Vega 20 & Zen 2: AMD sieht sich als "Early Adopter" von PCI-Express 4.0

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Vega 20 & Zen 2: AMD sieht sich als „Early Adopter“ von PCI-Express 4.0
Quelle: PC Games Hardware

Broadcom hat seinen ersten Ethernet-Controller vorgestellt, der PCI-Express 4.0 als Übertragungsschnittstelle nutzt. Interessant dabei: AMDs Leiter der Datacenter-Design-Engineering-Gruppe wird zitiert. Laut ihm wolle AMD beim Thema PCI-Express 4.0 einen "Early Adopter" darstellen. Bei der Vega-20-GPU gilt die PCI-E-4.0-Unterstützung als gesichert, Zen 2 könnte sie ebenfalls mitbringen.

Ausgehend von Leaks und AMDs GPU-Patches für Linux gilt es bereits als wahrscheinlich, dass die Vega -20-GPU, welche AMDs 7-nm-Ära einläuten soll, PCI-Express 4.0 unterstützt - sie würde damit die ersten Grafikkarten überhaupt ermöglichen, die den neuen Verbindungsstandard beherrschen. Ein Zitat in einer Pressemitteilung des Chipherstellers Broadcom nährt nun die Vermutungen, wonach AMD bald schon auf PCI-E 4.0 im Server-Bereich setzen könnte.

AMD als "Early Adopter" von PCI-Express 4.0

Broadcom hat verkündet, Muster des Ethernet-Controllers "Thor" zu verschicken. Er stellt das erste Modell dar, das PCI-Express 4.0 nutzt und darüber Übertragungsraten von bis zu 400 Gigabit pro Sekunde ermöglicht (wahlweise 4 × 100 oder 2 × 200 Gbit/s). Zitiert wird Raghu Nambiar, Vice Precident von AMDs Datacenter-Design-Engineering-Sparte:

"AMD intends to be an early adopter of PCIe 4.0 to meet the ever-increasing need for efficient, high-performance computing resources. Broadcom is a valuable contributor to the technology ecosystem and AMD looks forward to the support for our CPU and GPU processor architectures from the Thor PCIe 4.0 product."

Heißt: Zumindest im Server-Bereich wolle AMD PCI-Express 4.0 frühzeitig unterstützen, sowohl GPU- als auch CPU-seitig. Neben Vega 20 könnten Zen-2-basierte Prozessoren einen Support mit sich bringen. Computerbase.de hat eine ältere geleakte Roadmap ausfindig gemacht, auf der unter Rome - den Epyc-Ablegern mit Zen-2-Dies - PCI-E 4.0 vermerkt wurde. Das wäre nur logisch, weil AMD ansonsten kein hauseigenes Produkt hätte, um die Vega-20-GPUs über die Schnittstelle ansprechen zu können - alternativ sollen beide Chips übrigens XGMI beherrschen. IBM unterstützt PCI-E 4.0 bereits mit seinen Power9-CPUs. Bei Intel wird das wahrscheinlich ein Thema für Ice Lake, der sich wegen der 10-nm-Fertigung jedoch verspätet. Im Desktop-Bereich könnte die Schnittstelle mit den Ryzen-3000-CPUs und Navi-GPUs Einzug halten

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    • Kommentare (41)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        AW: Vega 20 & Zen 2: AMD sieht sich als "Early Adopter" von PCI-Express 4.0

        Zitat von BxBender
        Die IOPS sind ja auch für Privatanwender eher nebensächlich. Die hohen Datenraten an sich sind dann schon eher für die breitere Masse interessant.
        Was damals interessant war, waren vor allem die kurzen Zugriffszeiten. Also eigentlich schon die IOPS, die sind nämlich von 100 erst in die Tausende, dann in die Zehntausende gestiegen und jetzt bei Hundertausenden. Im Gegensatz dazu ist die Datenrate, vor allem am Anfang, nur geringfügig gestiegen. Meine erste SSD war beim sequenziellen Lesen so schnell wie eine Festplatte und beim Schreiben sogar langsamer, der Speedup war im Alltag trotzdem spürbar.

        Und ich sagte auch, dass es sicherlich vorangehen muss. Alles was ich meinte ist, dass bis jetzt die Interfaces fast immer eher einen Schritt voraus waren, als zurückzuliegen und dass es in den meisten Fällen nicht so viel bringt sich an der Stelle über die Langlebigkeit des Systems zu sorgen, weil es meist kaum einen Unterschied macht. Aber ich gebe zu, wenn es einem wichtig ist, möglichst viel Datenträgerbandbreite im System unterzubringen, dann sollte man eventuell warten, bis neue Schnittstellen verfügbar sind. Aber da kann auch niemand garantieren, dass die neuen Schnittstellen dadrauf sich gar nicht durchsetzen oder schon nach 2 Jahren durch was neueres ersetzt werden. Aber was man hat, hat man natürlich und die meisten Sachen, die es auf ein halbwegs normales Mainboard schaffen, sterben auch nicht so schnell aus.

