Neues Omen-Spielzeug von HP: VR-Rucksack und Grafikdock
Die Gaming-Schiene von Hewlett Packard namens Omen wird nicht nur mit aktuellen Komplett-PCs und Notebooks aufgefrischt, sondern erhält auch Zuwachs an neuer Gaming-Hardware. Etwa mit dem Omen Accelerator, einem externen Grafikkartengehäuse, das per Thunderbolt 3 angebunden wird, oder einem VR-Rucksack mit kompaktem PC, der auch im Dock betrieben werden kann.
VR-Rucksack: Kompakt-PC mit Docking-Option
Quelle: HP
HP Omen X Compact Desktop
Ein Rucksack-PC für VR-Brillen ist im Prinzip nicht unbedingt etwas Neues. HP gestaltet aber den kompakten Rechner modular, sodass er nicht nur auf dem Rücken als Rucksack getragen werden kann, sondern auch in einem Dock auf dem Schreibtisch Platz findet.
Der flache Fladen namens HP Omen X Compact Desktop verfügt über eine aktuelle Kaby-Lake-CPU, ein Intel Core I7-7820HK, eine Geforce GTX 1080, 16 GiByte DDR4-RAM und eine PCI-E-SSD mit 1 TiByte an Kapazität. Trotz kompakter Bauweise sind noch einige Watt Luft nach oben zum Übertakten. Preis des Rechners mit Desktop-Dock beziffert HP auf 2.499 Dollar.
Das Rucksack-Modul bietet Platz für zwei Akkus mit je 73 Wattstunden an Kapazität. Im Set sind zwei Paar inklusive, sie können im Betrieb ausgetauscht werden (hot-swappable). Ein Paar soll den Rucksack-Rechner bis zu eine Stunde lang mit Strom versorgen. Der Rucksack-Adapter soll zusammen mit den vier Akkus 599 Dollar kosten.
HP Omen Accelerator: Externe GPU-Lösung
Quelle: HP
Anschlüsse des HP Omen Accelerator
Laut der HP-Präsentation am letzten Freitag möchten Kunden für verschiedene Aufgaben das Gerät nicht wechseln. Ein GPU-Dock ist daher die logische Konsequenz daraus. Leistungsstarke Business-Notebooks verfügen oft über eine potente CPU, nicht aber über eine dedizierte GPU. Wer über ein Notebook mit Thunderbolt-3-Anschluss verfügt, kann dieses mit dem HP Accelerator um eine Desktop-Grafikkarte erweitern. Daneben finden im Gehäuse auch ein 2,5-Zoll-Laufwerk sowie ein ATX-Netzteil Platz, das die GPU und auch das Notebook mit Strom versorgt, falls dieses über USB-C lädt. Darüber hinaus bietet das Grafikdock eine USB-C-, vier USB-A-Datenbuchsen und einen LAN-Port.
HP ist natürlich nicht der erste Hersteller mit einem externen GPU-Dock auf dem Markt. Seit Thunderbolt 3 steht erstmals eine Schnittstelle zur Verfügung, die für eine externe Grafiklösung schnell genug ist. Der Standard bietet jedoch nur vier PCI Express Landes, sodass dieselbe GPU etwas ausgebremst wird, verglichen mit der Mainboard-Anbindung bei 16 Lanes. Im Heft 01/2017 haben wir die Powercolor Devilbox getestet und die Leistung bzw. Frameraten einer Grafikkarte verglichen. Auf dem deutschen Markt ist bislang nur die Devilbox erhältlich - zum stolzen Preis von knapp 500 Euro (mit Netzteil). Der HP Omen Accelerator soll im August als Leergehäuse ab 299 Dollar auf den amerikanischen Markt kommen.
