High-End-Hardware wird in Ölbecken versenkt: Anschluss-Panel und zweiter Kreislauf fertig
Das Community-Mitglied fabianiosodon hat sich mit einem Kollegen zusammengetan und mit dem Aufbau eines aufwändig gekühlten High-End-PCs begonnen. Der Bau- und Kunstschlosser hat vor, ein Sockel-2011-System mit zwei Grafikkarten dauerhaft in einem Glaskasten zu betreiben, der mit wärmeleitfähigem Öl befüllt wird.
Update vom 18.01.: Anschluss-Panel und zweiter Kreislauf fertig
In den vergangenen Monaten war im Tagebuch zwar nicht mehr ganz so viel los wie in der Anfangszeit des Projekts, es gibt aber seit dem letzte Update an dieser Stelle dennoch einige Fortschritte zu verzeichnen: Für die Radiatoren wurden Gehäuse aus Schwarzblech gefertigt, welche eine schräge Aufstellung der Wärmetauscher ermöglichen. Da sich bei den ersten Experimenten gezeigt hat, dass sich das Öl allmählich entgegen der Schwerkraft zu den Mainboard-Anschlüssen bewegt, gibt es nun ein Anschluss-Panel mit im Acrylglas eingeklebten Steckern und zusätzlicher Abdichtungsmasse. Der zweite Kreislauf ist nun fertiggestellt und umfasst neben dem durchsichtigen Gehäuse drei Radiatoren plus Pumpe. fabianiosodon und Pstif haben exklusiv für die PCGH-Community einen (bei Youtube nicht gelisteten) Trailer erstellt, den Sie unterhalb der Bildergalerie finden. Mehr über das besondere Vorhaben der beiden PC-Enthusiasten erfahren Sie im PC-Games-Hardware-Extreme-Forum: Ölgekühlter High-End PC
Bildergalerie
Update vom 06.03.: Rückschläge zu vermelden
Für die etwas geringere Aktivität im Tagebuch sorgen derzeit technische Probleme. Der Dichtheitstest wurde zwar erfolgreich absolviert, bei einem Belastungstest im luftgekühlten Zustand verabschiedete sich allerdings das Netzteil. Dieses konnte zwar ersetzt werden, wie PC Games Hardware in Erfahrung bringen konnte, stellt die Kühlung des Prozessors die Macher aber noch nicht zufrieden. Obwohl das Öl von den Lüftern durch die Lamellen des Kühlers bewegt wird, erwärmte sich die CPU stärker als erwartet. Daher werden fabianiosodon und Pstif nun mit unterschiedlichen Kühllösungen experimentieren. Es bleibt also spannend im Tagebuch zum ölgekühlten High-End-PC im PC-Games-Hardware-Extreme-Forum: Ölgekühlter High-End PC
Update vom 04.01.: Die ersten Tests laufen
Das gemeinsame Projekt von fabianiosodon und Pstif hat sich weiterentwickelt: Die Grafikkarte sowie der CPU-Kühler wurden mit LED-Leisten versehen und strahlen daher ab sofort weiß. Den Prozesorsockel haben die Community-Mitglieder mit Silikon abgedichtet, sodass kein Öl unterhalb die CPU gelangen sollte. Um die High-End-Hardware nicht zu gefährden, führen die Beiden derzeit einen Machbarkeitstest mit älterer Hardware auf Sockel-A-Basis durch. Das Mainboard liegt in einer Kunststoffkiste, die einige Zentimeter mit dem inzwischen eingetroffenen Öl gefüllt ist. Nach zweieinhalb Stunden Volllast lag die Kerntemperatur bei lediglich 50 °C, die Lüfter scheinen mit dem erhöhten Widerrstand bisher auch keine Probleme zu haben. Die weitere Entwicklung können Sie im Tagebuch im PCGHX-Forum verfolgen, wo bereits eifrig über mögliche Schwierigkeiten im Langzeiteinsatz diskutiert wird: Ölgekühlter High-End PC
Original-Artikel vom 05.12.:
Als Gehäuse dient ein Glaskasten, dessen Ecken wie bei einem gewöhnlichen Aquarium abgedichtet wurden. Der Deckel wurde mithilfe eines Wasserstrahlschneiders mit einen Schriftzug versehen und anschließend entgratet, gereinigt und gebogen. In die Scheiben hat fabianiosodon zwei Löcher gebohrt, über die später eine Pumpe an das Ölbecken angeschlossen werden soll, welche die Flüssigkeit umwälzt. Es handelt sich um eine leistungsstarke Teichpumpe, die 3.500 Liter Wasser pro Stunde bewegt. Das erwärmte Öl soll dann durch zwei externe Radiatoren laufen und dabei abkühlen. Das Community-Mitglied rechnet damit, dass rund 35 Liter Öl benötigt werden. Nach aktuellem Stand wird medizinisches Weissöl zum Einsatz kommen. Es ist wichtig, synthetisches Öl zu verwenden, um Geruchsbildung durch biologische Prozesse zu minimieren.
