Titan V im Nachtest: Spiele-Benchmarks und Leistungsindex
Quelle: PCGH
Seite 3:

Titan V im Nachtest: Spiele-Benchmarks und Leistungsindex

61
Test Raffael Vötter Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Wie schlägt sich die teuerste "Geforce" aller Zeiten in modernen Spielen? Um diese Frage zu beantworten, haben wir die acht Jahre alte Enthusiasten-Grafikkarte durch zahlreiche Benchmarks gescheucht. Wie immer stellen Nachtests mit frischen Treiber- und Spielversionen sicher, dass die Vergleichswerte aktuell und valide sind. Übrigens handelt es sich bei diesem ganz besonderen Test um den letzten mit den bekannten GPU-Benchmarks (diesmal wirklich!). Die Revision auf den Parcours 2025/2026 ist seit einigen Wochen vollzogen. Seitdem testen wir ohne Unterbrechung Grafikkarten und präsentieren Ihnen die neuen Werte schon bald in mehreren Artikeln.

Titan V händisch optimiert: 18 TFLOPS, 778 GByte/s und 300 Watt Maximalverbrauch. Quelle: PCGH Titan V händisch optimiert: 18 TFLOPS, 778 GByte/s und 300 Watt Maximalverbrauch. Die Frage, was das Super(computer)-High-End von 2017 gegen aktuelle Grafikkarten ausrichten kann, ist spannend genug. Um die Betrachtung noch etwas würziger zu machen, testen wir die Nvidia Titan V nicht nur im Auslieferungszustand, sondern auch mit händischer Optimierung. Der Grund dafür ist der Referenzkühler, welcher zwar über eine geräumige Vapor Chamber verfügt, das Potenzial der Titan V aber stark einschränkt und somit maskiert. Die Grafikkarte absolviert alle Benchmarks daher auch mit maximaler Optimierung in Gestalt einer handgeschnitzten Voltage/Frequency Curve, 300 Watt Boardpower sowie maximaler Belüftung. Dank der um fast 20 Prozent gesteigerten Speicher- und Arithmetikleistung sind hohe Fps-Gewinne garantiert (siehe auch die AIDA64-Ergebnisse auf der vorigen Seite).

Über 15.000 Messungen aggregiert

Was wir auch testen: Jede veröffentlichte Zahl entspricht einem Mittelwert aus drei, teilweise vier Durchläufen pro Auflösung; Ausreißer werden nicht gewertet. Das macht mindestens zwölf Messungen pro Spiel, ergo 240 pro Grafikkarte für den regulären Leistungsindex und rund 400 insgesamt. Mittlerweile haben mehr als 35 Grafikkarten die aktuellen Leistungsindizes komplett durchlaufen - das macht über 15.000 valide und verrechnete Messungen. Da die GPU-Taktrate ein und derselben Karte während der Tests unterschiedlich ausfällt, geben wir den Takt-Mittelwert über alle Auflösungen an (berechnet durch unser Messtool CapFrameX). Arbeitet eine Grafikkarte beispielsweise mit Frequenzen zwischen 1.600 und 1.800 MHz, führt das zur Angabe von "~1,70 GHz". Faustregel: Ist eine Grafikkarte der limitierende Faktor, bestimmt ergo allein die Bildrate, fällt der GPU-Boost mit steigender Auflösung. Das gilt für jedes Modell. Weitere Hintergründe und Gedanken zu den PCGH-GPU-Benchmarks erfahren Sie im folgenden Video:

Empfohlener redaktioneller Inhalt [EMBED_URL] An dieser Stelle finden Sie externe Inhalte von [PLATTFORM]. Zum Schutz Ihrer persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn Sie dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigen: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.
Externe Inhalte Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Nvidia Titan V: Spiele-Benchmarks

Für den XXL-Nachtest der Titan V präsentieren wir Ihnen das volle Paket der Messwerte. Sie können wie gehabt zwischen vier Auflösungen wählen: Full HD, WQHD, Ultrawide-QHD und Ultra HD, welche Sie in jedem der Spiele links im grauen Dropdown-Menü durchschalten können. Standardmäßig eingeblendet ist diesmal Full HD (1.920 × 1.080 Pixel), um die teilnehmenden GPU-Rentner nicht zu überfordern. Wichtig: Die PCGH-Rasterizing-Benchmarks finden konsequent mit nativer Auflösung statt. Damit kommen wir nicht nur zahlreichen Leser- respektive Zuschaueranfragen nach, sondern sind außerdem in der Lage, die Leistungsunterschiede zwischen den Grafikkarten bestmöglich herauszuarbeiten. Falls Sie mit Upsampling spielen, sind generell höhere Bildraten zu erwarten. Wer beispielsweise mit Ultra HD und Quality-Upsampling spielt, kann sich wunderbar an den hier gezeigten WQHD-Werten orientieren (Übersicht, welche internen Auflösungen sich mit Upsampling ergeben).

Wir haben die standardmäßig eingeblendeten Grafikkarten aus Übersichtsgründen reduziert. Sie können jederzeit weitere Modelle einblenden. Falls Sie nach Vergleichswerten mit noch älteren Grafikkarten suchen, scrollen Sie auf dieser Artikelseite gerne ganz nach unten.

