MMO Wildstar von Ncsoft und Carbine: Fraktionen, Pfade, Endgame, Raids und PvP vorgestellt
Zu Wildstar veranstalteten NCSOFT und Carbine Studios ein Presse-Event im englischen Brighton, bei dem die Kollegen von Buffed.de die Gelegenheit hatten, mit dem kunterbunten MMO auf Tuchfühlung zu gehen. In der Vorschau gibt es Infos zu den Pfaden, den Missionen, dem Endgame und dem PvP.
Wildstar: Die Qual der Wahl
In Wildstar stehen sich zwei verfeindete Fraktionen gegenüber. Über die böse Seite der Macht müssen wir vorerst noch den Mantel des Schweigens hüllen, bis wir darüber berichten dürfen. Die Guten in Wildstar sind die Exile. Eine Gruppe von Rebellen, Söldnern und Ausgestoßenen. Zu den Völkern der Exile zählen Menschen (die auf beiden Fraktionsseiten spielbar sind), die Granok (kräftige Schädelknacker, die ihren Argumenten gerne mit roher Gewalt Nachdruck verleihen) und die Aurin (das bevorzugte Volk für Fans von Baumkuschlern).
Habt Ihr Euch für ein Volk entschieden, steht Ihr vor der nächsten großen Wahl: Welche Klasse soll ich spielen? Zu den bisher bekannten Klassen Esper, Spellsinger und Krieger gesellt sich auch noch eine weitere Profession, die für Fans von klassischen Schurken geeignet ist und über die wir erst ab 13. Februar berichten dürfen. Wie in fast jedem Online-Rollenspiel sammeln wir Erfahrung und steigen im Level auf. Bei jedem Stufenaufstieg erhalten wir Punkte, die wir auf bevorzugte Attribute verteilen. Nach und nach erlernt jede Klasse zudem neue Skills, die unseren Spielstil prägen.
Aus dem Pool an freigeschalteten Fähigkeiten wählen wir diejenigen, die zu unserem Spielstil passen und legen sie in die Aktionsleiste. Der Platz in der Aktionsleiste ist beschränkt. Sofern wir uns nicht im Kampf befinden und die gewünschten Fähigkeiten auch erlernt haben, lassen sich die Skills aber jederzeit austauschen. Aus einem Krieger mit starken Einzelziel-Angriffen machen wir so in Windeseile einen Tank. Oder wir verwandeln unseren Spellsinger vom Flächenschaden-Monster zum kontrollierenden und verlangsamenden Spezialisten.
Wildstar: Die Pfade
Mit der Volks- und Klassenwahl ist es aber in Wildstar nicht getan. Zusätzlich wählt Ihr einen von vier Pfaden, die sich maßgeblich auf die Aufgaben auswirken, die Ihr in den Gebieten vorfindet. Auf dem Event erhielten wir erstmals Informationen zu den Pfaden Entdecker und Soldat. Zu den Missionstypen, die dem Siedler und dem Wissenschaftler zur Verfügung stehen, haben wir noch keine Informationen.
Wildstar: Die vier Pfade:
Der Wissenschaftler: Untersucht gewissenhaft die Umgebung nach Hinweisen, um herauszufinden, was auf Nexus passiert ist.
Der Soldat: Er löst Probleme am liebsten mit blanker Gewalt.
Wildstar: Missionstypen
- Rettungsmissionen
- Zerstörung
- Erobern
- Erstschlag
- Beschützen
- Mordkommando
- Sichern
Der Siedler: Mit diesem Pfad wird Eure Kreativität angeregt und Ihr baut verschiedene Dinge in der Spielwelt.
Der Entdecker: Der Entdecker findet versteckte Wege und Eingänge zu Höhlen, in denen Beute und geheime Durchgänge warten.
