Oculus Quest 2: Wissenschaftler erweitern VR-Headset um Mundhaptik
Die Wissenschaftler der Future Interfaces Group haben eine Oculus-Quest-2-Brille so modifiziert, dass sie visuelle Reize unter anderem auf den Lippen spürbar macht. Dazu hat das Forschungsteam unterhalb des Visiers einige auf den Mund gerichtete Ultraschall-Wandler angebracht - und ein mitunter unansehnliches Video aufgenommen.
Während sich die einen Wissenschaftler damit beschäftigen, Geschmäcker virtuell erfahrbar zu machen, hat sich die Future Interfaces Group auf Mundhaptik in der virtuellen Realität spezialisiert. Dem aktuellen Experiment des Forschungsteams der Carnegie Mellon University liegt eine VR-Brille der Marke Oculus Quest 2 zugrunde. Diese wurde so modifiziert, dass sie visuelle Reize unter anderem auf den Lippen spürbar macht, und zwar mittels auf den Mund gerichteter Ultraschall-Wandler, die unterhalb des Visiers befestigt wurden. Die genaue Funktionsweise des ungewöhnlichen VR-Headsets veranschaulichten die Wissenschaftler nun in einem dreiminütigen Video - und das kann auf den Magen schlagen.
Grüner Spinnen-Glibber auf den Lippen
Zuvor erforschte die Future Interfaces Group die Effekte von dreidimensionaler Ultraschall-Stimulation, etwa anhand einzelner Impulse oder Impulsserien sowie Wischbewegungen und länger andauernder Vibration. Die vom Team umgebaute Oculus Quest 2 macht die Ultraschall-Impulse dabei nicht nur auf den Lippen spürbar, sondern auch auf den Zähnen und der Zunge. Das kürzlich veröffentlichte Demonstrationsvideo beginnt für die weibliche Testperson in einem virtuellen Spukwald aus verdorrten Bäumen und zahlreichen Spinnweben. Ihr Gesicht ist am linken unteren Rand in Nahaufnahme zu sehen, wobei ein roter Punkt auf ihren Lippen den jeweiligen Ultraschall-Impuls nachzeichnet. Zu der Simulation gehören Dinge wie eine über den Mund krabbelnde Spinne sowie eine "Spinnenexplosion" mit grünem Glibber, aber auch angenehmeres wie Zähneputzen und ein Wasserstrahl.
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Zuletzt stellt ein längerer Fahrradkurs durch polygonales Grün gleich mehrere Situationen nach. Hier "küsst" die Kandidatin aufeinandergestapelte Holzkisten, spürt danach Regen auf dem Mund und durchfährt einige Schmutzpfützen. Am Ende der Tests kamen die Forscher anhand von Umfragen zu dem Schluss, dass Mundhaptik in der virtuellen Realität den Realismus enorm erhöht. Für die komplette Bewertung und weitere Details verwies die FIG auf das entsprechende Papier. Außerdem wurde der Quell-Code als Open-Source veröffentlicht.
Quelle: via PC Gamer

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