Vorschau zu Warhammer 40.000: Eternal Crusade - Festungskampf mit 1.000 Spielern
Für den Imperator! Im Science-Fiction-Online-Rollenspiel Warhammer 40.000: Eternal Crusade kämpfen Heerscharen von Space Marines, Chaos Space Marines, Orks und Eldar gegeneinander. Roland Austinat sprach mit den Entwicklern und fand das Spielkonzept faszinierend.
Warhammer-Fans haben es nicht leicht: Ende letzten Jahres gingen bei EA Mythics Warhammer Online die Lichter aus, das geplante Online-Rollenspiel Warhammer 40.000: Dark Millennium von THQ verschwand mit dem Aus des Publishers im Nirwana - und auf einen dritten Teil der Echtzeitstrategieserie Dawn of War warten wir noch heute. Auftritt Behaviour Interactive aus Kanada: So beknackt der Name des kanadischen Studios sein mag, so interessant waren die Fakten zum Online-Spiel Warhammer 40.000: Eternal Crusade, die uns Lead Designer Brent Ellison und Creative Director David Ghozland erzählten.
Bambule auf Arcona
Erzählen ist in diesem Fall wörtlich zu verstehen, denn außer einem kurzen Video hatten Brent Ellison und David Ghozland nur einige Grafiken vorbereitet, die den Spielverlauf von Eternal Crusade illustrieren sollten. Im Mittelpunkt des MMOs steht der Planet Ascona, pardon, Arcona. Auf dessen sechs Kontinenten prügeln sich Space Marines, Chaos Space Marines, Orks und Eldar - um seltene Artefakte und miteinander. Im ersten Spielmodus gehen wir zum Beispiel mit ein paar Space Marines auf Schatzsuche. Unser Thunderhawk-Raumschiff setzt uns in einem Predator-Panzer auf der Planetenoberfläche ab, mit dem wir dann zum Eingang einer Höhle fahren. Darin wartet nicht nur eines der besagten Artefakte, sondern auch zahlreiche Tyraniden, denen wir eins auf die Mütze geben müssen. "Diese 'Dungeons' setzen wir bei jedem Spiel aus feststehenden Bauteilen neu zusammen", erklärt Brent Ellison. Gegneranzahl und -stärke richten sich beispielsweise nach der Anzahl und Stärke der Mitspieler - etwa so, wie in Diablo 3 die Feinde stärker werden, wenn mehr Spieler dem Spiel beitreten.
Festungskampf mit 1.000 Spielern
Die PvE-Hatz nach den Artefakten ist jedoch nur ein Teil von Eternal Warfare. Richtig rund geht es bei den Kämpfen um gegnerische Festungen. "Hier könnt ihr eure Waffenbrüder im Kampf gegen das Chaos unterstützen", sagt David Ghozland, der offenbar ein Herz für die Space Marines hat. Bis zu 1000 Spieler aller vier Rassen und ihrer je vier Unterfraktionen sollen hier in einer dauerhaften offenen Welt mit- und gegeneinander kämpfen können. Mit 40k-typischen Waffen wie Bolzenpistolen, Äxten, Kettensägen, Jump-Packs und Panzern - und mit je nach Rasse unterschiedlichen Kampfstilen. "Mittelalterliche Kämpfe in einer fernen Zukunft" nennt Brent Ellison das Geschehen. "Die Spielergemeinde spielt für uns eine große Rolle", sagt Ellison. "Ihr könnt nicht nur mit euren Freunden in die Schlacht ziehen, sondern auch einen Verwaltungsrat wählen. Der entscheidet unter anderem über die Verteilung erbeuteter Rohstoffe auf dem gesamten Planeten."
Endspiel an der Front
Territorialkämpfe sind das Endspiel von Eternal Crusade: Jeden Monat soll es missionsbasierte Kampagnen mit kriegsentscheidenden Aufgaben geben, für die sich verfeindete Fraktionen zeitweilig zusammenschließen können. "Das könnt ihr euch wie in EVE Online vorstellen", sagt David Ghozland. "Jeder Kontinent besitzt 60 Untergebiete. Quer hindurch verläuft die Front mit Festungen und PvP-Schlachten - hier läuft der Großteil der Kämpfe ab." Die Exkursionen in die Höhlen sind dagegen reine PvE-Ereignisse: Die Tyraniden werden vom Computer gesteuert. Rollenspieltypisch wählen die Krieger verschiedene Klassen, lernen neue Fertigkeiten, klettern die Erfahrungsstufenleiter empor, sammeln neue Ausrüstungsgegenstände und die schon erwähnten Waffen. "Vor dem Kampf könnt ihr außerdem eure jeweilige Ausrüstung wählen", sagt Brent Ellison. Er will von uns wissen, welches unsere Lieblingsrasse ist. "Space Marines", antworten wir und fragen ihn im Gegenzug nach seinen Favoriten. "Orks, ganz klar - ich mag einfach ihre chaotische Art."
Massenschlachten in ferner Zukunft
Auch ohne bewegte Spielgrafik fasziniert uns die Idee von Warhammer 40.000: Eternal Crusade. Echte Massenschlachten im 40k-Universum hat es in dieser Größe noch nicht gegeben. Behaviour Interactive will sich beim Bezahlmodell an Guild Wars 2 orientieren: Ein einmaliger Kauf schaltet alle vier Rassen und Unterfraktionen frei. Wer Eternal Crusade erst einmal ausprobieren will, kann das mit den kostenlosen Orks tun. Und wem das Geld selbst nach dem Kauf des Spiels noch locker sitzt, kann mit Mikrotransaktionen kosmetische Verschönerungen erwerben, etwa Schlachtfahnen oder Abzeichen für die eigene Truppe. Das Spiel soll Ende 2015 an den Start gehen - auf der offiziellen Webseite des Spiels können Sie sich schon für die Beta registrieren.
