Pinc: Wie aus dem iPhone 6 eine VR-Brille inklusive Gestensteuerung wird
Virtual-Reality-Brillen finden nun auch bei Apples iPhone-6-Modellen Verwendung. Das auf Interfaces spezialisierte Unternehmen Cordon Media hat eine VR-Brille mit Gestensteuerung für das iPhone 6 entwickelt. Ein erster Prototyp ist fertiggestellt. Vorbestellungen sind bereits möglich.
Spätestens seit der Kickstarter-Kampagne des Oculus Rift ist virtuelle Realität wieder ein Thema für Erfinder und Grafiktüftler. VR-Brillen schießen wie Pilze aus dem Boden. Oftmals sind diese so konzipiert, dass anstatt einer komplizierten Technik aus Optik und Mini-Bildschirmen einfach nur das Smartphone in eine dafür vorgesehene Halterung gesteckt wird. Bekanntestes Beispiel ist die Gear VR von Samsung, die mit einem Galaxy Note 4 zusammenarbeitet. Entsprechende Systeme, die unmittelbar von Apple stammen, sind derzeit nicht in Sicht, obwohl sich die iPhone-Modelle durchaus dafür eignen könnten. Doch die beste VR-Brille nützt nichts, wenn nicht auch die Steuerung per Gesten ordentlich funktioniert.
Speziell für das iPhone 6 entwickelt nun das Unternehmen Codon Media eine VR-Brille mit Gestensteuerung namens Pinc. Die Bedienung erfolgt über Fingergesten, die per iPhone-Kamera erfasst werden. Hierfür müssen zwei kleine Ringe an den Zeigefingern platziert werden. Die Smartphone-Kamera erfasst die Bewegungen der Finger anhand der eingebauten LEDs im Ring. Ferner lassen sich an den Ringen kleine Knöpfe für die Eingabe finden. Das Gehäuse ist denkbar kompakt gehalten und ist absichtlich kleiner als die Oculus Rift oder die Samsung Gear VR konzipiert, um den Tragekomfort zu erhöhen. So lässt sich das Gehäuse für den Transport zusammenklappen. Die Linsen lassen sich ebenfalls zurückklappen, um das Smartphone im 2D-Modus nutzen zu können, ohne es aus der Halterung entfernen zu müssen. Cordon Media sieht den Einsatzbereich vor allem bei denen, die mit dem System arbeiten und nicht spielen wollen. Vorbestellungen sind möglich, ein SDK lässt sich für 99 US-Dollar erwerben, sofern die Crowdfunding-Kampagne auf Indiegogo erfolgreich verläuft.
Quelle: hellopinc.com, pocketnow.com
