Neues Aldi-Notebook im Test
Das Notebook überzeugt dank ausgetüfteltem Design.
Ab dem 25. Februar beziehungsweise 26. Februar wird in den Filialen des Lebensmitteldiscounteres Aldi ein neues Notebook für 1.479 Euro angeboten. Die Geforce-FX-Go-5350-Grafik, ein höher getaktete FX Go 5200, und eine zusätzliche TV-Karte sollen das Gerät multimediatauglich machen. PC Games Hardware hat sich den Aldi-Desktop-Ersatz ins Testlabor geholt.
Das Gerät mit der Bezeichnung MD41300 stammt wie bei Aldi üblich von der Medion AG. Wie schon beim letzten Aldi-Notebook-Angebot (Titanium MD40100) hat das Unternehmen eine DirectX-9-Grafikkarte verbaut. Die Geforce FX Go 5350 ist mit 275 MHz GPU und 277 MHz DDR Speicher getaktet. Zudem unterstützt die Grafikkarte AGP8X und verfügt über 64 Megabyte eigenen DDR-SDRAM. Die weiteren Eckdaten: Pentium 4 3,06 GHz, 512 Megabyte DDR-SDRAM (PC3200), 60 Gigabyte Hitachi-Festplatte, DVD-Brenner (4x DVD+R/+RW), 15-Zoll-LCD (1.024 x 768 Bildpunkte), 5.1-Sound und 54-Mbps-WLAN-Karte. An Schnittstellen stehen 4x USB 2.0, Firewire, LAN sowie PCMCIA-Slot (Typ 2) und ein COM-Port zur Verfügung. Des Weiteren legt Medion dem Gerät einen 64-MByte-USB-Stick als Ersatz für das fehlende Diskettenlaufwerk bei. Ebenfalls im Lieferumfang ist eine Tragetasche. Der Clou des MD41300 ist die TV-Karte inklusive Fernbedienung: Damit Sie die TV-Karte nutzen können, müssen Sie zunächst den DVD-Brenner aus dem Schacht ziehen und stattdessen den Fernsehadapter hineinschieben. Der Empfänger der Fernbedienung wird einfach in einen freien USB-Port gesteckt.
Als Betriebssystem ist Windows XP Home vorinstalliert, für einfache Büroarbeiten stehen Word 2002 und Works 2004 zur Verfügung. Neben dem Brennprogramm Nero 6 sind Picture It! Photo Premium, Auto Route 2004, Encarta Enzyklopädie Standard 2004, Flight Simulator 2004 sowie Medion Home Cinema SE und Pinnacle Instant Copy 8 SE im Lieferumfang.
Etwas störend ist die hohe Geräuschkulisse des Notebook: Im Standard-/Office-Betrieb erreicht es 1,3 Sone. Werden Prozessor und Grafikkarte richtig belastet, steigt die Lautheit auf 2,8 Sone. Dank des Desktop-Prozessors erreicht das das Gerät nur eine Akkulaufzeit von 174 Minuten. Moderne Centrino-Notebooks arbeiten problemlos 240 Minuten ohne Steckdose.
Das Notebook leistet bei UT2003 (dt.) (PCGH-Demo) mit einer Auflösung von 1.024x768 Pixeln (Standard Mode, 32 Bit) 48 Bilder pro Sekunde. Im Quality Mode erreicht das Notebook 28 Fps. Zum Vergleich: Das Gericom Hummer FX mit Pentium 4 3,06 GHz und Ati Mobility Radeon 9700 (128 MB DDR) leistet im Standardmodus 70 und im Quality-Mode 47 Bilder pro Sekunde.
Die Geforce FX Go 5350 erreicht im Spiel Elite Force 2 (PCGH-Demo) mit einer Auflösung von 1.024x768 Pixeln (Standard Mode, 32 Bit) 41 Bilder pro Sekunde. Im Quality Mode erreicht das Notebook 19 Fps. Das Gericom Hummer FX leistet im Standard Mode 59 und im Quality Mode 36 Bilder pro Sekunde.
Das 15-Zoll-Display des Aldi-Gerätes erreicht eine gemessene Reaktionszeit von 31 Millisekunden - für ein Notebook-LCD ist dies ein guter Wert. Die Helligkeit lässt sich von 21 bis 82 Candela pro Quadratmeter regeln - damit ist das LCD zu dunkel, um damit im Freien zu arbeiten. Leider ist das Display auch stark blickwinkelabhängig, denn der Kontrast verschlechtert sich sofort, wenn man nicht genau davor sitzt.
Das Titanium MD41300 ist gut verarbeitet und macht einen soliden Eindruck. Mit 3,4 Kilogramm (gemessen) ist es aber kein Leichtgewicht.
Fazit:
Praktisch: Die TV-Karte lässt sich mit wenigen Handgriffen, sogar während des Betriebs, einbauen.
Die Ausstattung des Aldi-Notebooks ist recht gut. Nur die Leistung lässt Wünsche offen: Die Lüfter sind recht laut, die Akkulaufzeit beträgt nur 174 Minuten und das LCD hat einige Mängel. Trotzdem ist das Preis-Leistungs-Verhältnis des Notebooks gut.
