Unreal Engine 5: Klassenprimus bekommt europäische Konkurrenz durch Immense Engine

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Unreal Engine 5: Klassenprimus bekommt europäische Konkurrenz durch Immense Engine
Quelle: Epic Games

Die Unreal Engine könnte in Zukunft einen europäischen Konkurrenten bekommen, denn Branchengröße Arjan Brussee arbeitet derzeit mit der Immense Engine an einer ernstzunehmenden Alternative zum allgegenwärtigen Klassenprimus.

Die von Epic Games entwickelte Unreal Engine, die heutzutage in Gestalt der aktuellen Unreal Engine 5 in Videospielen allgegenwärtig ist, könnte möglicherweise in Zukunft einen ernstzunehmenden europäischen Konkurrenten bekommen. Branchengröße und Entwicklerveteran Arjan Brussee, Mitbegründer des populären niederländischen Entwicklerstudios Guerrilla Games, arbeitet derzeit mit der Immense Engine mittlerweile an einer veritablen Alternative zum großen Klassenprimus.

Die Immense Engine - oder auch die "The Immense Engine" - verfolgt laut Arjan Brussee, der zuvor auch als Production Director für die Unreal Engine bei Epic Games tätig war, einen radikal neuen Ansatz in der Software-Architektur, welcher über den einer reinen Videospiele-Engine deutlich hinausgehen soll.

  • • KI-native Entwicklung: Im Gegensatz zu traditionellen Engines, welche auf den manuellen Menüs und Workflows basieren, soll die The Immense Engine von Grund auf mit KI-Agenten ("Agentic AI") arbeiten. Diese sollen Aufgaben automatisieren und die Effizienz massiv steigern, sodass ein Entwickler die Arbeit von 10-15 Personen leisten können soll.
  • Europäische Souveränität: Die Plattform soll vollständig in Europa gehostet und entwickelt werden, um lokale Datenschutzrichtlinien und regulatorische Anforderungen zu erfüllen.
  • Anwendungsbereiche: Neben der Videospielentwicklung soll die Immense Engine auch für 3D-Simulationen in den Bereichen der Verteidigung und Logistik vorgesehen sein.

Damit zielt die Immense Engine auf eine klaffende Marktlücke ab, da dieses Segment gegenwärtig fast ausschließlich von amerikanischen und chinesischen Unternehmen und deren Software dominiert wird. Eine souveräne europäische Lösung fehlt bisher vollständig. Arjan Brussee möchte das schleunigst ändern.

Der Vormarsch der KI bedeutet, dass wir die Entwicklung dieser Art von entscheidender Software anders angehen müssen. Als alter Hase mit einer Vorstellung davon, wie die Dinge funktionieren sollten, sehe ich darin Chancen. — Arjan Brussee, Entwickler der Immense Engine

Gegenüber der niederländischen Website BNR Tech sagte Brussee, dass er darauf abziele, dass ein kleiner Kern an Entwicklern die Leistung von deutlich größeren Teams mit der richtigen Engine kompensieren könnte.

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Wann die Immense Engine als europäische Alternative zur Unreal Engine bereitstehen könnte, ist bislang allerdings noch völlig offen.

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Quelle: BNR Tech via Insider Gaming

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    • Kommentare (18)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von VanWayne PC-Selbstbauer(in)
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] Das vermute ich auch. Ich frage mich auch, wie diese Einlern-Phasen bei solchen großen Entwicklern in der Spielebranche aussehen. Du sprichst vor allem die mögliche Polarisierung an, die eigentlich schon ewig herrscht - leider. Daran hatte ich gar nicht gedacht.

        Es ist schade, da sowas viel mehr Innovation fördert und Leute, die "es drauf haben", mit dem Schreiben von Engines sicher auch mehr Verständnis für das Anpassen und Umsetzen von der Realität oder Konzepten zum Code haben werden. ... So... als würde man Objekte aus der Realität in den Programmcode übersetzen...

        Nein, ich habe nicht wirklich Ahnung, falls jemand die Anspielung versteht.
      • Von VanWayne PC-Selbstbauer(in)
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] Das vermute ich auch. Ich frage mich auch, wie diese Einlern-Phasen bei solchen großen Entwicklern in der Spielebranche aussehen. Du sprichst vor allem die mögliche Polarisierung an, die eigentlich schon ewig herrscht - leider. Daran hatte ich gar nicht gedacht.

        Es ist schade, da sowas viel mehr Innovation fördert und Leute, die "es drauf haben", mit dem Schreiben von Engines sicher auch mehr Verständnis für das Anpassen und Umsetzen von der Realität oder Konzepten zum Code haben werden. ... So... als würde man Objekte aus der Realität in den Programmcode übersetzen...

