Mixed-Reality-Headsets: Finale Acer-Brille überzeugt im ersten Test
Das Mixed-Reality-Headset von Acer stellt sich den ersten Tests. Beim Ausprobieren der Kollegen von heise.de kann das Gerät bereits überzeugen. Das Positions- und Head-Tracking soll sich auf dem Niveau der Oculus Rift und HTC Vive befinden, die Motion-Controller kämen nah dran. Erfreulich sei zudem die hohe Auflösung von 2.880 × 1.440 Pixeln.
Mit dem seit gestern verfügbaren Fall Creators Update für Windows 10 sind jetzt auch die Mixed-Reality-Brillen von Microsofts Partnern ohne Umwege nutzbar. Die Kollegen von heise.de haben bereits ein Modell von Acer erhalten und auf den ersten Prüfstand gestellt. Die grundsätzliche Hardware ist zu den Konkurrenzprodukten von Asus, Dell, HP und Lenovo identisch, die Erkenntnisse sollten sich daher übertragen lassen.
Positiv wird die unkomplizierte Installation angemerkt. Das ist wichtig, um Virtual Reality dem Massenmarkt näher zu bringen. Bei der Inbetriebnahme fiel lediglich auf, dass die zwei mitgelieferten Touch-Controller eine Bluetooth-Verbindung voraussetzen, aber kein entsprechendes Dongle beiliegt - bei einem Preis von 450 Euro. Wer kein M.2-E-Key-Modul mit WLAN und Bluetooth auf dem Mainboard hat, muss sich einen Bluetooth-Dongle besorgen. Hat man ein solches gefunden, soll das sogenannte Inside-Out-Tracking mit den Kameras und internen Sensoren gut funktionieren. Das Positions- und Head-Tracking der Mixed-Reality-Brille befinde sich auf dem Niveau der Oculus Rift und HTC Vive. Lediglich die Controller mit eigenem Tracking zitterten gelegentlich. Der Verzicht auf externe Sensoren sei befreiend, Nutzer sind aber noch auf eine USB-Kabelverbindung mit einem PC angewiesen.
Ebenfalls positiv sei die Schärfe der zwei Displays. Die Auflösung pro Auge beläuft sich auf 1.440 × 1.440 Pixel, also 2.880 × 1.440 insgesamt. Besonders Schrift sei deutlich besser lesbar als bei der Oculus Rift und HTC Vive, weil LCDs, wahrscheinlich IPS-Panels, mit klassischer Farbmatrix zum Einsatz kommen. Diese stellen drei Subpixel pro Pixel dar, die genannten High-End-Brillen mit AMOLED-Displays nur zwei, was den bekannten Fliegengittereffekt erzeugt. Ohne Kritik kommen die Bildschirme der Mixed-Reality-Brille aber nicht aus: Sie seien Kontrastärmer und hätten ein geringeres Sichtfeld, was einen Bullaugeneffekt verursache.
Die meisten Mixed-Reality-Brillen gehen für eine unverbindliche Preisempfehlung von 449 Euro an den Start. Dells Ausführung kostet gar 505 Euro. Damit stellen die Neulinge nur eine Alternative zur Oculus Rift und HTC Vive dar, die 450 beziehungsweise 650 bis 700 Euro kosten. Einen Vorteil haben die beiden alteingesessenen VR-Brillen noch: Die Ökosysteme rund um Oculus und Steam sind deutlich größer. Die Steam-VR-Unterstützung für die Mixed-Reality-Brillen soll erst noch nachgereicht werden. Zurzeit können Nutzer 38 Spiele und Anwendungen einzig aus dem Windows-Store kaufen und herunterladen.

Zurzeit können Nutzer 38 Spiele und Anwendungen einzig aus dem Windows-Store kaufen und herunterladen.
Mit Windows Blue erreicht man schon den Windows-Store. Soweit mir bekannt sind diese Brillen aber Windows 10 Nutzern vorbehalten, die wiederum das kürzlich erschienene Creators-Update installiert haben müssen.
Nächstes Zugpferd: Mixed-Reality-Headset
Im Video zum Fall Creators Update hat M$ den Begriff dahingehend beschrieben das er einfach dafür steht das entweder reale Aktionen in Virtuelle Umgebungen gebracht werden ( VR ) oder Virtuelles in Reale Umgebungen ( AR ).
Als Name für die Plattform von M$ ist er natürlich in Ordnung, da ja die VR Headsets wie auch die HoloLens und z.b. AR Funktionen mit Kameras darin vorhanden sind.
Als Name für die Headsets ist es natürlich falsch.
"Mixed Reality" ist jetzt leider nur noch eine leere Marketing-Worthülse von Microsoft. Deren neuer Definition zu Folge reicht es, wenn das System irgend einen Aspekt der physischen Realität im virtuellen Wiedergibt. Die korrekte Einblendung des virtuellen Bodens an Stelle des realen, wie sie für Vive und Rift vollkommen normal ist, erfüllt also schon diese Definition von "mixed Reality".
Es bleibt abzuwarten, ob sich der Begriff in dieser Form durchsetzt. Zuvor wurde "Mixed Reality" nur im Umfeld von Microsofts eigener Hololens intensiv genutzt, die den freien, direkten Blick auf die reale Welt zum zentralen Bestandteil des Konzeptes macht. Prinzipiell ist der Begriff aber noch wesentlich älter und umfasst zum Beispiel auch ganz normale Augmented-Apps für Smartphones, die nur eine Kombination aus virtuellen Inhalten und Realfilmaufnahmen auf einem normalen Bildschirm darstellen.
Kann mir da irgendwer den Unterschied erklären oder verkauft sich "Mixed Reality" einfach nur besser als "Virtual Reality"?
Aber Wikipedia fasst anscheinend auch VR über Mixed Reality, wie du gezeigt hast:
"Mixed Reality - Neben der hauptsächlich computererzeugten virtuellen Realität sind dies insbesondere Systeme der erweiterten Realität und der erweiterten Virtualität."
Man könnte Mixed Reality auch so sehen: Physische Bewegungen in der Realität werden mit der visuellen virtuellen Realität gemixt
Was soll denn bitte MIxed Reality sein?
Das ist doch auch nur eine ganz gewöhnliche VR-Brille. Mixed Reality würde ich mir eher in Richtung Augmented Reality vorstellen. Also eine offene Brille, in der man seine Umwelt sieht, die dann eben durch virtuelleDinge erweitert wird. Das kann vom virtuellen Haustier bis zu einem Shooter-Game alles sein. Nur für "Mixed" oder eben "Augmented" sollte es eben nicht nur eine geschlossene Brille sein, die irgendein Spiel vorspielt.
Kann mir da irgendwer den Unterschied erklären oder verkauft sich "Mixed Reality" einfach nur besser als "Virtual Reality"?
Wikipedia ist da scheinbar auch meiner Ansicht und ich erkenne noch weniger, was an dieser Brille "Mixed Reality" sein soll.