Lynk+: Modulares Kühlsystem steht in den Startlöchern
Die modulare Wasserkühlung von Lynk+ möchte mit seinem von Grund auf neu konzipierten Kühlsystem innovative Impulse setzen, besonders in Hinblick auf den Hardware-Tausch.
Bereits im Juni 2023 stellte das Technologieunternehmen TechN aus Berlin der Öffentlichkeit sein Unternehmenskonzept vor. "Lynk+ ist ein von Grund auf neu entwickeltes System. Es basiert auf einer Wasserkühlung, welche die thermischen Grenzen bisheriger Luftkühlungen weit überschreiten kann", so die TechN GmbH. In einem damaligen Test des Übertakters "der8auer" zeigte sich schon Vielversprechendes, wenngleich es sich bei dem Testmuster noch nicht um ein Serienmodell handelte.
Schneller Tausch der Komponenten
Nun macht Lynk+ einen weiteren Schritt hin zur Serienproduktion. Die TechN GmbH befinde sich derzeit in Gesprächen mit verschiedenen Herstellern von GPUs, feste Zusagen sind zum jetzigen Zeitpunkt jedoch noch nicht bekannt. Die Besonderheit bei Lynk+ ist unter anderem, dass ein vergleichsweise schneller und müheloser Tausch aller Komponenten möglich ist, ohne sich Sorgen um Kühlflüssigkeiten oder Kompatibilität machen zu müssen. Mit nur einer Schraube wird der Kühlschlauch an der GPU befestigt. In diesem befindet bereits die Kühlflüssigkeit, ebenso wie im Radiator.
Ist das System einmal installiert, soll man die Lösung laut Lynk+ bei einem GPU-Tausch einfach umstecken können, Plug-and-play lässt grüßen. Weitere Anbauten sollten mit einer derartigen Lösung ebenso machbar sein. Dieser Vorteil ist aber gleichzeitig auch ein Nachteil.
Kompatibilität ist der Schlüssel
Denn mit dem durch das eigene Unternehmen erdachten System zur Verbindung bietet Lynk+ wortwörtlich ein geschlossenes System an, bei welchem der Kunde darauf vertrauen muss, dass die eigenen gewünschten GPUs zeitnah unterstützt werden. Besonders vor dem Hintergrund, dass die Kühllösung explizit für den Einsatz über mehrere Hardwaregenerationen hinweg konzipiert sein soll. Denkbar wäre für die Zukunft auch, dass Lynk+ eventuell DIY-Sets anbietet, was die potenzielle Käuferzahl der ohnehin nicht allzu großen Zielgruppe jedoch noch weiter einschränken würde.
Lynk+ demonstrierte in einem Video die Kühlfähigkeiten des eigenen Produktes. Und diese kann sich durchaus sehen lassen. Bei einem 4090-Prototypen erreichte man 59 Grad Celsius, trotz einer Beanspruchung der Karte von 449 Watt. Ein RX-7900-XTX-Prototyp brachte es auf 57 Grad Celsius, mit einer gleichzeitigen Lüftergeschwindigkeit von 30 Prozent. Im Hinblick auf Leistung kann die Lösung des Berliner Unternehmens also punkten.
