AiO-"Wasserkühlung" ohne Pumpe: Raijintek baut Wakü wie eine Heatpipe auf
Auf der Computex hat Raijintek eine Komplett-"Wasserkühlung" gezeigt, die ohne eine Pumpe auskommt. Stattdessen soll die Kühlflüssigkeit nach dem Prinzip einer Heatpipe im Kreislauf zirkulieren, bloß dass der Hersteller mit flexiblen Schläuchen statt starren Rohren arbeitet. Im kommenden September soll die Lösung auf den Markt gebracht werden.
Normalerweise brauchen Wasserkühlungen eine Pumpe, um die Kühlflüssigkeit innerhalb des Kreislaufes zu bewegen und so die Abwärme über den Radiator an die Umgebungsluft abzugeben. Bei All-in-One-Lösungen ist das problematisch, da sich die Pumpen nicht zufriedenstellend entkoppeln lassen. Während man bei einer Custom-Wasserkühlung einfach auf ein dickes Shoggy-Sandwich setzen kann, müssen die Pumpen bei AiO-Modellen irgendwo untergebracht werden, ohne dem Nutzer zusätzliche Arbeit zu machen. Die Folge: Entweder direkt an der CPU oder am Radiator entstehen mal mehr, mal weniger stark hörbare Vibrationen.
Im Rahmen der Computex hat Raijintek kürzlich eine Lösung vorgestellt, die auf eine Pumpe verzichtet und somit neben den Lüftern die größte Lärmquelle eliminiert. Stattdessen soll die Kühlung vom Prinzip her wie eine Heatpipe aufgebaut werden. Im eigentlichen Kühlblock verdampft eine "spezielle" Kühlflüssigkeit, die bereits bei 40 Grad Celsius den Aggregatszustand wechsle, aber nicht genauer benannt wird. Der Dampf steige nach oben in den Radiator, wo er heruntergekühlt werde, dadurch wieder in den flüssigen Zustand wechsle und zurück in den Kühlblock fließe.
Statt aber auf Rohre wie bei einer Heatpipe zu setzen, kommen flexible Teflonschläuche zum Einsatz. Laut eigenen Angaben habe Raijintek die Kühlung bereits bei einer Abwärme von 300 Watt erfolgreich getestet. Im Normalfall müsse der Radiator über dem CPU-Kühler angebracht werden, damit das Verdampfungsprinzip funktioniere und die Flüssigkeit wieder zurückfließen könne. Bei einer höheren Abwärme soll eine Montage auf gleicher Höhe ausreichen. Die Produktion soll in einem Vakuum stattfinden, um in der Kühlung einen Unterdruck aufbauen zu können - so wird der Siedepunkt der Flüssigkeit an den gewünschten Temperaturbereich angepasst. Die Kühlung wird man deswegen nicht öffnen können. Um den Verdampfungsprozess zu unterstützen, werden die Schläuche zum und vom Radiator unterschiedlich dick ausgeführt.
Die Markteinführung der noch namenslosen AiO-"Wakü" hat Raijintek für den kommenden September angesetzt. Spätestens da werden wir wissen, ob das Prinzip so gut funktioniert wie angepriesen. Nach derzeitigem Kenntnisstand plant der Hersteller Modelle mit 120, 240, 280 und 360 mm großen Radiatoren.

Danke für die relevante Stelle, ich kann diesen Kasper nicht ertragen, die affektierten Grimassen, urgh.
Schade, dass die Ergebnisse so bescheiden ausfallen, das wäre dann etwas viel Kompromiss
Ab 12:13 min macht er beim Aufbau eigentlich alles wie vom Hersteller vorgesehen. Die >95°C bei 1,04V und 3,8GHz sind aber bescheiden. Der8auer aka Roman wollte seine Lösung eigentlich auch Ende 2018 präsentieren.
Ich bin ja nicht gerade für Optimismus bekannt, aber das liegt meilenweit selbst unter meinen Erwartungen, selbst wenn man die Montagefehler mit einberechnet. (Radiator-Orientierung gar nicht berücksichtigt)
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Info zur Kühlerstruktur:
Die kupferne Bodenplatte unterscheidet sich deutlich von der einer Wasserkühlung: Statt eines Düsen- oder Kanalkühlers verwendet Raijintek eine Lösung mit Noppen, da die Flüssigkeit möglichst schnell verdampfen soll. Der Radiator muss sich höher oder zumindest auf gleicher Ebene befinden, damit Raijinteks System funktioniert. Der Hersteller plant, die Flüssigkeitskühlung mit 120-, 240-, 280- und 360-mm-Radiatoren auszuliefern.
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