Tomb-Raider-Klage: Streit um künstlich erzeugte Stimme
Françoise Cadol, die französische Stimme von Lara Croft, erhebt schwere Vorwürfe: Aspyr Media soll in der Tomb-Raider-Kompilation ihre Stimme per KI nachgebildet haben - ohne Zustimmung. Nun folgt der Gang vor Gericht.
Im Jahr 1996 wurde Lara Croft mit Tomb Raider zu einer Ikone der Spielegeschichte. Für die französische Fassung der ersten Abenteuer übernahm die Schauspielerin und Synchronsprecherin Françoise Cadol die Stimme der Archäologin. Ein Engagement, das ihre Karriere entscheidend prägte. Cadol sprach nicht nur Lara Croft in mehreren Spielen, sondern wurde auch die französische Stimme von Angelina Jolie in den beiden Filmadaptionen sowie von Schauspielerinnen wie Sandra Bullock, Tilda Swinton und Patricia Arquette.
Fast drei Jahrzehnte später sorgt nun die Neuauflage der Klassiker Tomb Raider 4, 5 und 6 für Streit. Aspyr Media, das Unternehmen, das für die Überarbeitung verantwortlich ist, hat am 14. August eine aktualisierte Version veröffentlicht. Doch in dieser Fassung soll nicht mehr Cadols Stimme zu hören sein, sondern eine künstlich erzeugte Sprachspur. Laut Cadol wurde diese mithilfe von KI erstellt, allerdings ohne ihr Wissen oder ihr Einverständnis. Für die Schauspielerin sei das nicht nur ein Verstoß gegen ihre Rechte, sondern eine klare Form der Aneignung zu kommerziellen Zwecken.
Rechtliche Schritte folgten umgehend: Cadol hat Aspyr eine formelle Abmahnung zukommen lassen. Ihr Anwalt Jonathan Elkaim, spezialisiert auf Urheberrecht und Fragen rund um KI, forderte die sofortige Einstellung des Verkaufs und eine Offenlegung der bereits verkauften Einheiten. Bislang hat Aspyr auf diese Forderungen nicht reagiert.
Erste Hinweise auf die vermeintlich künstlich erzeugte Stimme kamen aus der Community. Käufer der neuen Version sollen schnell bemerkt haben, dass die Stimme in Zwischensequenzen und Anweisungen ungewöhnlich klänge, und zwar roboterhaft, metallisch, ohne die feine Intonation, die Cadols Arbeit über Jahre ausgezeichnet habe. In Foren sei die Sprecherin darauf aufmerksam gemacht worden. Cadol selbst bezeichnete die Reaktion vieler Fans als emotional und nachvollziehbar: Die Stimme sei für Spieler ein zentraler Bestandteil der Identifikation mit Lara Croft. Für viele wirke der Austausch wie ein Verrat am Original.
Betroffen könnten laut Berichten nicht nur die französische Fassung, sondern auch andere Sprachversionen sein, darunter italienische, spanische und brasilianische Aufnahmen. Konkrete Bestätigungen dazu gibt es bislang jedoch nicht. Ob Cadol im Verfahren gegen Aspyr Erfolg haben wird, bleibt ebenfalls abzuwarten.
Wie stehen Sie zum Einsatz von KI-Stimmen in Videospielen? Nutzen Sie die Kommentarfunktion und teilen Sie uns Ihre Meinung mit. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die Forenregeln. Folgen Sie uns außerdem für Neuigkeiten in der Hardware-Welt oder unsere exklusiven Inhalte gern auf Whatsapp und X. Unsere Video-Inhalte (oftmals gewürzt mit einer Prise Humor) finden Sie bei Youtube, Instagram und Tiktok.
Quelle: Le Parisien

Höchstwahrscheinlich hat man nur die selben Audio-Filter für den gesamten Dialog verwendet. Dass das schief gehen kann ist klar.
In Amerika haben die Tech Konzerne dem Gottkönig ihre Aufwartung gemacht und ihre Milliardenschweren Geschenke mitgebracht.
Als Gegenleistung gibt und wird es dann die Absolution für freie KI Forschung und Vermarktung geben, Urhebergesetze etc. gelten dort fortan nur noch in eine Richtung.
Es wird einfach erst einmal gemacht, ohne Fragen zu stellen und geltendes Recht zu prüfen, oder dieses gar einzuhalten.
Mittlerweile zitieren KI Systeme sich sogar selbst als Quellenangabe für aufgestellte Behauptungen und Falschinformationen.
Ohne Regulierungen und Verbote wird das der Untergang der modernen Zivilisation, die Volksverdummung schlechthin.
Ohne Nachzudenken und eigenständiges Denken wird einfach das akzeptiert, was einem der dumme Computer präsentiert, während man total geistesabwesend einfach quer über die Hauptstraße geht, ohne sich um den Straßenverkehr zu kümmern.
Wenn man sieht, wie schlecht der Bildungsstand und die geistige Entwicklung mittlerweile ist, nicht umsonst hat die AFD regen Zulauf, es wird einfach alles geglaubt, was dort erzählt wird.
Ich habe einen Fall im Bekanntenkreis, eine Diskussion und ein Faktenabgleich ist einfach unmöglich.
Für die Zukunft erwarte ich, dass die Filmindustrie sich weiter selbst zerlegen wird.
Mit dem Streaming kam der Tod des Kinos, die Schuld wird natürlich den Kunden gegeben, nicht sich selbst.
Und wenn bald die ganzen Filme und Serien auch nur noch durch KI Inhalte erstellt und gefüllt wird, wird auch das ganze Genre an sich untergehen.
Parallel dazu auch die Computerindustrie.
Denn so wie den KI Texten die persönliche Note fehlt, so ist es halt auch bei künstlich erstellten Sprachaufnahmen, den Figuren, der Umgebung, sowie der kompletten Story.
Wer sich bisher schon über Jahresupdates bei FIFA, Call of Duty und Co aufgeregt hat, dem steht eine düstere Zukunft bevor, oder wenn UbiSoft Spiele wie Far Cry 23 wieder das gleiche in grün sind, natürlich mit den Türmen, die irgendwie gleich aussehen, und die Welt unmotiviert dahingeklatscht wirkt, und die persönliche Note fehlt, wie in den letzten 10 Teilen zuvor.
Ich bin ja mal gespannt, wo die Reise hingehen wird, ob sich auch Indie Entwickler dazu hinreißen lassen, quasi als 1 Mann Projekt den ganzen Kram von einer Spielengine mit KI Unterstützung per Autofunktion diverse Dinge einfach über Nacht generieren zu lassen, wo man nur noch grob die Parameter vorher eingibt, und fertig ist der nächste Steam 10 Euro Titel.
Das schlimmste darin ist, dass man ernsthafte Eigenkreationen damit im Dickicht des Mülls untergehen lassen und aussterben lassen wird.
Genauso, wie bestimmte Handwerkskunst mittlerweile komplett ausstirbt, so wird auch das dort Einzug halten. Leider.