Dawn of War 3 im Techniktest: Fury X überrascht
Seit Ende April ist Warhammer 40.000: Dawn of War 3 im Handel. Um die Umsetzung der schicken und chaotischen Gefechte zwischen Menschen, Orks und Eldar kümmert sich die aus Company of Heroes und Dawn of War 2 bekannte Essence-Engine, die für Dawn of War 3 tüchtig aufgemöbelt wurde und nun Essence 4.0 genannt wird. PC Games Hardware verrät im Techniktest des effektschwangeren Strategiespiels, welche PC-Hardware für flüssigen Spielspaß genügt.
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Dawn of War 3 unterscheidet sich spielerisch ein wenig von den Vorgängern, auch wenn einige Gameplay-Elemente aus dem ersten und zweiten Teil wieder aufgegriffen werden. Der Spieler übernimmt im Verlauf der umfangreichen Kampagne Helden der drei unterschiedlichen Fraktionen und bestreitet mit diesen 17 recht lange und abwechslungsreiche Missionen. Deren Ziele ändern sich in den Einsätzen zudem häufig, so muss beispielsweise zuerst ein bestimmter Bereich erobert, dann im weiteren Verlauf der Mission gegen anrückende Gegnerhorden verteidigt werden und schlussendlich das gegnerische Lager dem Erdboden gleich gemacht werden. Mehr zum Gameplay gibt es im Test bei den Kollegen von der PC Games.
In den Missionen steuert der Spieler neben einem Haufen regulärer Einheiten die sogenannten Elite-Klassen. Das sind besonders starke Einheitentypen mit häufig sehr durchschlagskräftigen Spezialattacken, welche nicht selten den kompletten Schirm mit einem Effektgewitter überziehen. Diese werden von der Engine sehr ansehnlich dargestellt, Partikelwolken tanzen über das Display, hochauflösende Verzerrungseffekte und unzählige Projektile und krachende Explosionen sorgen darüber hinaus für Stimmung. Auch die Level- sowie Objektdarstellung hat in Dawn of War 3 gegenüber dem zweiten Teil ein großes Update erhalten. Neben hochauflösenden und zu weiten Teilen sehr ansehnlichen Texturen und einem höheren Polygon-Count ist vor allem der Wechsel auf ein physikbasiertes Rendermodell und die verbesserte Beleuchtung offenkundig. Die Karten wirken optisch deutlich runder und trotz Comic-Looks glaubhafter, die Panzer der riesigen, metallenen Kampfroboter zeigen realistische Reflexionseigenschaften, eine schicke volumetrische Beleuchtung verleiht den Leveln zusätzliche Tiefe. Gegenüber Dawn of War 2 kommt zudem eine ansehnliche Umgebungsverdeckung und offenbar eine Globale Beleuchtung zum Einsatz. Generell macht die Optik in Dawn of War 3 einen sehr guten Eindruck.
Die ganzen technischen Finessen kommen indes mit recht hohen Hardware-Anforderungen daher. Insbesondere die GPU-Last liegt bei maximierten Details sehr hoch, selbst High-End-Grafikkarten straucheln bei der Darstellung in hohen Auflösungen. Offenbar werden viele Effekte bei maximalen Details in der Bildschirmauflösung berechnet, weshalb das Spiel bei steigenden Pixeldichten sehr anspruchsvoll ausfällt. Doch auch die CPU-Last ist ein beachtenswerter Faktor: In unserem evaluierten Benchmark, der eine große, jedoch nicht allzu effektgeladene Schlacht mit knapp über 150 Ork-Kämpfern abbildet, kommt selbst ein kräftig übertakteter Intel Sechskerner nicht deutlich über 80 Fps. Allerdings ist dies kein Drama, denn selbst eine GTX 1080 kann diese Bildraten in Full HD samt maximalen Details nicht erzielen, zu hoch die Grafiklast. Eine GTX 1080 Ti indes rennt in Full HD ins Prozessorlimit unseres Testsystems und sollte höhere Auflösungen vorgesetzt bekommen. Der integrierte Benchmark sieht indes spektakulär aus, jedoch liegen sowohl Grafik- als auch Prozessorlast niedriger als in der von uns erwählten Benchmarkszene.
