EKWB bestätigt Korrosion am Asus ROG Z690 Formula
EK Waterblocks hat auf dem Asus ROG Z690 Formula einen vernickelten Alu-Kühlkörper für die Spannungswandler verbaut. Dieser korrodiert in Kombination mit anderen Metallen in einer Wasserkühlung schnell und sorgt damit für Probleme. Lesen Sie dazu im Folgenden mehr.
Custom-Wasserkühlungen sind zwar einerseits der Gipfel der DIY-PC-Enthusiasten, aber andererseits erfordern sie auch Wissen über Materialien, die man in einem Loop kombinieren kann und Materialien, die man tunlichst nicht miteinander verbauen sollte. Sofern man selbst einen günstigen Aluradiator mit vernickelten Kupferkühlern kombiniert, weiß man wenigstens klar, wo die Schuld zu suchen ist, doch der folgende Fall wäre wohl wenigen Hardware-Enthusiasten in den Sinn gekommen. Er betrifft dabei das Asus ROG Z690 Formula, ein Oberklasse-Modell der Vorgängergeneration.
Quelle: Asus
Asus Werbung fürs ROG Z690 Formula
Noch präziser betrifft er den Wasserkühlblock für die Spannungswandler, den es für dieses Mainboard von EK Waterblocks gibt. Der CrossChill EK III Hybrid VRM-Kühler ist auf dem Mainboard ab Werk vorinstalliert und kann entweder in die Wasserkühlung eingebunden werden oder eben nicht. Asus wirbt dabei explizit mit einem optimierten Kühldesign dank vergrößerter VRM-Kühlkörper und besonders leitfähigen Wärmeleitpads. Gleichzeitig wird damit geworben, dass der Kühler aus Nickel besteht. Die meisten Enthusiasten sind in der Folge davon ausgegangen, dass es sich wohl, wie bei einem hochpreisigen Produkt üblich, um vernickeltes Kupfer handeln muss.
Das scheint aber nicht der Fall zu sein und die Berichte über Korrosion nach einer Einbindung in eine hochwertige Custom-Wasserkühlung häufen sich. Demnach muss es sich wahrscheinlich um vernickeltes Aluminium handeln, das in einem Prozess galvanischer Korrosion mit dem Kupfer der anderen Kühlkörper reagiert, wodurch wichtige Kühlkanäle zugesetzt werden. Das ist vor allem problematisch, weil EK Waterblocks reihenweise kupferbasierte Kühlkörper im Angebot hat, die von vielen Enthusiasten gerne verbaut werden.
Sollten Sie ein ROG Z690 Formula und eine Custom-Wasserkühlung besitzen, so ist dringend zu raten, den VRM-Kühler aus dem Loop zu entfernen und alle Kühlkörper gründlich zu reinigen, damit es nicht zu Schäden an ihnen kommt. EK Waterblocks hat das Problem in einem offiziellen Statement eingeräumt und gleichzeitig klargestellt, dass man mit Asus zusammenarbeitet, um eine Lösung für betroffene Kunden zu finden.
Quelle: Techpowerup

Und siehe da. Mein Formula ist völlig vergammelt und alle restlichen sehr teuren Komponenten hängen auch voll.
Und ich hatte mich schon gewundert, warum ich weniger durchfluss und leicht höhere Temperaturen habe….
Nach Kontaktaufnahme mit Asus, möchte man davon nichts wissen. Ich soll das Formula halt zurückgeben….
WAS? Und wer reinigt mir GPU, CPU, SSD und RAM Kühler, sowie beide MoRas?
Asus… ich sag’s ja schon seit Jahren. Schlimmer geht es kaum.
Leider aufgrund von Mangel weißer Boards musste es ein Asus werden….
Hier die Antwort aus der Mail:
Besten Dank für Ihre Anfrage bezüglich Ihres ROG MAXIMUS Z690 FORMULA. Tatsächlich wurde ein Korrosionsproblem mit dem VRM Water Block festgestellt. Diese Problem ist kurzfristig nicht gefährlich für das System, kann aber die Performance der Kühlung heruntersetzen. Langfristig kann dies allerdings zur Korrosion der vernickelten Aluminiumkühler führen.
Das Problem betrifft keine Setups, welche lediglich eine AOL-Wasserkühlung oder Lüfter verwenden. Es betrifft auch nur Wasserkühlungssysteme, in welchen dem der VGR Water Block auch wirklich Teil des Systems sind.
Für Kunden, welche das betroffene Mainboard gekauft und mit integrierter Wasserkühlung verwenden möchten, sowie für Kunden, die bei der Verwendung des beschriebenen Systems Probleme festgestellt haben, bietet ASUS einen kostenlosen Uprade des VRM an, bei dem das fehlerhafte Element durch eine korrosionsfeste Metallplatte eingebaut wird. Allerdings kann der Upgrade im Moment bis zu 12 Wochen beanspruchen. Die Frachtkosten werden selbstständig von ASUS übernommen.
Bitte teilen Sie uns mit, wie Sie vom Problem betroffen sind und ob das Angebot von ASUS annehmen möchten. Für die Umstände entschuldigen wir uns herzlich.
Bis zu 12 Wochen Ausfallzeit ist schon happig. Schön das Asus an dem Problem dran ist aber die Ausfallzeit finde ich zu lange.
Soviel zu Asus und Wartezeit.
Ich soll das Board erstmal ohne Anbindung an meinen Kühlkreislauf mit Luftkühlung verwenden, man wisse hier noch nicht wie die Lösung aussehen werde und wann es eine Lösung des Problems gibt.
Ich solle immer wieder auf die ASUS Homepage schauen, dort soll dann angeblich, das weitere Vorgehen veröffentlicht werden. Meine Anfrage ist jetzt damit erstmal erledigt, ich werde nicht automatisch über weitere Schritte informiert.
Und nun? schon etwas unbefriedigend, bin mal gespannt ob von EKWB siehe Post 44 eine weitere Stellungnahme kommt.
Hab mal den Support von EKWB und ASUS angeschrieben. Mal sehen was kommt
Aber wenn die Beschichtung nicht perfekt ist (und hier wurden die Kupferelemente offensichtlich erst nach der Vernickelung aufgesetzt
In der Beschreibung auf der Asus seite steht das der Wasserkanal aus Kupfer besteht!Auf den Fotos sieht man auch das der aus Kupfer ist und nicht Alu verzinkt!
Haben die von EKWB dann das gleiche kühlblock mit zwei verschiedenen Materialien gebaut??
Der Board ist bei mir seit ca.2 Jahre in dem Loop eingebunden.