        Nein, ich habe nicht wirklich Ahnung, falls jemand die Anspielung versteht.
      • Von Pu244 Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von VanWayne
        Es gibt im Prinzip zig Engines, die kaum einer benutzt. Sie müssen auch den Anforderungen entsprechen.
        Mein Kenntnisstand ist weit in der Vergangenheit, aber afaik gibt es kaum eine lizensierbare Engine,
        die Open World beispielsweise toll hinbekommt, ohne zusammenzufallen. Darunter zählte auch die
        UE.
        Das Hauptproblem ist, dass die Welt sich in drei Blöcke einteilt:
        1: Entwickler, die die Unrealengine nuutzen
        2: Entwickler, die die Unityengine nutzen
        3: Entwickler, die etwas anderes nutzen

        Die dritte Gruppe stirbt seit über einem Jahrzehnt langsam aus, man kann zusehen. Auf ein Stellenangebot für die Unrealengine wird man wohl einen Waschkorb voller Bewerbungen bekommen mit Kandidaten, die die Engine beherrschen, genauso bei der Unityengine. Bei der Cryengine wird es dann wohl schon wesentlich schwieriger und beim Rest braucht man wohl nicht zu fragen.

        Die Leute umzuschulen ist stinketeuer. Bei so hochkomplexen Dingen kann man Pi mal Daumen mit drei Monaten Rechnen, die man an Arbeitsleistung abschreiben kann und insgesamt ein bis zwei Wochen, die kompetente Programmierer im Team aufwenden müssen, um den Neuling einzuarbeiten. Bis die Leute gut sind, kann es schonmal zwei Jahre dauern. Sieh dir Cralon an, das ist das Ergebnis, wenn zwei Jahre an der Unrealengine gelernt wird (wobei die keinen kompetenten Mentor hatten).

        Deshalb werden sich die Unrealengine und Unity durchsetzen und eventuell noch etwas Godot. Wobei EPIC und Unity den Open Source Fluch/Segen mit ihrem Preismodell großteils gebrochen haben.
      • Von VanWayne PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von Kondar
        Unity hat ja noch das Problem das der alte (?) CEO einen auf Trump gemacht hat.
        Entwickler werden sich ggf. zwei oder dreifach Überlegen die Engine zu nutzen.
        => Also mehr Unreal und muter weiter Shader kompilieren.

        Eine weitere Engine und sehr gerne aus der EU wäre da eine Bereicherung.
        Es gibt im Prinzip zig Engines, die kaum einer benutzt. Sie müssen auch den Anforderungen entsprechen.
        Mein Kenntnisstand ist weit in der Vergangenheit, aber afaik gibt es kaum eine lizensierbare Engine,
        die Open World beispielsweise toll hinbekommt, ohne zusammenzufallen. Darunter zählte auch die
        UE.

        Es hat halt tiefere Wurzeln. Die UE kam auch nicht für andere Spiele zugänglich zuerst: Erst musste ein Spiel
        geschaffen werden, was die Enginge zur Schau stellte. Das Waren Unreal und UT. Dasselbe gilt für ID Tech,
        CryEngine, etc. Man hat halt nur Unity, wo afaik zuerst die Engine kam und was sehr, sehr erfolgreich lizensiert
        wurde.

        Ich meine, dass man gute Engines meistens von guten Spieleentwicklern bekommt. Da kannst du in Deutschland
        halt lange suchen, wenn es nicht von Ubisoft aufgekauft wurde und nicht CryTek ist. Gilt für den größten Teil von
        Europa. Kein Shade, ich meine ja Entwickler in Richtung AAA. Da hätte ich nichtmal Piranha Bytes mitgezählt.
      • Von XD-User Volt-Modder(in)
        Definitiv ein richtiger und wichtiger Schritt in diesem Gebiet.
        Ich habe keine Ahnung ob der KI-Agenten Ansatz da einen Vorteil bringt bzw. etwas besser macht, aber den Bedarf an einer offenen, modernen und ggf. günstigen Engine sehe ich in vielen Bereichen des Alltags. Wir sollten in soviel mehr Bereichen Europäische Alternativen haben, auch wenn hier natürlich schon einige und auch gute Engines genannt wurden, kann da in der Breite leider keine mit der UE konkurrieren. Daumen sind gedrückt, der Einheitsbrei bei vielen Spielen durch die immer gleiche Engine nervt eh, es fühlt sich viele so gleich an.
      • Von Kondar Volt-Modder(in)
        Zitat von VanWayne
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] Genau das ist auch mein Knackpunkt. Ich wüsste da auch nur von der CryEngine.
        Wenn man noch Projekte von der eigenen Firma zuzählt, dann ist Frostbite eher ein Negativ-Beispiel afaik und
        Snowdrop und Anvil kaum benutzt. Northlight Engine kam für mehr als eine Spielreihe (je nach Sichtweise) zum Einsatz (Remedy).

        *Google*

        Anscheinend war Unity mal Dänisch.

        Ansonsten gibt es o3de, was ein Ableger der Lumberyard Engine ist, was ein Ableger der CryEngine ist. Laut Reddit.
        Unity hat ja noch das Problem das der alte (?) CEO einen auf Trump gemacht hat.
        Entwickler werden sich ggf. zwei oder dreifach Überlegen die Engine zu nutzen.
        => Also mehr Unreal und muter weiter Shader kompilieren.

        Eine weitere Engine und sehr gerne aus der EU wäre da eine Bereicherung.
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