Die Benchmarks: 6 CPUs und 22 GPUs
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Die Benchmarks: 6 CPUs und 22 GPUs

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In diesem Artikelabschnitt präsentieren wir Ihnen zahlreiche Benchmarks sowohl von Prozessoren als auch Grafikkarten.

Wie läuft Tropico 6 auf meinem PC? Diese Frage beantworten unsere zahlreichen Benchmarks. Wir starten diesmal mit Prozessor-Messungen, denn diese sind essenziell zur Deutung der anschließenden Grafikkarten-Ergebnisse. Oberflächlich betrachtet ist Tropico 6 freundlich zu alten Systemen, offiziell genügt ein kleiner Intel Core i3 respektive eine AMD-APU mit vier Kernen. Bei unseren Tests zeigt sich, dass sogar ein Phenom II X6 in der Lage ist, Tropico 6 darzustellen - ein Zwang zu modernen Befehlssatzerweiterungen wie SSE4 oder AVX besteht nicht. Wer Tropico 6 ernsthaft spielen möchte, benötigt laut unseren Messungen jedoch einen weit stärkeren Prozessor.

Benchmarks von 6 Prozessoren mit und ohne OC

Die folgenden Benchmarkwerte von sechs Prozessoren, jeweils mit und ohne manuelle Übertaktung, offenbaren den großen Prozessorhunger des Spiels. Wie immer prüfen wir die CPU-Leistung mithilfe der geringen 16:9-Auflösung 1.280 × 720, lassen jedoch alle Effekte aktiv, um die entsprechenden Drawcalls abzubilden.

Konstant flüssig läuft Tropico 6 nicht einmal mit einem auf 5,2 GHz übertakteten Core i7-9700.Konstant flüssig läuft Tropico 6 nicht einmal mit einem auf 5,2 GHz übertakteten Core i7-9700. Ursächlich dafür ist die schwache Multicore-Optimierung des Spiels. Die Unreal Engine 4 hat diesbezüglich offenbar Nachholbedarf. Während bei Shootern weniger komplexe Berechnungen anstehen und suboptimale CPU-Ressourcennutzung somit nicht gravierend ist, benötigen Strategiespiele deutlich mehr Rechenzeit. Dass Tropico 6 Mehrkernprozessoren schwach auslastet, wird im Live-Test mit eingeblendetem Afterburner-OSD deutlich (siehe dazu auch das Video): Die Auslastung der physischen und logischen Kerne ist sehr gering, die Last wird wild verteilt, der Prozessor hat reichlich Luft nach oben. Zeit, sich das genauer anzusehen.

[COLOR=textColor3]NEU - Kernskalierung: 4 bis 16 Threads

Die folgende Grafik zeigt die Kernskalierung eines Ryzen-Rechners mit installierter Geforce-Grafikkarte. Die CPU arbeitet zum Wohle der Reproduzierbarkeit ohne Turbo mit auf 3 GHz fixierter Taktfrequenz, wurde jedoch manuell in Sachen BCLK und Subtimings optimiert. Jede Kern-/Thread-Konfiguration wurde dreimal gemessen und der jeweils beste Durchlauf abgebildet.

Die Skalierung mit zusätzlichen Kernen und Threads ist stark verbesserungswürdig, um es diplomatisch zu formulieren.Die Skalierung mit zusätzlichen Kernen und Threads ist stark verbesserungswürdig, um es diplomatisch zu formulieren. Man könnte stattdessen auch die Worte "katastrophal" oder "prähistorisch" verwenden. Tropico 6 benötigt vier echte Prozessorkerne, damit ist das Geschehen gesättigt; der Wechsel auf 6 oder 8 Kerne steigert die Bildrate nur im Rahmen der Messtoleranz. Die größten Auswirkungen hat die Deaktivierung von Simultaneous Multi-Threading, kurz SMT, womit Tropico 6 nur noch "echte" (physische anstelle von logischen) Kernen zur Verfügung stehen und die Bildrate leicht ansteigt. Stehen hingegen nur zwei Prozessorkerne mit vier parallelen Threads zur Verfügung, neigt Tropico 6 zu starken Rucklern, welche im Verlauf klar ersichtlich sind. Die durchschnittliche Bildrate sinkt jedoch kaum.