Bei den PC-Komponenten handelt es sich um sehr schnelle Hardware, namentlich einen Core i7-4930K auf einem Asus Sabertooth X79 und zwei Gigabyte-Grafikkarten des Typs Geforce GTX 780. Dazu kommen 32 GiByte DDR3-RAM von Avexir und ein 850-Watt-Netzteil von Seasonic. Bei den Datenspeichern handelt es sich um eine Samsung 840 Pro mit 256 GByte und eine Seagate-Festplatte mit 3 TByte Speicherplatz. Die Festplatte soll später nicht in Öl getaucht werden, da hierbei mit einem Defekt zu rechnen wäre. Derzeit wartet fabianiosodon auf das Öl und nimmt Anregungen aus der PCGHX-Community entgegen. Das Tagebuch zum in Öl eingelegten High-End-PC finden Sie im PC-Games-Hardware-Extreme-Forum: Ölgekühlter High-End PC
Übrigens: Das Community-Mitglied RaggaMuffin hat bereits vor einigen Jahren mit Öl zur PC-Kühlung experimentiert:
- Trockeneiskühlung mit Ölisolierung: Verrückter Test bei PCGH Extreme
- PCGH Extreme: Ein Öl-PC entsteht


Wenn schon Wasserkühler dann auch mit Wasser. Die Wärme kann über einen Radiator als Wärmetauscher an das Öl abgegeben werden. Als Kühler unter Öl ist ein Luftkühler wohl tatsächlich besser geeignet wobei Luftkühllösungen die für sehr schnelle/leistungsstarke Lüfter optimiert sind ideal sein dürften. Es ist auch möglich das Öl mit Wasser zu kühlen was in einigen Fällen sinnvoll sein könnte in der Regel wohl aber einen Mehraufwand bedeutet.
Bei allem Für und Wider, der betriebene Aufwand ist da mal als "trve epic" zu bezeichnen^^
wie ist den die temp. vom öl nach einiger zeit? haste mal ein paar tests gemacht?
nur Versuch macht kluch
Wie wär's wenn ihr später auch mal eine Art enges kunstgeschlossertes Gehäuse versucht, also von dem Show-Würfel wegkommt und es eher geschlossen, wie zBsp. beim KFZ-Getriebe den Formen der Hardware anpasst mit Druckausgleich über Wärmflaschen-ähnlichem Dings oder aufgeschraubter Barbiepuppe haha. Weniger Öl, höhere Fließgeschwindigkeit, kein Einfluss von Sonnenlicht... nur so eine Idee. Mir wär's auch zu schade um die Hardware aber solche Experimente sind immer zu begrüßen.
Wie schon richtig erklärt, sind Wasser und Öl keine guten Wärmeleiter sondern Wärme(über)träger also gute Kälte- bzw. Wärmespeicher.