Wildstar: Missionstypen
- Gebiete sichern
- Auskundschaften
- Schnitzeljagd
- Geheime Durchgänge finden
- Karte aufdecken
Habt Ihr Euch einmal für einen Pfad entschieden, gibt's kein Zurück mehr. Je nach Wahl erhaltet Ihr neben den normalen Aufgaben weitere Missionen, die zum Pfad passen. Als Entdecker stolpert Ihr des Öfteren über zugeschüttete Höhleneingänge, die Ihr wieder freilegt, um anschließend den Untergrund zu erforschen. Befindet Ihr Euch in einer Gruppe, können Mitspieler Euch folgen. Im späteren Spielverlauf soll es sogar Dungeon-Eingänge geben, für deren Öffnung ein Spieler mit dem Entdecker-Pfad in der Gruppe erforderlich ist.
Als Soldat erwarten Euch hauptsächlich Aufträge, bei denen Ihr Angriffswellen kleinerer Gegner zurückschlagt oder größere und gefährlichere Feinde über den Jordan schickt. Der Wissenschaftler arbeitet hingegen mit dem Kopf und untersucht Elemente in der Spielwelt, um mehr über die geschichtlichen Hintergründe des Planeten Nexus zu erfahren. Zum Siedler ist noch nicht viel bekannt. Er soll seine besonderen Fähigkeiten dank des Housing-Systems ausspielen, mit dem sich sogar Bereiche in der offenen Spielwelt umgestalten lassen.
Die Wahl des Pfades soll Euren persönlichen Spielstil unterstreichen und mit abwechslungsreichen Aufgaben den Quest-Alltag auflockern. Die Philosophie hinter diesem Design lautet: "Spiele, wie du möchtest." Außerdem werden die Pfad-Missionen dynamisch in der Spielwelt erscheinen. Das bedeutet, dass zwei Krieger mit dem gewählten Pfad Soldat unterschiedliche Level-Erfahrungen machen können. Eine tolle Idee, denn auch in Wildstar werdet Ihr eine Menge Feinde töten, um das Maximal-Level zu erreichen. Die Monsterhatz wird so durch variantenreiche Aufgaben deutlich kurzweiliger.
Beim Lösen der Quests im neu vorgestellten Gebiet Deradune haben wir als Entdecker beispielsweise einen verdächtig aussehenden Baumstamm gefunden, den wir auch nur mit diesem Pfad besteigen können. Nach einer kniffligen Sprung- und Balanciereinlage erreichen wir den Wipfel des Baumes und freuen uns über zusätzliche Erfahrung und eine Art Datacron, das uns mit spannenden Infos zur Spielwelt versorgt. Zudem haben wir einen geheimen Höhleneingang entdeckt. In der Grube konnten wir neue Missionen annehmen und fanden einen Durchgang zu einem anderen Bereich der Karte, den wir fortan als Abkürzung nutzen.
Quelle: NCSOFT
Wildstar soll in den nächsten drei Monaten in die Closed Beta starten. (25)
Wildstar: Missionen und Events
Dynamische Events sind nichts Neues mehr im Genre der MMOs. Auch in Wildstar gibt es aufploppende Events, für die Ihr Euch mit anderen Spielern zusammentut. Passend zum abgefahrenen Setting der Welt bekommt Ihr es mit Killer-Robotern und verrückten Tieren wie etwa gigantischen Mammuts zu tun. Entwickler Carbine Studios hat bei der Gestaltung der Gegner teilweise eng mit der Community zusammengearbeitet. So entstand nach den Wünschen der Fans beispielsweise eine Art Roboterhund mit Gewehren als Beinen, der in einer der ersten Gruppen-Quests als Gegner herhält. Habt Ihr mal keine Lust Missionen abzuschließen, sorgt das Housing-System für Zerstreuung. Allerdings hatten wir beim Presse-Event keine Möglichkeit, das Housing anzuspielen. Schade, denn was die Entwickler uns über die veränderbare Welt, das Housing und die Verbindung zum Endgame erzählt haben, klingt sehr vielversprechend.
