Watch Dogs: Legion - GPU-Messwerte
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Watch Dogs: Legion - GPU-Messwerte

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Special Raffael Vötter Philipp Reuther David Krausbauer Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Auf der zweiten Seite des Artikels prüfen wir die Grafikkartenleistung in Watch Dogs Legion mit und ohne Raytracing.

Sehen wir uns anhand eines Beispiels an, wie teuer die RT-Reflektionen im aktuellen Zustand von Watch Dogs Legion sind. Wir testen den "Showcase-Zustand": einen High-End-PC mit werkseitig übertakteter Geforce RTX 3090 in Ultra HD. Die Ergebnisse:

Der Performance-Einschnitt durch Raytracing ist zweifellos hoch und nicht einmal mit einer übertakteten RTX 3090 lassen sich in höheren Auflösungen 60 Fps erzielen. Nvidias Upscaling DLSS hilft durch eine interne Reduktion der Pixel und damit den benötigten Rays den Bildraten insbesondere beim Einsatz von Raytracing gehörig auf die Sprünge, allerdings müssen Sie DLSS auf aggressiver Stufe nutzen oder anderweitig Details reduzieren, um in "Ultra HD" selbst mit den neuen Ampere-GPUs flüssige Bildraten zu erzielen - ärgerlich: Der RTX 3070 geht bei maximalen Details und Raytracing bereits in Full HD der Speicher aus, eine weitere Reduktion von Details ist notwendig, um mit der kleinen Ampere auf einen grünen Zweig zu kommen. Eventuell hilft an dieser Stelle der für den 30.10 angekündigte Performance-Patch ein wenig, es steht schließlich auch zu beachten, dass Nvidia viel daran gelegen sein dürfte, dass nicht gleich der erste neue Triple-A-Titel - der noch dazu in Kooperation mit Nvidia entstand - sofort eine Schwachstelle der gerade erschienen GPU aufzeigt. Die leistungsfördernde Wirkung von DLSS demonstriert der folgende Benchmark. Erneut testen wir in Ultra HD, lassen dabei die RT-Reflektionen auf "Ultra" und skalieren dabei den AA- respektive DLSS-Modus:

Watch Dogs Legion - Grafikkarten-Benchmarks (Update)

In diesem Artikelabschnitt finden Sie brandneue Benchmarks inklusive der nach Release eingespielten Patches vor. Unsere CPU-Messungen werden jedoch nach wie vor durch das aggressiv eingestellte Denuvo-DRM torpediert - bereits nach einen CPU- oder Plattform-Wechsel ist der Account für mehrere Stunden gesperrt. Dies verhindert neben den reinen Prozessor-Tests auch unsere API-Vergleichsmessungen im CPU-Limit, weshalb wir uns in diesem Artikel auf die DX12-API beschränken. Die Frage bei der Installation, ob wir die HD-Texturen mitinstallieren möchten, nicken wir selbstverständlich ab, um die bestmögliche Oberflächenqualität zu erhalten.

Wir nutzen für die Prozessor- und Grafikkarten-Benchmarks die gleiche Szene. Für die GPU-Messungen warten wir allerdings bis abends, denn nachts liegt die Performance nochmals deutlich niedriger, vermutlich verursacht durch die vielen hübschen Lichtquellen. Nach dem Prolog begeben wir uns in den Garten am Parliament Square, schnappen uns einen Lieferwagen (das kleinere Modell mit dem Baumaterialien auf dem Dachträger) und fahren zuerst Richtung Osten am Palast von Westminster vorbei, über die Westminster Bridge und auf die London County Hall zu. Dort halten wir an der Fahrbahnmarkierung mit der 20-mph-Geschwindigkeitsbegrenzung, wenden und stellen uns in die Fahrbahnmitte. Dort geben wir Gas und starten unseren 20-Sekündigen Benchmark in Richtung Big Ben.
Watch Dogs Legion: Die PCGH-Benchmarksequenz - ab hier fahren wir 20 Sekunden in Richtung 'Big Ben' Quelle: PC Games Hardware Watch Dogs Legion: Die PCGH-Benchmarksequenz - ab hier fahren wir 20 Sekunden in Richtung "Big Ben"
Wie bei jedem PCGH-Techniktest üblich, haben sich vor den Messungen mehrere Redakteure an verschiedenen Systemen mit dem Spiel vertraut gemacht. Wie immer kommen die zum Testzeitpunkt aktuellen Grafiktreiber von AMD und Nvidia zum Einsatz, in diesem Fall der Geforce 456.98 Hotfix und die Radeon Software 20.10.1. Im Falle der Geforce-Grafikkarten lassen wir Hardware-Accelerated GPU Scheduling, kurz HAGS, aktiviert. Alle Messungen werden mittels CapFrameX durchgeführt. Wie immer bieten wir Ihnen die Ergebnisse in den vier verbreiteten Auflösungen Full HD, WQHD, UWQHD und Ultra HD, welche Sie im folgenden Benchmark auswählen können.