        Zitat von BxBender
        Wenn z.B. ein Update wie ein neuer Grafikkartentreiber aus dem Netz gezogen wird, das dann im Hintergrund entpackt werden muss, udn dann auch noch gefühlt ne Ewigkeit zur Installtion inkl. Neustart benötigt, ja dann wünsche ich mir immer schnellere Komponenten.
        Wenn es bei einem 500 MB großen Treiber auf einer SSD, die 500 MB/s schafft, deutlich länger als 2 Sekunden dauert, ihn zu entpacken, ist dann die SSD schuld? Ich halte das für unwahrscheinlich. Zumal der direkt nach dem Download eh im Cache liegen müsste. Klar ist mehr Bandbreite besser, aber im Moment finde ich das Kosten/Nutzen-Verhältnis von M.2-PCIe-SSDs noch nicht so toll, auch wenn meine nächste Plattform vielleicht eine kriegt. Aber ich bin ja auch nicht 99% der Nutzer und bis dahin dauert es vielleicht auch noch mal einen Moment.
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        AW: Vega 20 & Zen 2: AMD sieht sich als "Early Adopter" von PCI-Express 4.0

        Zitat von BxBender
        Die IOPS sind ja auch für Privatanwender eher nebensächlich. Die hohen Datenraten an sich sind dann schon eher für die breitere Masse interessant.
        Was damals interessant war, waren vor allem die kurzen Zugriffszeiten. Also eigentlich schon die IOPS, die sind nämlich von 100 erst in die Tausende, dann in die Zehntausende gestiegen und jetzt bei Hundertausenden. Im Gegensatz dazu ist die Datenrate, vor allem am Anfang, nur geringfügig gestiegen. Meine erste SSD war beim sequenziellen Lesen so schnell wie eine Festplatte und beim Schreiben sogar langsamer, der Speedup war im Alltag trotzdem spürbar.

        Und ich sagte auch, dass es sicherlich vorangehen muss. Alles was ich meinte ist, dass bis jetzt die Interfaces fast immer eher einen Schritt voraus waren, als zurückzuliegen und dass es in den meisten Fällen nicht so viel bringt sich an der Stelle über die Langlebigkeit des Systems zu sorgen, weil es meist kaum einen Unterschied macht. Aber ich gebe zu, wenn es einem wichtig ist, möglichst viel Datenträgerbandbreite im System unterzubringen, dann sollte man eventuell warten, bis neue Schnittstellen verfügbar sind. Aber da kann auch niemand garantieren, dass die neuen Schnittstellen dadrauf sich gar nicht durchsetzen oder schon nach 2 Jahren durch was neueres ersetzt werden. Aber was man hat, hat man natürlich und die meisten Sachen, die es auf ein halbwegs normales Mainboard schaffen, sterben auch nicht so schnell aus.

        Zitat von BxBender
        Wenn z.B. ein Update wie ein neuer Grafikkartentreiber aus dem Netz gezogen wird, das dann im Hintergrund entpackt werden muss, udn dann auch noch gefühlt ne Ewigkeit zur Installtion inkl. Neustart benötigt, ja dann wünsche ich mir immer schnellere Komponenten.
        Wenn es bei einem 500 MB großen Treiber auf einer SSD, die 500 MB/s schafft, deutlich länger als 2 Sekunden dauert, ihn zu entpacken, ist dann die SSD schuld? Ich halte das für unwahrscheinlich. Zumal der direkt nach dem Download eh im Cache liegen müsste. Klar ist mehr Bandbreite besser, aber im Moment finde ich das Kosten/Nutzen-Verhältnis von M.2-PCIe-SSDs noch nicht so toll, auch wenn meine nächste Plattform vielleicht eine kriegt. Aber ich bin ja auch nicht 99% der Nutzer und bis dahin dauert es vielleicht auch noch mal einen Moment.
      • Von BxBender Volt-Modder(in)
        AW: Vega 20 & Zen 2: AMD sieht sich als "Early Adopter" von PCI-Express 4.0

