Endlich Klarheit bei USB-C? Mit neuen Logos gegen das USB-Chaos

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USB-Stick mit USB-A (links) und USB-C-Anschluss (rechts)
Quelle: Sandisk

Das USB Implementiers Forum hat neue Logos vorgestellt, die Hersteller auf Verpackungen drucken können, um klarzumachen, was der jeweilige USB-Anschluss kann. Zudem gibt es auch neue Signets für USB-C.

Im Jahr 2019 hatte das USB Implementers Forum den Standard USB 4.0 offiziell vorgestellt. So sollte endlich Schluss sein mit dem sehr verwirrenden Namenschaos bei USB. Lange hat das Versprechen nicht gehalten, denn im September 2022 ist USB4 Version 2.0 offiziell angekündigt worden. Hierbei soll die Datenrate auf 80 Gbps verdoppelt werden, auch wenn noch genaue technische Daten geschweige denn Chipsätze mit dem neuen Anschluss fehlen. Allerdings weckt die neue Bezeichnung Erinnerungen an USB 2.0. Auf jeden Fall gibt es USB4 nur mit einem USB-C-Stecker. Jedoch kann es den Anschluss mit unterschiedlichen Features geben. Mit neuen Logos soll künftig klarer werden, was der verbaute Port zu leisten imstande ist. Die neuen Logos gelten nicht nur für den Anschlusstyp USB-C, sondern etwa auch für USB-Anschlüsse des Typs USB-A.

Neues Namensschema und neue Logos

In einer Mitteilung vom USB Implementers Forum werden neue Signets vorgestellt, die Hersteller verwenden können. Allerdings werden die neuen Logos nicht zur Pflicht, sodass die Gefahr besteht, dass es nur wenig Verpackungen mit der Kennzeichnung geben wird. Statt auf Namen wie USB 3.2 oder USB4 orientieren sich die neuen Bezeichnungen an der maximalen Datenrate. So lautet etwa die Bezeichnung für den vollen Ausbau von USB4 fortan USB40 Gbps, während etwa USB 3.0 künftig USB5 Gbps heißt. Neben einem schwarz-weißen-Logo, das direkt aufs Kabel oder das Gerät gedruckt wird, gibt es ein blau-rotes Zeichen für die Verpackung des Geräts. Falls der USB-Anschluss zusätzlich zur Datenübertragung auch Geräte via USB-PD laden kann, logiert die Bezeichnung in einer stilisierten Batterie.

Bildergalerie

In Verbindung mit einem USB-C-Kabel gibt das Logo neben der Datenrate auch Auskunft über die maximale Wattzahl, die das Kabel übertragen kann. Unter der Bezeichnung Hi-Speed USB Cable verstecken sich USB-C-Ladekabel, die zudem Daten nach USB 2.0 mit maximal 480 Mbit/s übertragen kann. Ob mit den neuen Logos wirklich klarer wird, was ein USB-C-Anschluss kann, darf bezweifelt werden. Schließlich gibt es auch noch eine Ausbaustufe mit Thunderbolt 4, wobei diese dann auch USB4 beherrscht. Problematisch ist, dass es keine Pflicht für die Hersteller gibt, die neue Logos zu verwenden. Wie das USB-IF empfiehlt, sollten Verbraucher künftig nur USB-C-Kabel kaufen, die über ein entsprechendes Logo verfügen, um vor unangenehmen Überraschungen gefeilt zu sein. Ab Mitte 2024 wird ein USB-C-Ladeanschluss zur Pflicht bei jedem neu in der EU erscheinenden, portablen Elektronikprodukt, das groß genug für einen USB-C-Port ist. Im Gegenzug dürfen Gerätehersteller dann darauf verzichten, ein passendes USB-Ladekabel in die Verpackung zulegen.

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Sammlung zu neuen USB-Logos:

  • Das USB Implementers Forum hat neue Logos für USB-Anschlüsse sowie USB-C-Kabel vorgestellt. Künftig sind Bezeichnungen wie USB4 oder USB 3.2 passe, stattdessen orientieren sich die Namen an der maximalen Datenrate, die der verbaute Port liefern kann.
  • So wird etwa aus dem Vollausbau von USB4 der Name USB40 Gbps, da 40 Gbps Daten transferiert werden können.
  • Bei USB-C-Kabeln gibt es Logos, die neben der Datentransferrate auch die maximale Wattzahl enthalten. Allerdings gibt es auch das Hi-Speed USB Cable, worunter man nur eine Übertragungsgeschwindigkeit mit USB-2.0-Geschwindigkeit versteht.
  • Zwar möchte das USB-IF mit den neuen Logos Klarheit vermitteln, doch dürfen die Gerätehersteller selbst entscheiden, ob sie die neuen Logs auf die Verpackung oder das Gerät abdrucken wollen.

