EU-Verordnung: Verbot verklebter Akkus ab 2027 für mehr Nachhaltigkeit

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EU-Verordnung: Verbot verklebter Akkus ab 2027 für mehr Nachhaltigkeit
Quelle: Europäisches Parlament

Das Europäische Parlament hat kürzlich eine neue Verordnung zu Batterien verabschiedet. Ab 2027 müssen Gerätebatterien austauschbar sein und es wird mehr Wert auf das Batterie-Recycling gelegt.

Ab 2027 wird eine neue Verordnung über die Herstellung, den Einbau in Geräte und das Recycling für alle in der EU verkauften Batterien in Kraft treten. Das hat das Europäische Parlament am Mittwoch mit einer klaren Mehrheit von 587 zu 9 Stimmen bei 20 Enthaltungen beschlossen. "Das neue Gesetz berücksichtigt technologische Entwicklungen und zukünftige Herausforderungen in diesem Sektor und wird den gesamten Lebensweg von Batterien abdecken, vom Design bis zum Ende der Lebensdauer." heißt es in der Pressemitteilung des EU-Parlaments.

Batterien müssen künftig "leicht entfernbar" sein

In Geräten wie Laptops, Smartphones oder E-Zigaretten werden derzeit häufig verklebte Batterien und Akkus verwendet. Damit ist in dreieinhalb Jahren Schluss: Denn die neue Batterie- und Altbatterieverordnung sieht vor, dass Gerätebatterien ab Inkrafttreten der Regelung vom Endverbraucher selbst entnommen werden können.

Es stellt sich die Frage, was als "leicht entfernbar" gilt. Nach Auffassung des EU-Parlaments ist eine Batterie leicht entnehmbar, wenn sie ohne Spezialwerkzeug, Hitze oder Lösungsmittel entfernt werden kann. Aus dieser Formulierung lässt sich das Ende der geklebten Akkus in iPhone und Co. ableiten. Bisher durften Akkus verklebt werden, wenn sie nach 500 Ladezyklen noch eine Restkapazität von mindestens 83 Prozent aufwiesen.

Verstärktes Batterie-Recycling

Ein weiterer wichtiger Punkt der neuen EU-Verordnung ist die verstärkte Sammlung und Verwertung von Altbatterien. So gilt für Gerätebatterien ein nach Jahren gestaffeltes Sammelziel: Bis 2023 sollen mindestens 45 Prozent, bis 2027 63 Prozent und bis 2030 mindestens 73 Prozent der Geräte-Altbatterien gesammelt werden.

Auch für die Rückgewinnung von Mineralien aus Altbatterien gelten neue Richtwerte. So muss Lithium bis 2027 zu 50 Prozent und bis 2031 zu 80 Prozent zurückgewonnen werden. Für Kobalt, Kupfer, Blei und Nickel gelten noch höhere Grenzwerte: Diese Metalle müssen bis 2027 zu 90 Prozent und bis 2031 zu 95 Prozent zurückgewonnen werden.

Quelle: Europäisches Parlament (via Golem)

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    • Kommentare (53)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von psalm64 Software-Overclocker(in)
        Zitat von KasenShlogga
        ...Und das braucht man weil?
        Das war ironisch gemeint, deswegen der Zwinker/Ironie-Smilie dahinter. Aber leider ist der ironie-Smilie hier aus dem Forum nicht so offensichtlich ein Zwinker/Ironie-Smilie...
      • Von psalm64 Software-Overclocker(in)
        Zitat von KasenShlogga
        ...Und das braucht man weil?
        Das war ironisch gemeint, deswegen der Zwinker/Ironie-Smilie dahinter. Aber leider ist der ironie-Smilie hier aus dem Forum nicht so offensichtlich ein Zwinker/Ironie-Smilie...
      • Von Pu244 Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von DaStash
        Das ist Bullshit und nur weil du es ständig wiederholst wird es dadurch nicht wahrer. Ich hatte dir ja bereits aufgezeigt, dass damals die meistverkauften Handys sehr wohl Wechselakkus hatten und diese aber von ein auf die andere Generation eingestellt wurden.
        Sie wurden aber nicht wegen dem Wechselakku verkauft. Wenn es so wäre, wie du behauptest und die Kundschaft hätte das als wichtige Funktion erachtet, dann wäre sie zur Konkurrenz gewechselt. Der Wechselakku wäre kurz darauf wieder da gewesen.

        Auch heute gibt es noch Phones, die einen Wechselakku haben. Samsung hat eines für den indischen Markt entwickelt und es gibt noch das Fair Phone. Würde die beiden damit den Markt erobern, dann wäre der Wechselakku auch wieder schnell da.

        Zitat von DaStash
        Auch kann man Wechselakkus flacher bauen, das Argument mit den dickeren Handys ist einfach keines, da gibt es ja wohl technische Möglichkeiten.
        Nein, kann man nicht. Man braucht einen robusteren Akku, sowie eine robustere Rückseite und einen Schutz für die Platine. All das hat eben seinen Preis. Zusätzlich kann man kein Glas mehr verwenden.

        Entweder wird das Phone dicker oder der Akku kleiner, beides mag der Kunde nicht sonderlich.
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von T-MAXX
        Okay, dachte wenn man ein Akku wechseln kann wäre es besser.
        Tja, bin ich wohl doch aufm Holzweg...
        Ja, bist du. Wenn man den Akku wechseln kann, verkauft es sich schlechter. Man muss immerhin kein Neues kaufen, wenn der Akku hin ist. Gilt allgemein für die Reparierbar- und Langlebigkeit. Der Umsatz steigt, wenn Reparaturen möglich und Ersatzteile verfügbar sind und das ist doch ganz klar das Zeichen vom Kunden, dass das nicht gewünscht ist.
      • Von DaStash Trockeneisprofi (m/w)
        Zitat von Pu244
        Es verkauft sich schlechter, da es dicker ist oder einen schwächeren Akku hat.

        Die Kundschaft hat es abgewählt.
        Das ist Bullshit und nur weil du es ständig wiederholst wird es dadurch nicht wahrer. Ich hatte dir ja bereits aufgezeigt, dass damals die meistverkauften Handys sehr wohl Wechselakkus hatten und diese aber von ein auf die andere Generation eingestellt wurden. Auch kann man Wechselakkus flacher bauen, das Argument mit den dickeren Handys ist einfach keines, da gibt es ja wohl technische Möglichkeiten.

        MfG
      • Von KasenShlogga Software-Overclocker(in)
        Viel wichtiger als ein Verbot von verklebten Akkus wäre eine EU-Richtlinie für austauschbare Akkus.

        Denn nur weil die Akkus nicht mehr verklebt sind, heißt es nicht gleich, dass sie für den Nutzer leicht zu erreichen und zu wechseln sein müssen.

        Zitat von psalm64
        Ist doch super, dann sind in Zukunft also quasi alle Smartphones wasserdicht und nicht nur die teuren... https://extreme.pcgamesha...
        ...Und das braucht man weil?
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