Offensichtlich ist die moderne Unreal Engine 4 kein Garant für Mehrkernnutzung. Ob der Fehler eher bei den Engine-Schöpfern von Epic Games oder doch den Tropico-Entwicklern zu suchen ist, lässt sich von außen nicht bewerten. Wie man es dreht und wendet, besseres Multi-Threading oder Low-Level-Support - die Engine beherrscht seit Jahren grundsätzlich DirectX 12 - wären angesichts der geringen Bildaten im Prozessorlimit wünschenswert.
Tropico 6: CPU Core Scaling (AMD Ryzen plus Nvidia Pascal) Quelle: PC Games Hardware Tropico 6: CPU Core Scaling (AMD Ryzen plus Nvidia Pascal)

Ein Teil der Lastverteilung wird vom Nvidia-Treiber geleistet, nicht von der Engine. Kommt statt der Geforce eine Radeon zum Einsatz, werden im harten CPU-Limit, das unsere Testszene abbildet, noch geringere Bildraten erreicht. Damit leiten wir zu den Grafikkarten-Benchmarks über, denn diese werden maßgeblich von der Prozessorlast und Treiberleistung beeinflusst. Die schnellsten Geforce-Modelle erzielen allesamt einen P99-Perzentilwert von 47 Fps, die besten AMD-Chips lediglich ein P99 von 42 Fps. Daraus ergeben sich auch gedeckelte Durchschnittswerte, im Falle der Nvidia-GPUs knapp 60 Fps und im Falle der AMD-Chips rund 55 Fps. Kein Modell kann über dieses CPU-/Overhead-Limit klettern. Mit der vertikalen Synchronisierung (Vsync) hat das nichts zu tun - die Nähe zur 60-Fps-Grenze ist zufällig, da unser Testprozessor Core i7-8700K bei 4,8 GHz am Ende ist.

Benchmarks von 22 Grafikkarten in 3 Auflösungen

Nach den Prozessoren haben 22 Grafikkarten der Jahrgänge 2013 bis 2019 den Tropico-Test absolviert. Wie immer verwenden wir für die Grafikkarten-Benchmarks die zum Testzeitpunkt aktuellen Treiber von AMD und Nvidia, in diesem Fall die Radeon Software Adrenalin 19.4.1 und den Geforce 419.67 WHQL. Im Spiel maximieren wir alle Details (siehe Bilder oben) und belassen die Auflösungsskalierung auf 100 Prozent. Beachten Sie bitte, dass wir die UWQHD-Auflösung ausnahmsweise weglassen, da diese in Tropico 6 unbefriedigend umgesetzt ist.

Es ist offensichtlich, dass Tropico 6 - wie einige Unreal-Engine-Spiele zuvor - eine Vorliebe für Nvidia-Grafikkarten hat. Das betrifft nicht nur die vom Overhead gedeckelten Werte in Full High Definition, sondern auch die höheren Auflösungen. So prozessorlastig Tropico 6 auch ist, Mittelklasse-Grafikkarten müssen sich dennoch strecken, um gute Bildraten zu erreichen. Mit den beliebten Modellen Geforce GTX 1060/970 und Radeon RX 580/R9 390 werden in 1080p meist Werte zwischen 30 und 40 Fps erreicht. Bereits WQHD ist nur mit etwas Leidensfähigkeit spielbar. Wer Grafikleistung freischaufeln möchte, legt an den Optionen "Umgebungsokklusion", "Shader-Qualität" oder am Regler "Rendering-Auflösung" Hand an.

In Sachen Grafikspeicher verhält sich Tropico 6 hingegen unauffällig. Das Streaming-System erreicht selbst auf 3-GiByte-Grafikkarten wie der erstaunlich flinken Geforce GTX 780 gute Resultate, ohne dass Texturbrei sowie Nachladen wahrnehmbar sind. 4 GiByte Speicher genügen dementsprechend selbst in WQHD. Erst in Ultra HD lassen speicherarme Modelle Federn, hier helfen Kapazitäten von 6 und 8 GiByte.

Die Grafikkarten-Messmethodik der PCGH

Basierend auf Leser-Feedback verwendet PC Games Hardware für Spiele-Benchmarks seit einigen Jahren keine Referenz-Grafikkarten mit Standard-Taktraten mehr. An ihre Stelle treten Herstellerdesigns samt werkseitiger Übertaktung, wie sie von einem Großteil unserer Community verwendet werden. Hierbei handelt es sich um typische Modelle, wenngleich "typisch" gar nicht so einfach zu definieren ist. Die Auswahl richtet sich nicht nur daran, welche Grafikkarten noch im PCGH-Testlabor anwesend sind, sondern auch, ob sie repräsentativ für das jeweilige Modell sind: Wir nutzen nach Möglichkeit weder unübertaktete, sich wegen Überhitzung drosselnde oder enorm schnelle Herstellerdesigns, sondern "Vernunftversionen", wie wir sie auch in den PCGH-Grafikkartentests meistens empfehlen.