Dawn of War 3: Systemanforderungen
Die Systemanforderungen, um das PC-exklusive Dawn of War 3 zu spielen, sind moderat. Windows 7 64 Bit mit einem 3 GHz schnellen Intel Core i3 oder einer vergleichbaren CPU, 4 GByte RAM und einer DirectX-11-Grafikkarte wie der Geforce GTX 460 oder Radeon HD 6950 reichen laut den Entwicklern aus, um den Titel spielen zu können.Für den Multiplayer-Modus sollte aber schon ein Quadcore-Prozessor im Rechner stecken. Empfohlen sind daher auch Windows 10 64 Bit, ein Prozessor mit der Leistung eines Intel Core i5 mit 3 GHz, 8 GByte RAM und eine Geforce GTX 770 oder Radeon HD 7970. Auf der Festplatte braucht das Spiel 50 GByte an Speicherplatz. Für das Spielen wird außerdem eine Internet-Verbindung vorausgesetzt.
| Minimale Hardware | Empfohlene Hardware | |
|---|---|---|
| Betriebssystem | Windows 7 (64-Bit) | Windows 10 (64-Bit) |
| CPU | Intel Core i3 mit 3 GHz // vergleichbare AMD-CPU | Intel Core i5 mit 3 GHz // vergleichbare AMD-CPU |
| RAM | 4 GB | 8 GB |
| Grafikkarte | Nvidia GeForce GTX 460 // AMD Radeon HD 6950 | Nvidia GeForce GTX 770 // AMD Radeon HD 7970 |
| VRAM | 1 GiByte | 2 GiByte |
| Festplatte | 50 GByte | 50 GByte |
Dawn of War 3: Grafikkarten-Benchmarks
Dawn of War 3 läuft in einem Borderless-Window-Mode, was bei unsere Tests für einige Unstimmigkeiten sorgte - beispielsweise ist nicht immer gewiss, ob ein Auflösungswechsel korrekt vorgenommen wurde. So wurden einige Screenshots in diesem Artikel in gewählten 3.840 × 2.160 Pixeln geschossen, die Auflösung jedoch zuvor durch die Art und Weise der Darstellung in Dawn of War 3 auf die nativen 2.560 × 1.440 Pixel des verwendeten WQHD-Displays heruntergerechnet - es kommt also Downsampling statt eines "echten" UHD-Darstellung zum Einsatz. Umgekehrt wurden sämtliche Non-UHD-Auflösungen auf den mit UHD-Display ausgestatteten Testsystemen hochskaliert.
Außerdem gibt Dawn of War 3 einen Teil seiner Speicherverwaltung an das Betriebssystem ab, was in einigen Fällen durchaus problematisch sein kann, Das Spiel genemigt sich schon in Full HD knapp unter 4 GiByte Videospeicher. In einigen Konfigurationen mit wenig Speicher kam es zudem in einigen Situationen zu Grafikfehlern, wenn die Auflösung angehoben wurde. Nur der Neustart des Spiels hilft in solch einem Fall ab. Dieser Umstand kann auch die Leistung beeinflussen, in einigen Szenarien erhielten wir stark diviergierende Leistungsergebnisse - und nicht immer ließen Grafikfehler offenkundig auf ein subobtimal laufendes Spiel schließen, weshalb wir Ihnen an dieser Stelle selektierte Werte präsentieren, die wir mit mehreren Testsystemen reproduzieren konnten. Es steht indes nicht auszuschließen, dass sich Dawn of War 3 auf einem anderen Display auch anders verhalten würde - gewisse Performance-Auswirkungen durch die Borderless-Darstellung sind als realistisch zu betrachten.
Während unserer Tests mit der Singleplayer-Kampagne offenbart sich rasch der große Hunger auf Grafikleistung. Wie immer verzichten wir auf die Nutzung des integrierten Benchmarks - welcher durchaus sehenswert ist - und verwenden stattdessen ein eigenes, forderndes Savegame, welches Sie im folgenden Video sehen. Wie immer testen wir mit maximalen Spieldetails sowie den zum Testzeitpunkt aktuellen Grafikkartentreibern.
Das haben wir lange nicht mehr gesehen: Die Radeon R9 Fury X kann sich deutlich von den Polaris-Modellen absetzen und es beinahe mit einer stark übertakteten Geforce GTX 980 Ti aufnehmen.. Das spricht für eine hohe Shader-Last des Spiels und gute Auslastung der Fiji-ALUs. Erst in der Ultra-HD-Auflösung genügen die 4 GiByte HBM nicht mehr, sodass die Radeon RX 580 an der Fury X vorbei zieht.
