Fake-Wissenschaft: Bitcoin-Mining ohne CO₂-Emissionen?
Ein Video der Bitcoin-Mining-Firma Riot Platforms nutzt wissenschaftliche Argumentationsweisen, um eine unhaltbare Behauptung zu untermauern: Serverfarmen für Kryptowährungen würden kein Kohlendioxid produzieren.
Kaum hat sich der Ärger um überhöhte Grafikkartenpreise in der PC-Bastlerszene gelegt, der unter anderem durch den Einsatz von GPUs in Krypto-Mining-Farmen ausgelöst wurde, kommt Riot Platforms (nicht zu verwechseln mit Riot Games) mit einem YouTube-Video daher. Die Argumentation darin klingt allerdings wie ein verspäteter Aprilscherz: Ein Mann mit Bauarbeiterhelm gibt sich als Wissenschaftler aus und misst den CO₂-Gehalt in der eigenen Anlage. Seine unglaubliche Schlussfolgerung: Die texanische Krypto-Mining-Serverfarm habe " keinerlei Kohlenstoffemissionen".
"Wir haben hier viele Pflanzen", sagt die Person im Video, obwohl es in der näheren Umgebung nur wenige Pflanzen gibt, "diese Pflanzen verbrauchen CO₂ und geben Sauerstoff ab, das ist fantastisch. Wenn wir hier draußen CO₂ messen, sind wir im grünen Bereich [des Messgeräts]. Es gibt sehr niedrige CO₂-Werte". Und weiter: "Es ist eine großartige Möglichkeit, eine Basislinie zu schaffen: Wenn die Zahl innerhalb [der Serverfarm] nicht steigt, dann stoßen die Mining Rigs kein CO₂ aus." Nach einem Schnitt im Video steht die Person mit der neonfarbenen Weste und dem braunen Helm in der Serverfarm des Bitcoin-Mining-Unternehmens.
Jetzt versucht der Mann tatsächlich, mit dem CO₂-Messgerät in der Bitcoin-Serverfarm Messungen durchzuführen. "Draußen hatten wir 455 Teile pro Million (ppm, parts per million) CO₂", erklärt der vermeintliche Mitarbeiter ernsthaft. "Drinnen sind wir bei 428 Teilen pro Million CO₂. Die CO₂-Werte sinken also tatsächlich ein wenig, wenn man diese Bitcoin-Mining-Anlage betritt." Aber wie sollen die aneinandergereihten PC-Systeme Unmengen an Kohlendioxid produzieren? Das Problem ist doch der hohe Energieverbrauch und die Stromversorger sorgen entsprechend für deutlich höhere Treibhausgasemissionen. Dem wissenschaftlichen Fake-Fazit ist dann kaum noch etwas hinzuzufügen: "Ich denke, die Wissenschaft ist schlüssig. Die Daten zeigen, dass beim Bitcoin-Mining kein CO₂ ausgestoßen wird." Unglaublich, wie hier Fakten verdreht und Tatsachen zurechtgebogen werden.

Jeder weiß, dass CO2 überlebenwichtig für Pflanzen ist, aber es gibt auch einen Sättigungspunkt ab dem C3 Pflanzen (das ist der Großteil der Pflanzen die uns ernähren btw.) nicht mehr ausreichend Stickstoff aus dem Boden aufnehmen können. vgl. https://www.science.org/d...
Menschen atmen O2, deswegen ist eine höhere O2 Konzentration für den Körper trotzdem toxisch, ein absolut dämliches Argument was du hier anbringst.
Wer behauptet dass es eine Schicht gibt? schon mal was von Diffusion gehört? Die Luft besteht hauptsächlich aus N2 , O2, Ar, CO2 und anderen Spurengasen. Selbst die 0,04% Anteil von CO2 in der Luft würden eine Meterhohe Schicht bilden, dann eine Argonschicht, dann 02, dann N2 oder haben Gase vllt. die Eigenschaft sich zu mischen?
ich bin nur jemand der seit jahrzehnten sich solche wissenschaftliuchen studien anschaut.
die oben erwähnte infrarotmessung zum beispiel ist auch schon lange wiederlegt, da ich aber hier natürlich nicht für jeden der vieleicht mal fragt alle quellen abspeichere ist es mir auch leicht egal.
wissen ist aber bekanntlich eine holschuld und wer dann nur mainstreamzeugs schaut wird leider in einer traumwelt leben
am eike sind übrigens weniger EXPERTEN und mehr wissenschaftler ^^
viel besser als Flache-Erde geschwurbel ist dein Beitrag hier wahrlich nicht. Vllt solltest du vor dem Schlafengehen mal deine alten Physik und Chemiebücher nochmal lesen, anstatt Youtube-Videos zu gucken die dir das erzählen was du hören willst.
wenn du dich richtig informieren möchtest kannst du ja material vom eike sichten (europäisches institut für klima und energie oder so).
//EDIT
am eike sind übrigens weniger EXPERTEN und mehr wissenschaftler ^^
- Spiegel
- Axel Springer
- t-online
Doch, ich fühle mich bestätigt, dass das Video ernst gemeint sein könnte.
Bei CO2 geht es nicht um Giftigkeit, sondern um Klimaschäden. Das Absorbtionsspektrum von CO2 hat einige Peaks im Infrarotbereich, aber wie jeder selbst sehen kann (respektive eben nicht), geht Licht von sichtbarer Wellenlänge durch. Das heißt Sonneinstrahlung kann CO2 nahezu ungehindert passieren und die Erdoberfläche aufheizen. Die daraufhin von der Erdoberfläche ausgehende Wärmestrahlung wird dagegen zugerückgeworfen oder in der Athmosphäre absorbiert => Treibhauseffekt. Das Wort ist kein weit hergeholter Vergleich, sondern tatsächlich eine auf sehr niedrigem Niveau brauchbare Beschreibung der Funktion. Auch bei einem Gewächshaus kann Sonne rein, aber Wärme kaum raus. (Dort allerdings weil die Scheiben Konvektion verhindern.)
Das verhängnisvolle an CO2 gegenüber anderen Gasen mit ähnlicher Wirkung: Es ist bislang nur in sehr geringen Mengen in der Atmosphäre vorhanden gewesen. Das heißt es hat auch innerhalb seiner Absorptionsmaxima nur einen kleinen Teil der dort anfallenden Strahlung absorbiert und kann diese Menge im Umgekehrschluss beim Anstieg der CO2-Konzentration deutlich steigern. Z.B. Wasserdampf ist eigentlich ein viel stärkeres unhäufigeres Treibhausgas, aber genau deswegen haben größere Mengen da kaum einen Einfluss. Das wäre so wie einem System mit 64 GiB RAM noch weitere 64 GiB einzubauen und sich mehr Fps zu erhoffen, während mehr CO2 in etwa so wirkt wie X3D: Ein paar MiB beziehungsweise ppm extra an der richtigen beziehungsweise falschen Stelle heizen dem System ordentlich ein. (Umgekehrt war die Erde mal bis zum Äquator vereist, als es an Wasserdampf in der Athmosphäre fehlte.)
Feinstaub, NOx & Co haben damit übrigens nichts zu tun. Gesundheitschädliche Bestandteile in Autoabgasen und die resultierende Luftqualität in Städten sind Gesundheits- nicht Klimaschutz.