Beachten Sie bitte, dass wir nicht sämtliche Modelle am Markt testen können, sondern uns auf eine Auswahl beschränken müssen. Auch behalten wir uns vor, einzelne hier herangezogene Herstellerkarten in anderen Tests auszutauschen, beispielsweise dann, wenn sie das Testlabor verlassen müssen. Jede Grafikkarte wird vor den Benchmark-Durchläufen einer Aufheizperiode unterzogen, während derer sich der Kerntakt (Boost) auf ein bestimmtes, von Modell zu Modell unterschiedliches Niveau absenkt. Auf diese Weise vermeiden wir unrealistisch hohe Werte: Eine gerade aus dem Regal genommene Grafikkarte, noch kalt vom Nichtstun, boostet höher als im normalen Betrieb nach einiger Zeit unter Last. Die durchschnittliche, automatisch gesetzte GPU-Taktfrequenz beim Test der jeweiligen Karten finden Sie in den Benchmarks. Die tatsächliche Frequenz ist wichtig und kann angesichts der großen möglichen Unterschiede nicht einfach unter den Tisch fallen, denn "GTX 1080 Ti" ist nicht "GTX 1080 Ti", um nur ein Beispiel zu nennen - je nach Herstellerdesign können zehn Prozent Differenz dazwischen liegen. Hinterfragen Sie daher Messwerte im Internet, die ohne jegliche Taktangabe veröffentlicht werden. Dem gegenüber stehen wenige Grafikkarten, von denen keine übertakteten Versionen existieren. Die prominenteste ist AMDs Radeon R9 Fury X, welche wir als Referenzdesign testen - gäbe es OC-Versionen, würde eine solche in den Benchmarks mitmischen. Derzeit teilt die Radeon VII ihr Schicksal, allerdings geht man hier davon aus, dass Hersteller-/OC-Versionen nur eine Frage der Zeit sind.

Bildergalerie

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    • Kommentare (111)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Arkintosz
        Weiß nicht, was Ihr habt. Ich habe das Problem auf Linux nicht und kann problemlos über hundert FPS erreichen, wenn ich es darauf anlege, die Grafik in 1440p runterschraube und ein bisschen in das Bild zoome...

        Meine CPU-Last ist auch nicht hoch:
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Edit: Okay, ein bisschen CPU-Limitiert ist es schon - wenn ich die Grafik komplett runterschraube, sodass ich meine GPU überhaupt nicht mehr höre, habe ich komplett herausgezoomt ca. 40 FPS und komplett in einen Wald hineingezoomt ca. 130 FPS. Aber nicht so, dass ich auf 65 FPS max. gelockt wäre.
      • Von Arkintosz
        Weiß nicht, was Ihr habt. Ich habe das Problem auf Linux nicht und kann problemlos über hundert FPS erreichen, wenn ich es darauf anlege, die Grafik in 1440p runterschraube und ein bisschen in das Bild zoome...

        Meine CPU-Last ist auch nicht hoch:
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Edit: Okay, ein bisschen CPU-Limitiert ist es schon - wenn ich die Grafik komplett runterschraube, sodass ich meine GPU überhaupt nicht mehr höre, habe ich komplett herausgezoomt ca. 40 FPS und komplett in einen Wald hineingezoomt ca. 130 FPS. Aber nicht so, dass ich auf 65 FPS max. gelockt wäre.
      • Von CD LABS: Radon Project Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von empy
        Braucht man wirklich noch TAA, wenn man 4xSSAA hat?

        Abgefahren, wie das OC beim 9700K wirkt. Deutlich mehr als der CPU-Takt vermuten lassen würde. Bringt RAM-Takt so viel?
        Wenn es gut implementiert wäre, dann könntest du dir einen Teil des SSAAs schenken.
      • Von Duvar Kokü-Junkie (m/w)
        Da ich in der Regel mit sehr hoher Auflösung zocke + noch paar reshade Effekte, bin ich in der Regel im GPU Limit, zudem sind meine FPS bei 65 abgeriegelt^^
        Von dem her komme ich gut klar mit 4GHz und 3533C14

        Interessant an meinem Resultat ist jedoch, dass wenn wir mal vergleichen, was das PCGH Ryzen 2600 OC System zulegt und mein System, da sind das, trotz 4.3GHz auf beiden CPUs, allein durch den schnelleren RAM bei mir, bei den min FPS ein mehr als doppelter FPS Gewinn gegenüber dem PCGH OC System mit 3200MHz RAM und fast doppelt soviel beim AVG. Man kann also mit besserem RAM, die FPS Ausbeute ca verdoppeln, also was ich damit meine ist, dass OC PCGH System legt bei den min FPS 16% zu, mein System mit selber Taktrate aber schnellerem RAM, legt mehr als doppelt (+135%) so viel zu, nämlich 37,5%.
        Bei den AVG FPS ist der Zuschlag (FPS Zugewinn) dann nicht ganz doppelt so viel, sondern noch satte 75% mehr im Vgl zum OC 2600 System der PCGH und wie gesagt, der Unterschied kommt nur durch den RAM Zustande.
      • Von DaStash Trockeneisprofi (m/w)
        Läuft 4,3@3600 nicht 24/7 oder machst du 24/7 lieber ein wenig Puffer rein?

        MfG
      • Von Duvar Kokü-Junkie (m/w)
        Übrigens mit meinen 24/7 Profil hatte ich deutlich weniger FPS:
        Frames: 958 - Time: 20000ms - Avg: 47.900 - Min: 39 - Max: 55
        (4GHz mit 3533CL14)

        Der Unterschied sind zwar nur wenige FPS, aber Prozentual gesehen schon recht hoch.
      Direkt zum Diskussionsende
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