VR-Headset PICO 4: Hier kommen die Details, auf die VR-Fans gewartet haben
Es ist so weit, PICO hat sein neues VR-Headset vorgestellt. VR-Enthusiast Patrick Menne berichtet darüber, was es leistet und wie die Zukunft des VR-Players PICO aussehen könnte.
Wer hätte das gedacht: In die VR-Welt kommt doch tatsächlich noch eine ganze Menge Schwung zum Ende des Jahres. Nachdem die neue Meta Quest von einem "Hotelmitarbeiter" geöffnet und präsentiert wurde, hat auch Sony seine neue VR-Brille PSVR2 für die Playstation vorgestellt und erste Pressevertreter damit spielen lassen.
Und nun drängt sich noch ein weiterer Player in den Markt. PICO bringt seine PICO 4 heraus und die kann, zumindest auf dem Papier, eine ganze Menge. Aber fangen wir weiter vorne an. PICO gibt es seit 2015 und wurde 2021 von ByteDance (TikTok) gekauft. Das Unternehmen hat bisher neun VR-Headsets entwickelt und veröffentlicht, ist in Europa aber noch nicht auf dem Schirm der breiten Öffentlichkeit aufgetaucht. Dies will die Firma mit dem festen Glauben an die Zukunft des Themas VR und dem Geld der großen Mutterfirma ändern.
Der erste Eindruck
Der erste Eindruck der neuen Brille ist durchaus positiv. Sie sieht gefällig aus und erinnert gleich an die Modelle der Mitbewerber. Das bedeutet auch, dass keine riesigen innovativen Schritte beim Design gemacht wurden. Es handelt sich bei der Brille um ein Stand-alone-Gerät, welches ohne den Anschluss an einen PC auskommt. In naher Zukunft soll es aber möglich sein, über einen Dongle eine WiFi-Verbindung zum Rechner aufzubauen, was die Möglichkeiten der Brille enorm steigern wird.
Positiv ist die Tatsache, dass PICO den Akku der PICO 4 in das Hinterteil des Kopfbandes gepackt hat. Auf diese Weise zieht das Eigengewicht der Brille den Kopf nicht nach vorn, sondern ist bei der PICO schön ausbalanciert. Die Brille ist mit gerade einmal 300 Gramm aber ohnehin unheimlich leicht.
Eine Neuerung beim Design hätte ich aber fast unterschlagen. VR-Kennern fällt gleich auf, dass die Controllerbögen anders angeordnet sind und längs zum Controller stehen. Das sieht ungewöhnlich aus, ergibt aber durchaus Sinn. Auf diese Weise können die Hände beim Spielen komplett zusammengeführt werden und man haut die Controller nicht aneinander.
Quelle: Pico
VR-Headset PICO 4 (4)
Die Brille ist mit einem Qualcomm-XR2-Prozessor versehen und verfügt somit über ausreichend Leistung. 8 GiB Arbeitsspeicher sind ebenso an Bord wie wahlweise 128 GB oder 256 GB Festplattenspeicher. Das Display bietet 2.160 x 2.160 Pixel pro Auge, was einer 4K-Auflösung entspricht. Die Bilder werden mit 90 Hertz wiederholt, was vor allem der Entstehung von Motion Sickness vorbeugen soll. Mit einem FOV (Field of View = Sichtfeld) von 105 Grad und den neuen Pancake-Linsen sollen schwarze Bildränder der Vergangenheit angehören und das Immersionsgefühl noch besser herauskommen.
Eigenes Betriebssystem PICO OS
Neben einem eingebauten 360-Grad-Surroundsound besitzt die PICO 4 vier Fischaugenkameras und eine 16-Megapixel-RGB-Kamera. Die Controller werden über ein 6 DoF (degrees of freedom = Freiheitsgrade) System getrackt und sollen auch bei schwachen Lichtverhältnissen stets gut erkannt werden. Im wirklich aktiven Spiele- und Medienmodus hält die Brille laut Hersteller 2,5 Stunden durch, mal sehen, wie es später in der Praxis aussieht. PICO hat sich die Mühe gemacht, ein eigenes Betriebssystem für die Brille zu entwickeln, um auch zukünftig die eigenen Ansprüche perfekt mit der Software verwirklichen zu können.
