Fazit: Titan V nach acht Jahren
In diesem Artikel
Das PCGH-Fazit zur Nvidia Titan V im Jahr 2025. Wie hat sich die Supercomputer-GPU gehalten, ist Spielen nach acht Jahren noch möglich und vor allem: Lässt sich die immense Investition von 3.100 Euro nachträglich rechtfertigen?
Nvidia Titan V im Jahr 2025: Fazit
Volta ist eine sehr interessante GPU-Architektur, eine Art "Brückentier", ein Experiment der Evolution auf dem Weg zum eigentlichen Ziel. Der GV100 ist weder Pascal, Zenit des reinen Rasterizings, noch Turing, Startschuss des Raytracings. Der Chip verfügt über Eigenschaften beider Architekturen und kombiniert diese mit beeindruckend sinnlosen Funktionen - aus Spielersicht. Allen voran geht die ungeheure Leistung bei doppelt-genauen Berechnungen, dem Steckenpferd aller Titan-Grafikkarten (die Titan RTX ausgenommen). Nvidia installiert Milliarden Schaltungen im GV100, womit er bei wissenschaftlichen Berechnungen selbst den GB202 einer Geforce RTX 5090 um Faktor 4 überbietet.
Außerdem markiert Volta den Übergang vom reinen Rasterizing hin zur KI-gestützten Zukunft, von Nvidia mittlerweile "Neural Rendering" genannt. Die Titan V verfügt als erste auch Endkunden bereitgestellte GPU über spezielle Rechenwerke, die Training und Inferencing - Machine Learning - mit enormer Geschwindigkeit absolvieren. Mit mehr als 100 Tera-FLOPS überbieten die Tensor-Kerne die klassische Arithmetikleistung um Faktoren. Die damit eröffneten Möglichkeiten wurden in den Jahren nach 2017 ausgiebig für Forschung und Entwicklung genutzt, Nvidia war zweifelsfrei ein Wegbereiter.
Nvidia Titan V: Impressionen aus dem Test
Infolge all dieser interessanten Architekturmerkmale war der Ausgang dieses Tests völlig offen. Wie gut kann sich Volta, eine abgewandelte HPC-Architektur, beim Gaming von Pascal absetzen? Stark, das wissen wir nach den frischen Benchmarks, Voltas Rasterizing-Leistung kann sich trotz seines biblischen Alters sehen lassen. Dass Nvidia ausgerechnet den vielversprechenden, zum Release der Titan V jedoch kaum greifbaren KI-Teil so stiefmütterlich behandelt, ist unverständlich. DLSS hat zwischen 2018 und 2025 eine bemerkenswerte Entwicklung durchgemacht, welche maßgeblich von den Tensorkernen gespeist wird. Bei DLSS handelt es sich jedoch explizit um ein "RTX-Feature" - und die Titan V ist keine RTX-Grafikkarte. Ihre 640 Tensor-Kerne liegen brach, lediglich spezielle Workloads abseits des Gamings lassen sich auf der ersten Tensor-Generation ausführen - obwohl genauso viel (FP16-)Rechenleistung bereitsteht wie bei einer Geforce RTX 4070. Unsere Versuche, Nvidia zu einer Lockerung dieser Software-Sperre zu motivieren, schlugen fehl.
Somit ist die Titan V eine beeindruckende, wenngleich mehrfach gehandicapte Grafikkarte. Die größte jemals auf einer Consumer-Grafikkarte installierte GPU bleibt nicht nur wegen des schwachen Referenzkühlers hinter ihren Möglichkeiten zurück, sondern auch, weil Nvidia ihr Potenzial via Treiber kleinhält. Zwar trotzt die Titan V dem Alter mithilfe roher Kraft, doch wie man es mithilfe smarter Technologie richtig macht, zeigt die Geforce RTX 2080 Ti: Turing, just sieben Jahre alt geworden, erweist sich als die wohl visionärste GPU-Architektur aller Zeiten.
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Edit: lief durch, aber 88.1% Stabilität ist jetzt nicht der Knaller. Muss ich mir morgen noch genauer ansehen. Gute Nacht erstmal
Hier übrigens der Film zum Buch.
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MfG
Raff
Heute siehts so aus:
- Mittlerweile sind ~20-30% Leistungszuwachs beim Generationswechsel die Norm (wie bei CPUs schon lange)
- Mittlerweile ein FPS-Paygap von gut ~350% zwischen ner 5060 und ner 5090
- Selbst die 60Ti sowie 9060XT schlagen in 2025 gerade so eben eine fünf Jahre olle 3070
FRAGE: In welchem Jahrhundert wird die 60er Klasse die 5090 einholen? Die 4090? 5080? 4080? Wann kommt der Mainstream samt Steam also in den Premium-Gamer-Hochgenuss, Borderlesslands in Extreme-Settings 4K nativ spielen zu können? Wenn Borderlands 8 raus ist? 9? 9000? Wetten werden akzeptiert. Und Schummeln gilt nich'!
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