hat allerdings auch den Installationszeitpunkt von Updates bei Windows 11 geändert. Standardmäßig ist nun der Benachrichtigungsassistent aktiviert. Hierbei versucht Microsoft zu ermitteln, in welcher Zeitspanne viele Nutzereingaben stattfinden und definiert diese als Nutzungszeit. Während dieser Zeit werden keine Updates heruntergeladen. Vielmehr findet die automatische Suche nach Aktualisierungen immer dann statt, kurz nachdem der PC hochgefahren ist. Der PC wird erst dann neu gestartet, um die Updates zu installieren, wenn die Nutzungszeit vorbei ist. Wer möchte, kann die Nutzungszeit jederzeit manuell anpassen.
In der Einstellungsapp öffnet man den Bereich System und klickt dort auf den Benachrichtigungsassistenten.
- Unter dem Punkt automatische Regeln kann man nun festlegen, wann die Start- und Endzeit ist. Zudem lässt sich eine Wiederholung definieren, etwa an Wochentagen.
- Ergänzend lässt sich festlegen, ob nur Alarme wie Wecker und Timer durchgestellt werden sollen, oder auch App-Benachrichtigungen, die man in der Prioritätsliste genannt hat.
- Im Bereich Windows Update lässt sich unter den erweiterten Optionen festlegen, ob man generell eine Benachrichtigung eingeblendet bekommen möchte, wenn ein Neustart erforderlich ist, um eine Aktualisierung abzuschließen. Falls man hier auf Nein geht, sieht man nur im Startmenü beim Ein-/Ausschalter, dass ein Update beim Herunterfahren installiert wird, man wird aber nicht während der Arbeit durch eine Benachrichtigung gestört.
Laut dem Microsoft-CEO Satya Nadella ist Windows 11 für die nächste Dekade entwickelt, sprich das Betriebssystem soll wohl bis zum Jahr 2030 unterstützt werden. Jedes Jahr wird es ein kostenloses, optionales Feature-Update geben, wobei jede Version 24 Monate mit kumulativen Sicherheits- und Bugfix-Updates versorgt wird.
Ebenfalls lesenswert: Windows 11 KB5006674: Sicherheitsupdates kommen auch auf nicht-unterstützte PCs
Sammlung zu kleineren Windows Updates unter Windows 11:
- Microsoft hat erklärt, wie man die Windows Updates unter Windows 11 in der Größe um 40 Prozent reduzieren konnte.
- So lädt das neue Betriebssystem nur noch die Teile eines kumulativen Updates auf den PC, die sich bisher noch nicht auf dem Computer befunden haben.
- Zudem soll Windows 11 keine Update-Suche mehr innerhalb einer definierten Nutzungszeit unternehmen. Vielmehr wird kurz nach dem PC-Start nach Aktualisierungen gesucht und die Installation beim Herunterfahren abgeschlossen.
Quelle: Microsoft

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Ich hab aber schon lange keinen PC mehr mit Home-Version und kann da nicht nachsehen.
Das ist etwas, dass man als jemand der seit WinXP immer die Professional (oder im Falle von Win7 die Ultimate) benutzt hat schnell vergisst.
Dennoch ist die Funktion nicht neu - Microsoft erbarmt sich nur, auch dem billigen Home-Lizenz-Pöbel (
Es ist ein schlechtes Design, wenn nach Windows Installation oder Update zu viele unnötige Dinge aktiviert werden, die in manchen Bereichen einfach nur stören.
Ich denke da an den Recording Bereich, wo die Audio Applikationen near-real time Performance benötigen.
Da gibt es zwei typische Problembereiche: a) schlechte Treiber (DPC Latenzen), b) Background Tasks.
Aber auch Gamer möchten ungerne beim PvP von unnötig hochstartenden Jobs gestört werden.
Es ist immer eine ziemliche Fisselsarbeit nicht benötigte Hintergrunddienste oder Background Jobs, die periodisch gestartet werden, auf einem Windows System loszuwerden.
Schon mal was von defensiver Programmierung gehört ? Man sollte solche Automatismen erstmal ausstellen oder es den Anwender gleich selbst parametrisieren lassen. Aber nicht immer die Rechner Resources des Anwenders (es ist MEIN Rechner) unnötig in Beschlag nehmen und Last generieren.
Aber das man solche Basiscs immer wieder erklären muss ... das sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein und so werden kommerzielle Unix Systeme seit Dekaden auch immer installiert. Erstmal alle Dienste aus, wenn Du was brauchst ... (selber) MACHEN .. nicht den Rechner mit Diensten und Jobs zumüllen.