AMD Radeon Vega Frontier Edition: Dem Treiber-Switch soll mehr Bedeutung zuteilwerden
Die Radeon Vega Frontier Edition hat einen kleinen Schalter, mit dem der Treiber zwischen Pro- und Gaming-Version gewechselt wird. Aktuell handelt es sich de facto um einen UI-Schalter, der die Oberfläche in den Radeon Settings anpasst, jedoch nichts an der Performance in jeglichem Anwendungsgebiet ändert. Das soll sich künftig ändern.
In Sachen Marktpositionierung ist die Radeon Vega Frontier Edition (Test) bislang einzigartig. Sie ist ein Hybrid aus Radeon Pro und Radeon RX, also AMDs Profi- und Gaming-Sparten. Anders als die Titan-Serie, die Nvidia als "Prosumer"-Produkt platziert, darf die Vega Frontier Edition AMDs für Anwendungen optimierten Pro-Treiber nutzen. Weil dieser nur in größeren Abständen aktualisiert wird und spielespezifische Optimierungen daher nicht unmittelbar erhält, besitzt die Vega Frontier Edition einen Treiberschalter, mit dem Nutzer zwischen Pro- und Gaming-Treiber wechseln können.
Das Problem an der Sache: Der Schalter ändert schlichtweg die Benutzeroberfläche der Radeon (Pro) Settings, die unterschiedliche Funktionalitäten zur Verfügung stellen. Die Leistungsunterschiede sowohl in Anwendungen als auch in Spielen bewegen sich innerhalb der Messtoleranzen. Dieser Umstand soll sich in Zukunft ändern, wenn es nach einen Bericht von gamersnexus.net geht. Ähnlichkeiten zwischen den Treibern gebe es nur noch, wenn der Pro-Treiber mit den aktuellen Spieleoptimierungen aktualisiert werde. Ansonsten soll der Gaming-Treiber künftig weiter fortgeschritten sein, aber eben ohne die Anwendungsoptimierungen und den Fokus auf die Stabilität auskommen.
Die Webseite möchte zudem aus Boardpartner-Kreisen erfahren haben, dass die jüngste, größere Treiberveröffentlichung, die Radeon Software Crimson Relive 17.7.2, keine allzu großen Vega-spezifischen Verbesserungen mit sich und nur wenige Prozent mehr Leistung bringe. Das verwundert nicht, da AMD den RX-Vega-spezifischen Treiber noch zurückhält.