[Jetzt mit Video] Samsung Ativ Q: Hands-on-Test der Notebook-Tablet -Mischling mit Haswell, Win8 plus Android sowie 3.200 x 1.800 Pixeln
Am 20. Juni präsentierte Samsung ein neues multifunktionales Gerät. Das ATIV Q verbindet Soft- und Hardware-Merkmale eines PCs mit denen eines Tablets. Kann das funktionieren? Wir machen den Hands-on-Test.
Intels Core-i5 (Haswell), Windows 8, stabiles Metallgehäuse, gut verarbeitete Tastatur, sehr hohe Auflösung ... Hört sich nach einem normalen Notebook an? Sieht auf den ersten Blick auch so aus. Doch ziehen Sie keine voreiligen Schlüsse! Denn das neue ATIV Q, von Samsung am 20. Juni erstmals live vorgestellt, hat deutlich mehr zu bieten. Mit einer Handbewegung lässt sich das kompakte Notebook in ein 13-Zoll-Tablet verwandeln, indem die Tastatur einfach unter das Display verschwindet. Wie wir bei der Präsentation des Multitalents im Londoner Earls Court Centre feststellten, braucht man dafür nicht einmal beide Hände.
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Samsung Ativ Q: Was steckt dahinter?
Doch was genau ist das ATIV Q denn nun? Es handelt sich um einen Tablet-PC, der nicht nur eine Tastatur, sondern auch einen Standfuß versteckt. So lässt sich die Position und die Neigung des Displays beliebig verstellen. Das Ganze wirkt sich natürlich auf das Gewicht aus - mit 1.290 Gramm ist das ATIV Q für ein Tablet eigentlich zu schwer. Das Gerät mit einer Hand in der Luft zu halten, ist nicht gerade bequem. Dafür bietet es ein 13-Zoll-Display (zum Vergleich: das aktuelle iPad mit LTE wiegt ca. 660 Gramm und bringt ein 9,7-Zoll-Display mit). Allerdings ist das ATIV Q deutlich handlicher als vergleichbare All-in-one-PCs (Asus Transformer AiO: 18 Zoll bei 2,3 kg).
Doch nicht nur in Sachen Größe und Gewicht steht das ATIV Q direkt in der Mitte zwischen Notebook und Tablet. Die wichtigste Besonderheit des Hybrids ist die Verbindung von zwei Betriebssystemen. Auf dem ATIV Q ist sowohl Windows 8 als auch Android 4.2.2 installiert. Und nicht nur das - man muss einfach nur die Windows-Sensor-Taste auf dem Display drücken, um von einem in den anderen Modus zu wechseln. Bei unserem Test in London funktionierte das einwandfrei, der Wechsel rief nicht einmal einen Ruckler hervor. Dass dies so gut funktioniert, liegt am verwendeten i5-Prozessor der Haswell-Generation. Auch sonst muss sich der Hybrid nicht verstecken. Neben vier Gigabyte Arbeitsspeicher und bis zu 256 Gigabyte SSD-Speicher gehört noch ein Akku mit einer Laufzeit von bis zu neun Stunden zur Ausstattung, genau wie USB-3.0- und HDMI-Anschlüsse.
Ein entscheidender Pluspunkt an der Verbindung, die Windows und Adroid hier eingehen, ist die Möglichkeit, alle Android-Apps auf beiden Systemen zu nutzen. Da aber nicht nur die inneren Werte zählen, werden die Inhalte des Tablets auf einem beeindruckenden Display präsentiert. Das ATIV begeistert mit der für ein solches Format einzigartigen Auflösung von 3.200 x 1.800 Pixeln (275 ppi). Zum Vergleich: Das iPad der vierten Generation bietet "nur" 2.048 x 1.536 Pixel. "Die höchste Auflösung der Welt", betont Patrick Povel, Chef vom ATIV-Marketing in Europa. Und nicht nur das: Selbst wenn man von der Seite auf das Display schaut, erkennt man dank des Blickwinkels von bis zu 178 Grad alles problemlos. Dadurch und durch die besonders hohe Helligkeit des Displays eignet sich das ATIV Q gut für den Einsatz im Freien. Vor allem, wenn die Batterie hält, was sie verspricht.
Und das ist immer noch nicht alles, was das ATIV Q zu bieten hat. Das S-Pen, das Fans der Galaxy-Tab-Reihe kennen, ist auch mit dabei. Der Stylus funktioniert mit beiden Systemen und soll auch alle Apps unterstützen. Bei unserem Test erkannte das ATIV den Stift problemlos nicht nur im Tablet-, sondern auch im Notebook-Modus.
Samsung Ativ Q: Erstes Fazit
Insgesamt machte das Samsung ATIV Q einen ausgezeichneten ersten Eindruck. Beide Betriebssysteme liefen flüssig, das Tablet ist sehr gut verarbeitet und bietet mit Tastatur, Touchscreen und S-Pen die passende Eingabemethode für jeden Geschmack. Für ein Desktop-Replacement-Notebook ist das ATIV etwas zu klein und für ein Tablet wiederum etwas zu schwer. Das ist bei der Flexibilität, die es bietet, allerdings einerseits nicht vermeidbar und andererseits auch nicht schwer zu verkraften.
Bleibt noch die Frage: Wann wird das Tablet im Handel verfügbar sein und wie viel wird es kosten? Der Preis ist noch unbekannt und auch die Angabe, dass das Tablet später in diesem Jahr herauskommt, ist leider etwas vage. Nach unseren ersten Eindrücken lohnt sich aber das Warten auf das interessanteste Produkt, das Samsung bei der Premiere in London vorgestellt hat. Vorgestellt wurde auch das Galaxy S4 Active (Test).