Quelle: USB-IF

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    • Kommentare (28)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Okay, scheinbar hatte den "Micro A" doch schon jemand anders erfunden (aber hat ihn auch jemand benutzt? Mir nie begegnet), aber die Zwischengröße gab es bis zu deiner Neuschöpfung trotzdem nicht als "Mini" und "Mini B", sondern nur als letzteren. Auch wenn der Umgangssprachlich meist nur "Mini USB" genannt wird, ist es immer ein -B Standard.

        Zitat von Richu006
        Das Ding kann eigentlich alles! Wieso haben Mainboards überhaupt noch hdmi/displayportanschlüsse etc?
        Kompatibilität, zum Teil aber auch Zusatzfunktionen und Aufwand. HDMI z.B. geht nativ gar nicht über Typ-C und für viele andere Funktionen müssen mehr Chips verbaut werden, nur weil man diese andere, teils unübliche Buchse nutzen möchte. Dann erwartet der Kunde auch noch, dass ein DP-über-Typ-C-Anschluss nicht nur den Alternate Mode, sondern auch normales USB bietet und das idealerweise schnell – man braucht also zusätzliche USB-Ressourcen, nur weil man Display-Ausgänge verbauen möchte. Die Maximalwerte sind zudem praktisch nie implementiert. 80 GBit/s ist noch gar nicht spezifiziert, 40 GBit/s habe ich bislang nur als Thunderbolt gesehen, 20-GBit/s-USB ist immer noch ein begrenztes Spezial-Feature.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Okay, scheinbar hatte den "Micro A" doch schon jemand anders erfunden (aber hat ihn auch jemand benutzt? Mir nie begegnet), aber die Zwischengröße gab es bis zu deiner Neuschöpfung trotzdem nicht als "Mini" und "Mini B", sondern nur als letzteren. Auch wenn der Umgangssprachlich meist nur "Mini USB" genannt wird, ist es immer ein -B Standard.

        Zitat von Richu006
        Das Ding kann eigentlich alles! Wieso haben Mainboards überhaupt noch hdmi/displayportanschlüsse etc?
        Kompatibilität, zum Teil aber auch Zusatzfunktionen und Aufwand. HDMI z.B. geht nativ gar nicht über Typ-C und für viele andere Funktionen müssen mehr Chips verbaut werden, nur weil man diese andere, teils unübliche Buchse nutzen möchte. Dann erwartet der Kunde auch noch, dass ein DP-über-Typ-C-Anschluss nicht nur den Alternate Mode, sondern auch normales USB bietet und das idealerweise schnell – man braucht also zusätzliche USB-Ressourcen, nur weil man Display-Ausgänge verbauen möchte. Die Maximalwerte sind zudem praktisch nie implementiert. 80 GBit/s ist noch gar nicht spezifiziert, 40 GBit/s habe ich bislang nur als Thunderbolt gesehen, 20-GBit/s-USB ist immer noch ein begrenztes Spezial-Feature.
      • Von SFT-GSG BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Du hast C und Mini-B 3.0 vergessen, dafür aber zwei neue geschaffen: Es gibt kein Mini ohne B und auch kein "Micro A". Vor dem universellen Typ-C kannte USB nur einen Host-Anschluss und das war der Typ-A, alle anderen zählen als Client-Ports = B. (Auch wenn einige Hersteller spezifikationswidrige Clients mit Typ-A-Buchse gebaut haben und Smartphones so wie einige Kameras an ihrem Typ-B als Host auftreten können.) Außerdem sind die 3.0er-Versionen von Micro und Mini zu den 2.0er Kabeln kompatibel und damit in dieser Richtung genauso flexibel wie A, bei denen für gewöhnlich auch nicht zwischen 1./2. und 3.x unterschieden wird.
        Etwas erfunden zu haben ist mir nicht bewusst.
        https://www.wintotal.de/u...
      • Von icon Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Wir sind noch Jahre von der finalen Form des USB entfernt.
      • Von ΔΣΛ Kokü-Junkie (m/w)
        Die Lage würde sich nur bessern, wenn sich auch alle daran halten müssen.
        Was ich aber stark bezweifle, denn diejenigen die im Hintertreffen bei deren Geräten sind, werden das nicht erkenntlich machen wollen und lieber allgemein bleiben wollen.
      • Von IiIHectorIiI Software-Overclocker(in)
        Habe jetzt tatsächlich Kopfschmerzen.
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