Radeon Vega Frontier Edition trifft auf Raijintek Morpheus II - Quad-Slot-Umbau

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Radeon Vega Frontier Edition trifft auf Raijintek Morpheus II - Quad-Slot-Umbau (10)
Quelle: PC Games Hardware

Der Raijintek Morpheus II passt als einziger Nachrüstkühler ohne Probleme auf AMDs Radeon Vega Frontier Edition. PC Games Hardware hat den Kühlkörper auf eine solche Grafikkarte montiert und mit zwei Silent-Wings-3-Lüftern aus dem Hause Be quiet versehen. Das Ergebnis: Ein wortwörtliches Flaggschiff, das vier Steckplätze auf einem Mainboard belegt.

AMDs Radeon Vega Frontier Edition hat vergleichsweise große Lochabstände von 64 mm für Kühlerhalterungen. Grund ist die 484 mm² messende Vega-10-GPU zusammen mit den zwei HBM2-Stacks auf einem Siliziuminterposer. Das Gesamt-Package fällt wegen des On-Package-Speichers größer aus als bei bisherigen GPUs (abgesehen von Fiji, GP100 und GV100). Die meisten Nachrüstkühler, seien es Luft- oder All-in-One-Wasserkühlungen, passen deshalb nicht auf die Radeon Vega Frontier Edition und werden es auch nicht bei den RX-Vega-Grafikkarten mit gleicher Vega-10-GPU.

Die einzige kompatible Drittanbieterlösung stellt Raijinteks Morpheus II dar, welcher verschiedene Lochabstände bis 64 mm aufweist. Für Enthusiasten zum Glück handelt es sich dank der großen Ausmaße um einen sehr potenten Luftkühler, wenn man zwei 120-mm-Lüfter draufschnallt. Wir haben unsere Radeon Vega Frontier Edition aus dem Einzelhandel entsprechend umgebaut, um die Leistung bei niedrigeren Temperaturen zu ermitteln.

Der Kühler wird ohne Lüfter ausgeliefert - im Falle der Radeon Vega Frontier Edition mit bis zu 300 Watt Abwärme ist jedoch mindestens einer zwingend erforderlich. Für die erste Messreihe haben wir uns für zwei 120-mm-Lüfter des Typs Silent Wings 3 PWM aus dem Hause Be quiet entschieden, welche dank der relativ hohen Maximaldrehzahl von 2.200 U/Min einen hohen Druck erzeugen können. Die Halteklammern des Morpheus II harmonieren nicht mit den Halterahmen der Silent-Wings, Kabelbinder schaffen jedoch Abhilfe (auf den Bildern sind die Lüfter unbefestigt).

Doch die GPU nebst HBM ist nicht alles, das Vega-PCB trägt zahlreiche weitere Hitzköpfe. Bei der Entscheidung, welche Bauteile Kühlelemente erhalten, haben wir uns an der Basisplatte des Referenzkühlers orientiert. Diese bedeckt nicht nur die Mosfets, sondern auch deren Spulen; sie alle nehmen mittels Wärmeleitpads Kontakt zur Platte auf. Der Morpheus II bringt einen großen VRM-Kühlkörper mit, welcher jedoch inkompatibel zur Vega FE und vielen weiteren Grafikkarten ist. Praktischerweise legt Raijintek jedoch viele kleine Kühlmodule bei, deren Anzahl genügt, um alle Hitzequellen zu bedecken. Nicht ganz optimal ist, dass diese Elelemente mittels (Wärmeleit-)Kleber befestigt werden müssen.
Wir entscheiden uns aus mehreren Gründen für eine leicht abweichende Lösung: Die Mosfets bekleben wir mit den Kühlerchen des Morpheus II, bei den Spulen entscheiden wir uns hingegen für andere Teile aus unserem reichhaltigen Kühlerfundus, da diese eine größere Fläche bieten, selbst kleben und besser ins neue Farbbild passen. Lediglich die vier Spulen direkt über dem Grafikchip können wir nicht damit bestücken, da der Kühler ansonsten kollidiert.

Wie schon die wassergekühlte Vega FE Liquid kann die umgebaute Grafikkarte höhere Boost-Taktraten halten, weil die GPU nicht ständig ins Temperaturlimit rennt. Dafür belegt sie stolze vier Steckplätze, ist also nur etwas für größere Gehäuse, wo keine andere Erweiterungskarte im Weg ist. Genaue Ergebnisse und eine Bauanleitung zur Radeon Vega Frontier Edition mit Morpheus-II-Kühler werden Sie in der kommenden PCGH-Ausgabe 09/2017 finden. So viel vorweg: Ohne manuell erhöhtes Powerlimit steigt die Leistung nur geringfügig an, die Lautstärke und Temperatur nehmen jedoch, je nach Lüfterwahl und Drehzahl, signifikant ab.

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