Pimax Dream Air im Benchmark-Test: So gut sind Bild, Ton & Gaming
Die Pimax Dream Air ist nicht nur klein und leicht, sondern bietet obendrein eine extreme Leistung und Bildqualität für anspruchsvolles VR-Gaming.
Inhaltsverzeichnis
Sound & Design
An einer Stelle müssen wir Pimax aber wirklich loben. Wie auf den Bildern zu sehen ist, verfügt das Dream Air über keine sichtbaren Kopfhörer oder einen Klinkeneingang, sondern lediglich über zwei kleine Schlitze in den Bügeln. Die dort verbauten Lautsprecher klingen ordentlich, wenngleich sie einen im Grunde gar nicht von der Außenwelt abschirmen. Das integrierte Mikrofon hingegen, das bei der Crystal Super noch äußerst zweckmäßig ausfiel, klingt inzwischen wirklich gut und klar. Wer sich in virtuellen Umgebungen mit Freunden unterhalten möchte, kann darauf bedenkenlos zurückgreifen.
Ein Bild, das seinesgleichen sucht
Wie bereits erwähnt, erreicht das Headset aufgrund der geringen Größe nicht ganz das enorme Sichtfeld der Crystal Super oder gar von deren Ultrawide-Version. Wo das Dream Air wiederum klar die Nase vorn hat, ist beim Thema Bildqualität. Und hier kann man es im Grunde kurz machen: Die Micro-OLED-Displays liefern ein hervorragendes Bild mit typisch hoher Farb- und Schwarzwertleistung und nur minimalen Helligkeitseinbußen.
Bildergalerie
Vervollständigt wird das Gesamtpaket aber von den konkaven Pancake-Linsen. Die sind nicht nur kleiner und leichter, sondern sorgen vor allem für ein extrem scharfes Ergebnis, nahezu ohne Bildfehler. Chromatische Aberrationen (Farbränder) sind lediglich an den äußersten Rändern ausgeprägt, Verzerrungen gibt es keine und vor dem VR-üblichen Fliegengittereffekt braucht man sich bei so hoher Auflösung ohnehin nicht zu fürchten. Sogar der virtuelle Desktop wird knackscharf und einwandfrei lesbar wiedergegeben, was absolut nicht selbstverständlich ist. Zusammen mit dem geringen Gewicht ist diese Brille also tatsächlich auch zum Arbeiten geeignet. Einzig das Schärfeproblem bei sehr nahen Objekten fällt selbst hier noch auf - Stichwort Vergenz-Akkommodations-Konflikt.
Ready Player One
Quelle: PCGH
Trotz ihrer Leistung ist die Dream Air alles andere als Plug and Play: Kleine Software-Fehler bis hin zu seltenen Freezes und Abstürzen trüben das Gesamtbild etwas.
In der Hitze des Gefechts oder generell in den meisten VR-Anwendungen dürfte das allerdings nur wenig stören. Dafür sieht Gaming mit dem Dream Air dank Micro-OLED-Panel einfach zu gut aus, weil Kontraste und Schwarzwert deutlich stärker zur Atmosphäre beitragen als bei vielen LCD-Headsets. Außerdem liefen kleinere Spiele wie der Space Pirate Trainer oder das Steam Lab problemlos mit konstanten 90 Bildern pro Sekunde. Und trotz der eingangs erwähnten vereinzelten Schwierigkeiten schlug sich auch Half-Life: Alyx auf den meisten zusätzlich getesteten GPUs ausgezeichnet.
Für den Vergleich haben wir das Spiel auf hohen In-Game-Einstellungen und ohne Performance-Skalierungsoptionen bei 90 Hz getestet. Es wurden ausschließlich die Image-Quality-Voreinstellungen (High, Mid und Low) innerhalb von Pimax Play geändert. Die von SteamVR ausgegebene Auflösung liegt dabei deutlich über der nativen Panelauflösung, weil VR-Headsets das Bild grundsätzlich größer rendern, um Schärfeverluste durch die Linsenverzerrung zu vermeiden. So ergeben sich bei 100 % (High-)Skalierung 5.188 × 4.168 Pixel pro Auge, obwohl die Displays selbst nur 3.840 × 3.552 Pixel darstellen. Bei 75 % (Mid) sind es wiederum 3.892 × 3.124 und bei 50 % (Low) 2.596 × 2.084 Pixel.
Pimax Dream Air: GPU-Benchmark
Wie man es von einem durchpolierten Titel wie Half-Life erwarten würde, erzielten selbst ältere Grafikkarten hier noch erstaunlich gute Werte - und das, wie zuvor erwähnt, ohne GPU-Upscaling oder Smart Smoothing. Beispielsweise bot allein die mittlere Auflösungsstufe auf einer Geforce RTX 2070 noch immer durchschnittlich 48 Fps in unserer Testszene. Unsere RTX 3080 kam dagegen selbst bei hoher Auflösung auf 60 und unsere Radeon RX 7800 XT auf 75 Bilder pro Sekunde.