Was ist mit dem Herzstück - der Software?
Erfahrungsgemäß steht und fällt eine Brille mit den zu nutzenden Erlebnissen innerhalb des eigenen Ökosystems. Ich erinnere mich noch an meine erste VR-Brille, die Playstation VR, für die es gefühlt nur 3 gute Spiele gab. Nachdem ich diese durchgespielt hatte, war das Thema VR notgedrungen erledigt. Ähnlich ging es mir damals bei der Quest 1. Aber PICO will es anders machen.
Quelle: Pico
VR-Headset PICO 4 (1)
Natürlich können sich Besitzer einer PICO 4 TikTok innerhalb ihrer Brille ansehen. Somit ist der erste Content automatisch da. Darüber hinaus werden zum Start 600 kostenfreie Videos abrufbar sein, die das Erlebnis der VR auch für Neulinge greifbar machen sollen. Auch der "Gesundheitszug" kommt bei PICO nicht zu kurz. Es wird eine Möglichkeit geben, Bewegungen aufzuzeichnen und sogar noch zusätzliche Tracker am Bein zu befestigen, sodass man eine detaillierte Auswertung seiner sportlichen Aktivitäten bekommt. Les Milles ist mit seinem Programm natürlich auch auf der PICO 4 zu nutzen.
Jede Woche 2 neue Spiele
Etwas merkwürdig erschien mir die Ankündigung von 2-3 neuen Spielen pro Woche. In der Pressevorstellung wurde der Spielebereich eher stiefmütterlich behandelt. Mit DEMEO, Walking Dead, Peaky Blinders, VR Fishing, Puzzling Places und After the Fall wurden auch nur wenige Spiele namentlich genannt. Es liegt die Vermutung nahe, dass die Blockbuster zunächst für das eigene Ökosystem optimiert werden müssen und sich die Bibliothek erst Stück für Stück füllt.
PICO hat auch eine VR-Welt angekündigt, in der man Avatare erstellen und Items tauschen kann. Doch dies schien noch nicht die große Rolle im Selbstverständnis einzunehmen, sodass ich wieder darüber berichte, wenn ich es live gesehen habe.
Ein Kampfpreis nach dem Vorbild von Meta
Sprechen wir es doch einfach aus: Der Preis ist entscheidend dafür, ob man der PICO 4 eine Chance gib. Und sie setzen alles daran, dass man es tut. Die PICO 4 wird in einer 128-GB-Version für 429€ erscheinen und in einer 256-GB-Version für 499€. Das sind Kampfpreise, wie es nur finanzstarke Player anbieten können. Dies ist gleichzeitig aber auch die einzige Chance, auf dem bisher durch Meta dominierten Markt einen Fuß in die Tür zu bekommen.
Mitglieder des Neo3 Link Beta Programms können die PICO 4 ab dem 23.09. vorbestellen - auch bei Bestware scheint das möglich zu sein. Alle anderen haben die Möglichkeit, ab Oktober online bei allen gängigen Shops eine Bestellung zu platzieren.
Erstes Fazit: PICO 4
Ich bin zwiegespalten. Das Design gefällt mir, die Brille macht einen leichten komfortablen Eindruck und der Kniff mit dem am Kopfende sitzenden Akku könnte für ein angenehmes Tragegefühl der Brille sorgen. Da der Prozessor und die grundsätzliche Ausstattung der PICO 4 die der META Quest 2 in vielen Dingen ähnelt, kann ich mir ungefähr vorstellen, was mich erwartet. Die Bildschirmauflösung ist allerdings bei der PICO 4 besser, was mich auf ein schöneres Bild hoffen lässt.