Davon ab stellt Dawn of War 3 grundsätzlich sehr hohe Anforderungen an die Grafikkarte, selbst in Full HD haben viele ältere und Mittelklasse-Modelle Probleme, die 30-Fps-Hürde zu nehmen. Das ist angesichts des Genres verschmerzbar, Dawn of War 3 spielt sich auch mit 25 Fps noch akzeptabel, wobei höhere Bildraten helfen, bei steigendem Schwierigkeitsgrad rasch zu reagieren. Was den Grafikspeicher angeht, sind 4 GiByte zu empfehlen - in 1080p, wohlgemerkt. Das Spiel belegt in dieser Auflösung bereits knapp diese Menge für grundlegende Daten, mit steigender Auflösung und somit größeren Puffern wird gar mehr als das benötigt. In WQHD genügen 4 GiByte nocht, ab UWQHD und erst recht in Ultra HD sollten's jedoch 6 GiByte sein, um keinem Nachladeruckeln, vor allem nach dem Neuladen eines Spielstands zu begegnen. Dementsprechend haben es alle Grafikkarten mit 2 und 3 GiByte Speicherkapazität schwer, ihre Leistung ist niedrig. Auch die GTX 970 mit ihrem segmentierten Speicher hat mit inkonsistenten Bildraten zu kämpfen.
Wer in Ultra HD spielbare Bildraten sehen möchte, benötigt mindestens eine stark übertaktete Geforce GTX 1080, besser ein GP102-Modell wie die Geforce GTX 1080 Ti. Die letztgenannten Modelle stemmen mit 2 GHz Kerntakt (manuelle Übertaktung) immerhin Bildraten jenseits der 30, wirklich flüssig läuft Dawn of War 3 in der Pixel-Königsklasse jedoch nie.
Hintergrund: Dawn of War 3
Rund 7 Jahre nach dem Standalone-Add-on Chaos Rising zu Warhammer 40K: Dawn of War 2 hat Entwicklerstudio Relic Entertainment den Nachfolger Dawn of War 3 am Start und die meisten Tests der Fachpresse bescheinigen dem Echtzeit-Strategispiel eine Wertung im Bereich von 80 bis 90 Prozent. Zusammengefasst aus derzeit 22 Reviews kommt der Titel bei der Bewertungsplattform Metacritic auf 82 von 100 möglichen Punkten. Einige Rezensenten sehen das Spiel gar als besten Titel des Genres seit Starcraft 2 und dessen Erweiterungen, wobei einige Stimmen monieren, dass man es sich hinsichtlich Umfang etwas mehr wie Dawn of War 2 gewünscht hätte.
Die Kollegen der PC Games haben derweil in ihrem Test eine Spielspaßwertung von 85 Prozent vergeben und heben die abwechslungsreiche und umfangreiche, wenn auch scriptlastige, Kampagne mit epischer Handlung hervor. Ebenfalls positiv gesehen werden die drei spielbaren Fraktionen, die sich komplett unterschiedlich anfühlen, und der interessante Mehrspielermodus für bis zu sechs Spieler, wobei Computer-Gegner zum Schummeln neigen sollen. Des Weiteren kommt das Mikromanagement wegen der vielen Einheiten etwas hektisch zu hektisch rüber und auch das nicht optimale Balancing vor allem bei Elite-Einheiten sowie die Always-online-Pflicht stören.

75-80 Grad = wie 100 Grad und dann drehen die Lüfter enorm auf.
Bei mir läuft es auch ganz gut wenn man AA runter dreht @ 1080 bei 3440x1440
Habe endlich eine gute Lösung gefunden wie ich von 100 auf 60 fps limitieren kann.
Durch meinen Monitor an der Seite, hat einen speziellen Knopf dafür und schwubs ist es schon viel angenehmer.
75 Grad sind deswegen ein Problem, weil der Ryzen 1800x noch die Temperatur Macke hat.
75-80 Grad = wie 100 Grad und dann drehen die Lüfter enorm auf.
Habe das Spiel jetzt zwei mal durchgespielt und genau gar keine Performanceprobleme gehabt. Bei mir ist alles Max@UHD, nur AA steht auf mittel oder niedrig. Den Unterschied zu hoch kann man eigentlich nicht sehen bei der Auflösung.
Diese nicht vorhandene Optimierung ist doch in keiner Weise zu rechtfertigen. Wenn selbst eine 1080 Ti mit 1,8 Ghz ihre liebe Mühe hat in 1080p auf 80 FPS zu kommen und in 1440p sogar unter 60 FPS fällt, ist irgendwas ganz gewaltig nicht in Ordnung.