Um zu prüfen, ob nicht eine der von uns gewählten, über die Ultra-Stufe hinausgehenden Optionen für einen besonders empfindlichen Performance-Einbruch verantwortlich sind und obendrein die 1440p-Tauglichkeit der laut Hersteller für diese Auflösung optimal geeigneten RTX 3070 zu prüfen, haben wir außerdem mit der jüngst erschienen Oberklasse-Ampere eine Detailskalierung in WQHD angefertigt.

Machen wir's kurz: Watch Dogs Legion ist mit maximalen Details ein wahrlich anspruchsvolles Spiel. Um ruckelfrei durch London zu navigieren, müssen sich die meisten PC-Spieler am reichhaltigen Grafikoptionsmenü bedienen. Wünschenswert wäre, wenn ältere Grafikkartengenerationen wie Turing, Pascal aber auch Navi noch einige (Treiber-)Optimierungen erhalten.

Einfluss des Grafikspeichers

Watch Dogs war im Jahr 2014 eines der ersten Spiele, die von mehr als 4 GiByte Grafikspeicher profitierten, und auch Watch Dogs 2 war aufgrund der hohen Texturqualität und Sichtweite wahrlich kein Speicher-Kostverächter. Watch Dogs 3 tritt in die großen Fußstapfen. Laut unseren Erfahrungen mit der Launch-Spielversionen stellen 8 GiByte Grafikspeicher das Minimum dar, um bei maximalen Details ohne große Ruckler auf Sightseeing-Tour zu gehen - ohne Raytracing, wohlgemerkt. Die Benchmarks zeigen, dass 8 GiByte spätestens in Ultra HD zu wenig sind, entsprechende Modelle knicken empfindlich ein, während die GTX 1080 Ti (11 GiByte) und Radeon VII (16 GiByte) sanfter fallen. Kommt Raytracing dazu, steigen die Speicheranforderungen weiter, sodass wir mindestens zu einer RTX 3080 oder RTX 2080 Ti raten.

DLSS, Retter bei Rucklern

Nvidias KI-Bildglättung DLSS stellt seit der im März 2020 präsentierten Version 2.0 zweifellos einen Mehrwert dar. Der Primärzweck des hochwertigen Upscalings ist, die Bildrate zu erhöhen, was gerade bei aufwendigen Raytracing-Effekten ein gern gesehener Boost ist. In Watch Dogs Legion zeigt sich DLSS erneut von seiner besten Seite. Obwohl bei jedem DLSS-Modus intern mit einer geringeren Auflösung gerechnet wird, erzielen die Modi Balanced/Ausgeglichen (B) und Quality/Qualität (Q) bei filigranen Objekten eine bessere Detailabbildung als das spieleigene TAA. Die Modi Performance (P) und Ultra Performance (UP) reduzieren die Auflösung hingegen so stark, dass sie erst ab Ultra HD erträglich sind. Besonders störend sind die Schmier-Artefakte und die generelle Unschärfe, welche ab DLSS Balanced signifikant abnehmen. DLSS UP wird aus gutem Grund von Nvidia als "DLSS 8K" vermarktet: Stellt der Nutzer die 8K-Auflösung mit 7.680 × 4.320 Pixel ein, wird intern mit einem Neuntel der Auflösung gerechnet (1/3 pro Achse), sodass intern WQHD mit 2.560 × 1.440 Pixel vorliegt. Das Ergebnis sieht zweifellos besser aus als natives WQHD, hat jedoch wenig mit echtem 8K zu tun.

Bemerkenswert ist, dass DLSS Quality nicht über alle Bildbereiche besser aussieht als DLSS Balanced, sodass Letzteres unsere Empfehlung darstellt. Die folgenden Vergleiche zeigen, was die DLSS-Modi gegenüber TAA ausrichten können. Alle Shots wurden im Original in WQHD-Auflösung angefertigt. Die Ausschnitte wurden ohne Resampling vergrößert und selbstverständlich verlustfrei abgespeichert. Weitere Impressionen liefert das eingebettete Video.

Die Grafikkarten-Messmethodik der PCGH

Basierend auf Leser-Feedback verwendet PC Games Hardware für Spiele -Benchmarks seit einigen Jahren keine Referenz-Grafikkarten mit Standard-Taktraten mehr. An ihre Stelle treten Herstellerdesigns samt werkseitiger Übertaktung, wie sie von einem Großteil unserer Community verwendet werden. Hierbei handelt es sich um typische Modelle, wenngleich "typisch" gar nicht so einfach zu definieren ist. Die Auswahl richtet sich nicht nur daran, welche Grafikkarten noch im PCGH-Testlabor anwesend sind, sondern auch, ob sie repräsentativ für das jeweilige Modell sind: Wir nutzen nach Möglichkeit weder unübertaktete, sich wegen Überhitzung drosselnde oder enorm schnelle Herstellerdesigns, sondern "Vernunftversionen", wie wir sie auch in den PCGH-Grafikkartentests meistens empfehlen. In Einzelfällen, etwa bei besonders anspruchsvollen Spielen, weichen wir von diesem Credo ab und testen besonders flinke Varianten. Beachten Sie bitte, dass wir nicht sämtliche Modelle am Markt testen können, sondern uns auf eine Auswahl beschränken müssen. Auch behalten wir uns vor, einzelne hier herangezogene Herstellerkarten in anderen Tests auszutauschen, beispielsweise dann, wenn sie das Testlabor verlassen müssen.