Wildstar: Endgame und Hardcore-Raids
Nicht nur der Weg zum Maximal-Level soll in Wildstar von unterschiedlichen und abwechslungsreichen Missionen geprägt sein. Auch im Endgame soll jeder Spielertyp seine bevorzugte Form der Beschäftigung finden. Neben dem Housing, bei dem sich kreative Naturen austoben, gibt's Instanzen und Hardcore-Raids für Gruppenspieler sowie PvP. Die Raids sollen in Wildstar im Gegensatz zu Schlachtzügen in anderen Spielen stets spannend bleiben. Erreichen will das Entwickler Carbine Studios durch dynamische Encounter in den Instanzen, die wöchentlich wechseln. Die besten Gilden können deshalb nicht wie gewohnt einen Boss-Kampf einüben, um ihn dann immer und immer wieder problemlos zu meistern, sondern müssen sich wöchentlich auf eine neue Herausforderung einstellen.
Die besten Spielergemeinschaften des Servers sollen aber für die Strapazen mit Mounts und tollen Items belohnt werden. Die Belohnungen werden hoffentlich einen angenehmen Konkurrenzkampf zwischen den Topgilden auf den Servern befeuern. Solisten werden ebenfalls fortwährend mit neuen Aufgaben versorgt. Der Plan des Teams ist es, monatlich neue Inhalte nachzuschieben, die die Geschichte der Spielwelt in neuen Quests erzählen und die Welt teilweise verändern. Das kann beispielsweise auch bedeuten, dass neue Events für Story-Wendungen sorgen.
Quelle: NCSOFT
Wildstar soll in den nächsten drei Monaten in die Closed Beta starten. (19)
Wildstar: PvP
Wenige Informationen gibt's bisher zum PvP. Die Entwickler haben uns aber verraten, dass es mit dem Elder-PvP einen Modus für riesige Massenschlachten gibt. Außerdem wird es in den Warplots genannten Schlachtfeldern möglich sein, mithilfe des Housing-Systems eigene Battlegrounds zu gestalten. Von normalen Deathmatch- und Capture-the-Flag-Karten bis hin zu ausgefallenen Maps, auf denen sogar Gebäude mit Boss-Begegnungen errichtet werden können - Spieler sollen ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Die Ankündigung klingt super. Aber auch diesen Inhalt von Wildstar könnten wir auf dem Event nicht anspielen. Deswegen bleibt abzuwarten, inwiefern Entwickler Carbine Studios die Pläne umsetzen kann. Selbstgestaltete Schlachtfelder könnten aber für eine erhebliche Langzeitmotivation sorgen. Spiele wie Warcraft 3 leben auch heute noch von einer kreativen Community, die immer wieder mit neuen Ideen und Karten daherkommt. Das könnte auch in Wildstar funktionieren.
Wildstar: Fazit
Das war natürlich noch nicht alles zu Wildstar - am 13. Februar 2013 folgt ein weiterer Artikel auf buffed.de zur bösen Fraktion und ihren Völkern. Was wir bisher gesehen und gespielt haben, lässt ein gutes Online-Rollenspiel erkennen. Ein wenig enttäuschend war, dass wir die großangekündigten veränderbaren Schlachtfelder und die Raids nicht vor Ort anspielen durften. Diese Features machen Wildstar einzigartig - wenn sie funktionieren, was wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschätzen können. Der Erfolg von Wildstar steht und fällt außerdem mit dem Bezahlmodell. Bislang gibt es aber noch keine konkreten Informationen darüber, wie sich Wildstar finanziert. Als Free2Play oder Buy2Play hat Wildstar aber gute Chancen, sich trotz der eigenwilligen Comic-Optik einen Platz im hart umkämpften MMO-Markt zu sichern. Einen eigenen Eindruck werdet Ihr Euch wahrscheinlich frühestens in der Closed Beta verschaffen können, die noch in diesem Jahr starten soll. Der Release ist auch noch für 2013 geplant.

Ich persönlich bevorzuge ja aus taktischen und gruppen/ raid Sicht eher ein passives System, mit diversen Spells etc. eben wie gewohnt von EQ2.
MfG