        Zitat von empy
        Der Punkt ist, dass >99% der Anwender es nicht merken würden, wenn sie im ganzen System nur 8 3.0-Lanes hätten und daran alles geswitcht angeschlossen wäre. Klar, wenn du darauf bestehst, dass deine 4 M.2-SSDs durchgehend volle Pulle I/O machen können, während die Grafikkarte, oder am besten gleich mehrere, auch die volle Bandbreite ihres Slots braucht, dann reicht das halt nicht mehr. Bei der üblichen Office- oder Zockerkiste wären die Unterschiede wohl mess- aber kaum spürbar.
        Die IOPS sind ja auch für Privatanwender eher nebensächlich. Die hohen Datenraten an sich sind dann schon eher für die breitere Masse interessant.
        Das Problem ist halt nur, die Leute haben sich seit 30 Jahren an lahme Kisten so sehr gewöhnt, dass man sie mit Gewalt zu ihrem Glück zwingen muss.
        Man kauft sich sogar jetzt noch lieber Notebooks mit Festplatten drin, hauptsache die sind nochmal 30-50 Euro billiger.
        Ich stimme dir zwar zu, dass man im Moment sicherlich mit einer normalen M2 gut dabei ist.
        Aber warum sollte man sich dem Fortschritt verwehren und den Rechner künstlich leistungstechnisch wie mit einem Tempomat abgrenzen?
        Siehe oben.
        Du vertrittst demnach sicherlich auch die Meinung, ein normaler Mensch braucht langfristig niemals mehr als 4 Kerne, weil alle normalen Spiele damit ganz gut laufen und Standardsoftware eh noch hinterherhinkt?
        Mir geht es beim Kauf immer um eine längerfristige Planung.
        Was jetzt noch hip ist, kann in 2 Jahren schon Auslaufmodell sein.
        Und da sollte man sich alle Türen offenhalten, indem man z.B. beim Mainboard auf Kompatibilität achtet.
        Um auf die SSD-geschwindigkeit zurückzukommen: schnellere Datenraten und Ansprechzeiten sind nie verkehrt.
        Natürlich muss der Rest des Systems auch entsprechende Weiterentwicklungen bekommen, damit nicht woanders der Flaschenhals entsteht.
        Mich stören jedenfalls lange Lade- und Wartezeiten am PC.
        Wenn z.B. ein Update wie ein neuer Grafikkartentreiber aus dem Netz gezogen wird, das dann im Hintergrund entpackt werden muss, udn dann auch noch gefühlt ne Ewigkeit zur Installtion inkl. Neustart benötigt, ja dann wünsche ich mir immer schnellere Komponenten.
        Auch in Zeiten, wo man vielleicht komplett auf große SSD's umzieht, können dann Datenverarbeitungen extrem beschleunigt werden.
        Wenn ne Zip auf ner HDD 2 Minuten braucht, auf ner ultraschnellen SSD aber nur noch 2 Sekunden, na dann lächelt ein jeder.
      • Von Oberst Klink Lötkolbengott/-göttin
        AW: Vega 20 & Zen 2: AMD sieht sich als "Early Adopter" von PCI-Express 4.0

        Wo ist eigentlich euer verdammtes Problem? Wenn AMD nächstes Jahr mit Zen 2 PCIe 4.0 bringt, ändert sich für niemanden etwas, da die Abwärtskompatibilität ja erhalten bleibt. Wer also weiter auf den uralten PCIe 3.0 setzen will, kann das weiterhin tun.
        Aber zumindest haben AMD-Nutzer dann die Möglichkeit SSDs mit PCIe 4.0 zu nutzen, was die Bandbreite mal eben auf 6 GB/s erhöhen würde. Oder die Lanes werden eben gesplittet und man hat statt 24 eben 48 Lanes, wenn AMD bei der Zahl der Lanes bleibt. Dann wären selbst zwei Grafikkarten und drei M.2-SSDs kein Problem.
        Ich will bei meinem nächsten Systen eigentlich komplett auf HDDs und SATA-SSDs verzichten, also würde ich mich über PCIe 4.0 sehr freuen.
      • Von BoMbY Software-Overclocker(in)
        AW: Vega 20 & Zen 2: AMD sieht sich als "Early Adopter" von PCI-Express 4.0

        Wirklich schön wie sich hier alle über Fortschritt aufregen ...

        Zum Glück besteht die Welt nicht nur aus solchen Bedenkenträgern, weil wir sonst immer noch auf den Bäumen hocken würden.
      • Von Markzzman BIOS-Overclocker(in)
        AW: Vega 20 & Zen 2: AMD sieht sich als "Early Adopter" von PCI-Express 4.0

        Schön und gut das es da auch mal weiter geht.

        Aber sollte dann nicht auch mal die Bandbreite die die aktuelle Schnittstelle kann, auch genutzt werden ?
        M.2 SSD is noch lange kein Standard in ´nem Rechner.
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