Ryzen 5000: MSI zeigt Curve Optimizer mit B450 Tomahawk Max und Ryzen 9 5900X
MSI zeigt den AMD Curve Optimizer mit B450 Tomahawk Max und Ryzen 9 5900X. Der Curve Optimizer soll ein paar Prozentpunkte mehr Leistung aus Prozessoren kitzeln und diese dabei kühler im Betrieb machen.
MSI zeigte sich zuletzt recht großzügig beim Informationsfluss - etwa bei den technischen Eckdaten zu Rocket Lake. Heute gibt es weitere Details zum AMD Curve Optimizer, der laut letzten Hoffnungen noch im Dezember auf den ersten Mainboards mit AGESA 1.1.1.0 Patch D starten soll. Realistisch betrachtet dürfte die breitere Verfügbarkeit im Januar 2021 für Mainboards mit 400er und 500er I/O-Hub gegeben sein.
Die von MSI veröffentlichten Informationen zeigen den AMD Curve Optimizer auf einem B450 Tomahawk Max, lange Zeit eines der beliebtesten Modelle um 100 Euro. Auf das Board schnallte MSI den Ryzen 9 5900X, wo der Curve Optimizer über das BIOS aktiviert ist. Später soll auch die Ryzen Master Software fit gemacht werden, aber soweit ist es noch nicht und voraussichtlich wird auch nicht jedes Mainboard mit der Steuerung über Windows klarkommen.
Precision Boost Overdrive 2 soll dabei mit seinem Kurven-Optimierer das Thema einerseits besonders zugänglich machen, andererseits professionellen Anwendern sehr granulare Einstellungen erlauben, um das Maximum aus dem Vorhaben herauszuholen. Bis zu 30 Stufen kennt die Kurve, die der Nutzer verwalten kann - jede Stufe liegt bei 3-5 Millivolt. Mit 10 Stufen kann man so ein Undervolting von 30 bis 50 Millivolt erreichen. Die Ergebnisse hängen am Ende aber auch immer vom Silizium ab, das vermessen wird: Interne Sensoren in den Prozessoren auf Kernebene, die im Millisekunden-Bereich operieren, liefern Statusdaten, die das Tool heranzieht, um die besten Ergebnisse zu erzielen; und deswegen gehen ältere Ryzen-CPUs leer aus.
Für den konkreten Fall konnte der Curve Optimizer im Cinebench R20 Single-Threaded 50 MHz herausholen - ein Plus von 1,6 Prozent. Multi-Threaded sind 100 MHz und 2 Prozent drin. Das mag nicht wahnsinnig viel sein, aber als Zugabe gibt es niedrigere Temperaturen. Durch die clevere Nutzung des Siliziums können knapp 4 Grad gefunden werden. MSI verwendete 15 als Curve-Optimizer-Wert und weist darauf hin, dass 30 das System instabil machte. Folglich war hier dann die Spannung zu gering.
AMD verspricht in Marketingunterlagen bis zu 2 Prozent mehr Single-Thread-Performance und bis zu 10 Prozent Multi-Thread-Performance. Generell gilt, dass die Ergebnisse besser werden, je mehr CCDs auf dem Chip verbaut und je weniger Kerne pro CCD aktiv sind. Daraus ergibt sich, dass der Ryzen 9 5900X am meisten profitieren soll. Und auch, weil er zusammen mit den Ryzen 9 5950X die TDP von 105 Watt (bzw. 142 Watt Powerlimit) am ehesten ausreizt. Prozessoren wie der beliebte, weil (wenn regulär lieferbar) eigentlich trotz Preiserhöhung immer noch recht kostengünstige Sechskerner 5600X profitieren eher in der Single-Thread-Leistung.
MSI will das AGESA-Update für das B450 Max in ein paar Tagen ausliefern. Generell gilt wie eingangs erwähnt, dass manche Hauptplatinen sicher noch vor Weihnachten versorgt werden; das Groß aber dürfte erst im Januar aktualisiert werden. Das Ryzen Master Toll wird auch erst kommendes Jahr nachgezogen.
Quelle: Wccftech

CB hat ein Test gestartet ich war auch mit dabei, AMD 3900X mit einer Radeon R9 390+! Es funktioniert und bringt auch Leistung. Allerdings mal mehr mal weniger. Bei Cyberpunk 2077 habe ich doppelte max. FPS sowie flüssigere Frametimes. Wundert mich das PCGH dieses Thema noch nicht Aufgegriffen hat.
AMD Smart Access Memory im Test
Hoffe das ist Ok wenn ich das Verlinke.
Scheint so AMD hätte bemerkt, dass die Leute nicht blind das Board mit aufrüsten (kein Wunder bei den Boardpreisen) und jetzt soll wenigstens das CPU Upgrade verkauft werden. Da darf man dann auch mal ein Feature dazupacken, dass man sich als B450 Plebs nicht zu benachteiligt fühlt.
Quelle: https://www.msi.com/Mothe...
Aber es gilt hier doch, es wird eine Mehrleistung bei geringerem Verbrauch geschaffen, was grds. extrem positiv zu bewerten ist. Mit 2% liegt die Steigerung zwar im marginalen Bereich, aber hey, 2% haben oder nicht haben, war für viele Intelnutzer der vergangenen Generationen ein Grund AMD weiter zu verteufeln. Bei 10% mehr Leistung im MC Bereich (die ich anhand der hiesigen Werte für nicht einmal unrealistisch halte) finde ich schon, dass es mehr als nur erwähnenswert ist. Bin mal gespannt, wie sich so ein Feature, gerade beim 5900X und 5950X auf die Gamingperformanceindexes auswirkt.