Mini-CRTs statt OLED-Panels: Youtuber baut funktionierendes VR-Headset mit Röhren-Displays
Moderne VR-Brillen setzen auf hochauflösende OLED- oder LCD-Panels. Im Gegensatz dazu hat ein Youtuber nun mit Mini-CRTs aus alten tragbaren Fernsehern ein funktionsfähiges Headset gebaut.
Was passiert, wenn man klassische Röhrenbildschirme mit moderner Virtual-Reality-Technik kombiniert? Das hat der Youtuber Dooglehead ausprobiert und ein funktionierendes VR-Headset aus Mini-CRT-Displays gebaut, die ursprünglich in tragbaren Sony‑Watchman‑TVs der 1990er steckten. Statt auf übliche HD-LCD- oder OLED-Panels moderner VR-Brillen setzt sein Projekt auf zwei 2,7-Zoll-CRTs und eine Handvoll Elektronik: Ein FPGA-Board wandelt das HDMI-Signal des PCs in ein analoges Format um. Ein angepasstes Lighthouse-Tracking sorgt für die Kopfbewegungsdaten. All das steckt in einem Gehäuse aus Pappe und wiegt insgesamt gerade einmal 544 Gramm.
Vorteile und Grenzen
Moderne VR-Headsets kämpfen mit dem sogenannten Screen-Door-Effekt - dem sichtbaren Raster zwischen den Pixeln, das entsteht, wenn Displays sehr nah vor dem Auge positioniert werden. Mini-CRTs besitzen diese ausgeprägten Pixelkanten nicht, was dem DIY-Projekt eine glatte Darstellung ermöglichen soll. Dieser Ansatz hat allerdings seinen Preis: Die Bildausgabe ist monochrom, kontrastarm und auf etwa 60 Hz beschränkt. Bei aktuellen VR-Brillen sind diese Faktoren längst überholt. Die Auflösung von 640 × 480 Pixeln pro Auge sorge zudem für eine unscharfe Darstellung, und das Fehlen von Farben erschwere das Erkennen von Spielelementen.
Alltagstauglich oder reine Technik-Demo?
Für den Alltag ist das CRT-VR-Headset kein ernsthafter Konkurrent für Geräte wie die Meta Quest, Valve Index oder andere moderne Systeme. Doch als Bastelprojekt und Proof of Concept könnte es Hardware-Fans begeistern: Es verbindet nostalgische Display-Technik mit aktuellen VR-Standards. Insgesamt bleibt der DIY-Röhren-Ansatz ein faszinierendes Beispiel dafür, dass selbst vermeintlich überholte Technik noch überraschen kann.
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Quelle: Dooglehead via PC Gamer

- Wollte man scharfe, kleine Pixel, blieben riesige Zwischenräume (Vive, Rift)
- Wollte man scharfe Pixel ohne Zwischenräume, hatte man riesige Quadrate und somit störende Treppenartefakte (PSVR)
- Wollte man ein gleichmäßiges Bild ohne Zwischenräume, musste man die Pixel ineinander übergehen lassen, hatte also ein unscharfes Bild (hier wohl durch die schlechte CRT-Qualität automatisch der Fall).
Ein rund um gutes Bild, bei dem man den Bildschirm nicht als solchen wahrnehmen kann, erfordert halt eine einigermaßen realitätsnahe Detaildarstellung. Die Quest 1 hat das meiner Meinung nach schon recht gut hinbekommen. Die Immersion war zumindest für mich besser, als bei der Rift S und ihrem LCD-Grauschleier.
Aktuell sind ja die Samsung XR (neben der Virtue Beast) und die Pimax mit OLED der heilige Gral!
Ein 250 Mbit Stream mit h.265 10Bit mit WIFI6e und 160Mhz Kanalbandbreite macht auch 8K und sieht gleich aus.
Sehe gerade gab ja erst vor kurzem ein Test!
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- Wollte man scharfe, kleine Pixel, blieben riesige Zwischenräume (Vive, Rift)
- Wollte man scharfe Pixel ohne Zwischenräume, hatte man riesige Quadrate und somit störende Treppenartefakte (PSVR)
- Wollte man ein gleichmäßiges Bild ohne Zwischenräume, musste man die Pixel ineinander übergehen lassen, hatte also ein unscharfes Bild (hier wohl durch die schlechte CRT-Qualität automatisch der Fall).
Ein rund um gutes Bild, bei dem man den Bildschirm nicht als solchen wahrnehmen kann, erfordert halt eine einigermaßen realitätsnahe Detaildarstellung. Die Quest 1 hat das meiner Meinung nach schon recht gut hinbekommen. Die Immersion war zumindest für mich besser, als bei der Rift S und ihrem LCD-Grauschleier.
Bei Quest1 und vorher Zeiten, konnte selbst OLED nicht retten, dass dieser Fliegengittereffekt einfach nur der komplette Imerssionskiller war. So gern ich auch OLED in VR anschaue und es den Augen sooooooo gut tut, weil sie einfach wirklich dank Schwarzwerte abschalten können und zur Ruhe kommen, kommt man einfach nicht darüber hinweg, dass Menschen nunmal kein schwarzes Gitter über der Haut haben!
Der gleiche Prinzip machte man sich bei CRT-Projektoren zu nutze, welche drei monochrome Bildröhren in den Grundfarben verwenden, welche dann durch Optiken übereinander projiziert ein vollfarbiges Bild erzeugen. Im Heimkimobereich konnten sich diese durch den fehlenden Screen-Door Effect noch einige Zeit im Hochpreissegment gegen DLP- oder LCD-Projektoren durchsetzen.
Wenn ich sowas bauen wollen würde, hätte ich dafür Miniaturröhren aus den Suchern analoger Camcorder verwendet, was ebenfalls Monochromröhren sind, nur wesentlich kompakter als Watchman-Röhren. In Verbindung mit einem 3D-Drucker, Farbfiltern und Linsen könnte man das so bei Verwendung von insgesamt 6 Röhren sogar farbig hinbekommen. Der Aufwand wäre aber schon sehr groß und der Bildqualität sehr wahrscheinlich nicht angemessen.