Da allerdings nicht jedes Spiel dieselbe Optimierungskur aufweisen kann, haben wir zudem Hellblade: Senua's Sacrifice VR Edition herangezogen - und hier sieht das Ergebnis schon deutlich anders aus. Viele Grafikkarten können es aufgrund von mangelndem VRAM oder Treiberproblemen auf höchsten Pimax-Einstellungen erst gar nicht abspielen. Mit ein wenig Tüftelei und einer Kombination aus entsprechender Auflösung und Performance-Skalierungsoptionen kann man jedoch einiges herausholen. Praktisch ist zudem, dass sich alle Anpassungen spielabhängig speichern und für unterschiedlich anspruchsvolle Titel schnell wieder abrufen lassen. Und zu guter Letzt sei noch erwähnt, dass Motion Sickness im regulären Betrieb weder bei VR-Kennern noch bei einem VR-Neuling je wirklich ein Problem war.
Pimax Dream Air: Fazit
Ja, das FOV ist im Vergleich zu größeren Modellen sichtbar geschrumpft und auch weitere kleine Schwächen an der Software oder dem simplen Sound kann man erwähnen. Doch was in diesem winzigen Stück Technik alles drinsteckt, ist nichts anderes als beeindruckend. Das Pimax Dream Air lässt beim Bild beinahe keine Wünsche offen: Die Schärfe ist ausgezeichnet, der Schwarzwert dank OLED ohnehin, und Bildfehler treten höchstens am Rand auf. Das Tracking funktionierte bei uns ebenfalls einwandfrei, was bei der Lighthouse-Version aber auch keine Überraschung sein dürfte. Über die SLAM-Edition können wir entsprechend nichts sagen, ebenso wie über deren Controller.
Wovon wir uns dagegen mehr erwartet hätten, ist beim Thema Komfort. Größe und Gewicht des Headsets sind zweifellos beeindruckend - doch bereits durch winzige Anpassungen wie abgerundete Kanten an den Bügelenden und ein flexibleres und/oder zusätzliches, vertikales Kopfband hätte man diese Kritik gleich komplett vermeiden können. Hier muss Pimax definitiv noch einmal ran. Und dann wäre da natürlich der nach wie vor stattliche Preis. Wie gewohnt geht der Hersteller keine Kompromisse ein, um eben das bestmögliche Bildergebnis zu liefern. Wer bereit ist, hierfür das nötige Kleingeld zu investieren, und sich gerne ausgiebig mit der Technik auseinandersetzt, bekommt mit der kleinen, aber mächtigen Dream Air tatsächlich den nächsten Schritt in die Zukunft der Virtual Reality.

Allerdings gibt es Webcam Seiten die wohl mit VR werben und angeblich solls mit Meta Quest usw. funktionieren aber da mir die Anschaffung einer VR zum gegenwertigen Zeitpunkt einfach null Mehrwert gibt habe ich auch das nicht getestet. Denke wenn ich dann soweit bin dann ist das zunehmende Alter eher ein Problem.
Aber, ich wünsche viel Vergnügen beim testen 🤣👍
Ich besitze auch eine und würde sagen P/L ist unschlagbar.
Mit Zusatzakku eine feine Sache. Man darf gespannt sein, was Valve so bringt....
[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] VR-Benchmarks sind eine feine Sache! Mit meiner RX 7900 GRE bin ich da wohl sehr gut aufgestellt!
Irgendjemand im Forum hat vor einiger Zeit geschrieben, dass NVIDIA viel besser geeignet dafür ist. Ich habe bisher allerdings keine Probleme.
Ich besitze auch eine und würde sagen P/L ist unschlagbar.
Ansonsten finde ich es toll, dass ihr die Dream Air ausprobiert habt. Eure 96° HFOV finde ich bemerkenswert wenig. Die meisten Leute werden wohl etwas mehr haben. Alternativ gibt es auch Customtreiber, die Pimax in ihren Videos übrigens selber bewirbt. Dort kann man das FOV auf 120° pimpen!
Schade finde ich, dass ihr nur so wenige Spiele getestet habt, die auch noch recht alt sind. Klar, Alyx muss sein! Genauso wie Cyberpunk 2077 in jeden Parkours gehört^^ Und ja: CP2077 lässt sich per Mod wunderbar in VR spielen! Genauso wie Resi 2, 3, 4, 7, 8 und 9 übrigens. Ich jedenfalls VReue mich riesig auf Hogwarts Legacy mit der Dream Air (hab mir eine bestellt).
Jedenfalls hätte ich mir gewünscht, dass ihr EXD - Extra Dimensional, Reach, Vampire - The Masquerade: Justice und Forefront mit dem Gerät ausprobieren würdet. Oder Demeo X Dungeons and Dragons - Battlemarked! Oder Into the Radius 2! Oder Metro Awakening! Oder Alien - Rogue Incursion! Oder Arken Age! Oder, oder, oder! Es gibt so viele tolle VR Games, da muss man doch keine alten Schinken aus der Mottenkiste kramen!
Aber egal! Ich bin ja schon zufrieden, dass ihr überhaupt darüber aufklärt, dass es jetzt deutlich bessere Alternativen gibt! VR ist endlich so scharf wie die Monitore! Wurde auch Zeit!
Mit Zusatzakku eine feine Sache. Man darf gespannt sein, was Valve so bringt....
[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] VR-Benchmarks sind eine feine Sache! Mit meiner RX 7900 GRE bin ich da wohl sehr gut aufgestellt!
Irgendjemand im Forum hat vor einiger Zeit geschrieben, dass NVIDIA viel besser geeignet dafür ist. Ich habe bisher allerdings keine Probleme.