Gedämpft ist meine Stimmung bei den Inhalten. Aus meiner Sicht gewinnt der VR-Brillen Anbieter, der dem Nutzer das größte Erlebnis bieten kann. Und dazu gehören viele Spiele, tolle Videos, praktische Apps und eine Menge andere Nutzer, mit denen man sich verbinden kann. All das muss PICO erst noch aufbauen und sukzessive ausrollen. Ich vermute, dass dies noch ein weiter Weg ist.

Ansonsten unterschreibe ich die Einschätzung. Ich hab sie seit gestern, nutze sie aber in erster Linie fürs Simracing
Ich habe mir die Pico 4 als PCVR HMD geholt. Zwar kann man die Pico 4 wunderbar autark nutzen und das Spieleerlebnis ist sicher besser als bei Meta, dafür hat letztere die größere Bibliothek und einige exklusive Titel, die es nie auf der Pico geben wird (Resident Evil 4, Beat Saber, Echo VR) und einige in der Entwicklung (GTA San Andreas VR).
Allerdings kann man genau wie bei Meta das HMD per Virtual Desktop (19,99€ im jeweiligen Shop) an den PC koppeln und dann wireless PCVR zocken. Die Grafik kommt dabei sehr nahe an das native (kabelgebundene) Erlebnis heran, auch wenn es hier und da noch Artefakte zu sehen gibt.
Die Linsen sind genial, das größere FOV dezent aber auffällig, Das Gewicht ist ausgeglichen und gering, die Controller sind wohl die besten, die ich je in der Hand gehalten habe (abgesehen von den ersten Oculus Touch Controllern) und das Tracking ist aktuell das beste Inside Out Tracking!
Aber es gibt im ganzen Licht auch Schatten: Der Tragekomfort ist trotz des Gewichtes nicht optimal. Der Druck sitzt bei mir hauptsächlich auf den Stirnhöhlen.
Die Linsen sind nicht entspiegelt, was zu Lensflare führt.
Die Akkuleistung ist nicht sonderlich hoch.
Alles in allem ist es ein tolles Gerät mit leichten Mängeln. In vielen Punkten ist es der Konkurrenz deutlich überlegen, in anderen hinkt es hinterher. Insgesamt liegt es doch gut im vorderen Bereich und ist für jeden Einsteiger durchaus zu empfehlen.
Solche Leute sollten direkt auf Lebenszeit gebannt werden. Für sowas gibt es hier kein Platz.
4K OLED HDR
Ersten echten Eyetracking für Foveated Rendering,(welches laut hands on Berichten tadelos funktioniert)
Adaptive Triggern wie beim PS5 Controller, und noch dazu jede einzelne Fingerposition an den Controllern getrackt per Magnetresonanz..
Vibration in den Controllern sowie am HMD.
Und - einer der größten Vorteile von allem: Einzige Entwicklungsplattform PS5!
Nix Mobile, nix GTX 1060, nix low Performance 4 Core CPU.
Nur PS5 - 10Tflop stark.
?♂️?
Hier auch mal ein Specs Vergleich der PSVR 2 mit kommenden PC Systemen ...
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PS - vielleicht auch noch erwähnenswert, obwohl noch nicht angekündigt dürfte der Preis weit unter den Preisen der besseren PC HMDs liegen. Schließlich plant Sony die Dinger zu millionen zu verkaufen. Und evtl subventioniert Sony sie auch etwas..
Meine persönliche Einschätzung wäre maximal 600 Ohren...
Das PSVR2 steckt doch die ganzen PC HMDs locker in die Tasche was Technik angeht. PS5 ist der Platz in Zukunft wenn man High End VR Erfahrung haben will.
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Und warum wird ein Snapdragon Handyprozessor im Artikel als potent beschrieben?!
Wo ist die Master Race geblieben? Sind euch die Eier abgefallen?
Wenn ihr Glück habt werfen die kommenden AAA PSVR2 Titel ein paar gute PC VR Ports ab für die paar besseren HMDs wie Vive ect..
Solche Leute sollten direkt auf Lebenszeit gebannt werden. Für sowas gibt es hier kein Platz.