Jede Grafikkarte wird vor den Benchmark-Durchläufen einer Aufheizperiode unterzogen, während derer sich der Kerntakt (Boost) auf ein bestimmtes, von Modell zu Modell unterschiedliches Niveau absenkt. Auf diese Weise vermeiden wir unrealistisch hohe Werte: Eine gerade aus dem Regal genommene Grafikkarte, noch kalt vom Nichtstun, boostet höher als im normalen Betrieb nach einiger Zeit unter Last. Die durchschnittliche, automatisch gesetzte GPU-Taktfrequenz beim Test der jeweiligen Karten finden Sie in den Benchmarks. Die tatsächliche Frequenz ist wichtig und kann angesichts der großen möglichen Unterschiede nicht einfach unter den Tisch fallen, denn "RTX 2080 Ti" ist nicht "RTX 2080 Ti" respektive "GTX 1080 Ti" ist nicht "GTX 1080 Ti" - je nach Herstellerdesign können zehn Prozent Differenz dazwischen liegen. Hinterfragen Sie daher Messwerte im Internet, die ohne jegliche Taktangabe veröffentlicht werden. Dem gegenüber stehen wenige Grafikkarten, von denen keine übertakteten Versionen existieren. Die prominentesten sind AMDs Radeon VII und die ältere R9 Fury X, welche wir jeweils im Referenzdesign testen - gäbe es OC-Versionen, würde eine solche in den Benchmarks mitmischen.

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    • Kommentare (243)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Cook2211 Trockeneisprofi (m/w)
        Zitat von Grestorn
        Was die Hardware für €500 leistet, ist phantastisch, auch wenn sie quersubventioniert ist
        Das denke ich auch. Ich weiß von meiner ehemaligen 2080Ti was RT an Leistung fressen kann. Als angekündigt wurde, dass die Next Gen Konsolen RT bieten würden, war mir klar, dass das nicht in der Qualität eines High-End PCs realisierbar sein würde.
        Dass RT aber überhaupt mit einem Konsolen SoC machbar ist, finde ich jedenfalls dennoch beachtlich.
        Insgesamt bin ich bisher absolut zufrieden damit, was die SX mir z.B. in AC Valhalla oder Watch Dogs Legion auf den Screen bringt.
      • Von Cook2211 Trockeneisprofi (m/w)
        Zitat von Grestorn
        Was die Hardware für €500 leistet, ist phantastisch, auch wenn sie quersubventioniert ist
        Das denke ich auch. Ich weiß von meiner ehemaligen 2080Ti was RT an Leistung fressen kann. Als angekündigt wurde, dass die Next Gen Konsolen RT bieten würden, war mir klar, dass das nicht in der Qualität eines High-End PCs realisierbar sein würde.
        Dass RT aber überhaupt mit einem Konsolen SoC machbar ist, finde ich jedenfalls dennoch beachtlich.
        Insgesamt bin ich bisher absolut zufrieden damit, was die SX mir z.B. in AC Valhalla oder Watch Dogs Legion auf den Screen bringt.
      • Von Scorpionx01 BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Gabbyjay
        Siehe dazu auch:

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Was Xzellenz oben über die Settings gesagt hat, hat sich nun also bestätigt.
        Keine Ahnung was er geschrieben hat. Ist schon ne Woche her... Fakt ist, dass PC ebenfalls zu knabbern habe Watch Dogs mit RT und 60fps darzustellen. Da muss man schon zu 800 bis 1500 Euro Grakas greifen.
      • Von Grestorn
        "Lustig machen" ist aber so oder so überflüssig. Was die Hardware für €500 leistet, ist phantastisch, auch wenn sie quersubventioniert ist.

        Das soll sich aber auch jeder Konsolenspieler klarmachen: Er bezahlt seine Konsole in Raten mit jedem Spiel weiter.

        Und auch Lästern gegen den PC und seinen Preisen ist mehr als überflüssig.
      • Von WeltbesterGabbyJay Software-Overclocker(in)
        Zitat von Scorpionx01
        Krass eine 3090 schafft in 4k mit RT Medium nicht mal durchgängig 30fps. Und wie wurde sich immer über Konsolen lustig gemacht...
        Wann wird der PC endlich mal 60fps schaffen?
        Na wie schmeckt der PC Masterrace mal die eigene Medizin?
        Siehe dazu auch:

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Was Xzellenz oben über die Settings gesagt hat, hat sich nun also bestätigt.
      • Von Hansi92 PC-Selbstbauer(in)
        Nachdem das Spiel abgeschmiert ist, läd das savegame nicht mehr bzw. Läd ewig. Danke ubisoft
      Direkt zum Diskussionsende
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