In der Einleitung versprachen wir Ihnen aktuelle Leistungswerte der Geforce GTX 1080 Ti - voilà. Wir haben die zu Recht populäre Pascal-Grafikkarte sowie die beiden Titan-Inkarnationen farblich hervorgehoben, damit das Abschneiden im breiten Testfeld auf den ersten Blick ersichtlich ist. Hierbei fallen gleich mehrere Dinge auf. Erstens ist die Titan V bereits im Werkszustand wesentlich schneller als die GTX 1080 Ti - beim Release Ende 2017 war das noch selten, da Volta mit Treiberproblemen zu kämpfen hatte. Lässt man die Titan V schließlich von der Leine, zeigt sie so manchem Jungspund, wo der Frosch die Locken hat. Die Radeon RX 6700 XT und die Geforce RTX 3070 haben in den meisten Spielen keine Chance. Stattdessen legt sich Volta oft mit der Radeon RX 9060 XT und Geforce RTX 5060 Ti an - wer hätte das gedacht? Übrigens bilden wir nicht den Bestcase ab, denn unsere Titan V wird nach wie vor vom Kühler limitiert. Wer die Karte in einen Wasserkreislauf einspannt und auf 2 GHz Kerntakt bringt, kann die gezeigten Werte mindestens mal 1,05 nehmen. Mit 2 GHz stemmt die Grafikkarte übrigens beeindruckende 10 TFLOPS bei FP64/DP (und immerhin 20 TFLOPS bei einfacher Genauigkeit).

Nvidia Titan V im Leistungsindex

Wo landet die Titan V im aktuellen Grafikkarten-Vergleich? Diese Frage beantworten wir anhand von fünf Indizes: dem Gesamtwert sowie den Einzelindizes der vier Auflösungen. Der Gesamtwert (Overall) ist bekannt als PCGH-Leistungsindex und verrechnet die vier Test-Auflösungen zu je 25 Prozent (es findet keine Gewichtung statt). Die vorherige Normierung der Fps-Werte stellt sicher, dass große Zahlen das gleiche Gewicht haben wie kleine.

Mit einem Abstand von 36 Prozent gegenüber der Geforce GTX 1080 Ti zeigt die Titan V unmissverständlich, dass sie einer neuen Generation entspricht. Die manuelle Optimierung presst weitere 17 Prozent aus der ehemaligen Enthusiasten-Grafikkarte, womit sie im Gesamt-Ranking an der Geforce RTX 4060 Ti 16GB vorbeiziehen kann. Wechselt man auf Ultra HD, sind sogar die Radeon RX 9060 XT 16GB und Geforce RTX 5060 Ti 16GB in Schlagdistanz. Diese Ergebnisse sind aller Ehren wert, doch gegen die bis heute populären Modelle mit circa 40 Indexpunkten (Radeon RX 6800 XT, Geforce RTX 3080 & RTX 4070) sieht Volta kein Land.

Nvidia Titan V: Auflösungsskalierung

Sehen wir uns abschließend die Leistungsskalierung mit der Auflösung an. Oder anders formuliert: Was passiert, wenn man die Titan V mit immer höheren Lasten beharkt? Der folgende Benchmark zeigt das Verhalten von Full HD bis Ultra HD. Daran lässt sich ablesen, welche Grafikkarte besonders stark oder schwach einbricht.

Hierbei handelt es sich um Ergebnisse, die unseren inneren Geek verzücken, da sie in ihrer Eindeutigkeit kaum zu toppen sind. Zu sehen ist einerseits, dass die Titan V mit steigender Auflösung schwächer einbricht als die Geforce GTX 1080 Ti. Das hat sie vermutlich nicht nur ihrer höheren Speichertransferrate zu verdanken, sondern auch der verbesserten (verlustfreien) Kompression, welche auch Turing beflügelte. Besonders markante Unterschiede treten beim Vergleich der Titan V mit einer modernen Mittelklasse-Grafikkarte - wie der Geforce RTX 5060 - zutage. Letztere ist gezielt auf niedrige Lasten getrimmt: Ein großer Zwischenspeicher sichert hier schnelle Transfers, doch höhere Lasten und somit mehr Speicherzugriffe verhageln die Bilanz. Die Titan V ist hier alte Schule, mit einem kleinen Cache, aber reichlich roher Speichertransferrate. Gerade die übertaktete Variante erzielt eine hervorragende Standhaftigkeit.

Titan V vs. 76 andere Grafikkarten

Abschließend möchten wir Ihnen noch den Blick auf das große Ganze gewähren - den Spezial-Leistungsindex Rasterizing, welcher alte und neue PCGH-Indizes verrechnet. Auf diese Weise können Sie optimal abschätzen, ob sich das Aufrüsten der Grafikkarte lohnt. Die aktuelle Rangliste inklusive der Titan V:

61
  1. Seite 1 Historie und Daten
  2. Seite 2 Technik-Tauchgang
  3. Seite 3 Spiele-Benchmarks und Leistungsindex
  4. Seite 4 Raytracing: Geht das?
  5. Seite 5 Kühlung, Verbrauch & Energie-Effizienz
  6. Seite 6 Fazit: Titan V nach acht Jahren
    • Kommentare (61)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Dancisfrake Schraubenverwechsler(in)
        Hab die Titan V erfolgreich in Betrieb genommen. Steel Nomad lief ordentlich. Warte gerade auf den Ausgang des noch laufenden Stress Tests.
        Edit: lief durch, aber 88.1% Stabilität ist jetzt nicht der Knaller. Muss ich mir morgen noch genauer ansehen. Gute Nacht erstmal
      • Von Dancisfrake Schraubenverwechsler(in)
        Hab die Titan V erfolgreich in Betrieb genommen. Steel Nomad lief ordentlich. Warte gerade auf den Ausgang des noch laufenden Stress Tests.
        Edit: lief durch, aber 88.1% Stabilität ist jetzt nicht der Knaller. Muss ich mir morgen noch genauer ansehen. Gute Nacht erstmal
      • Von PCGH_Raff Kokü-Junkie (m/w)
        Moin!

        Hier übrigens der Film zum Buch.

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Zitat von McZonk
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] magst du uns verraten, wo du die Karte (örtlich betrachtet) erstanden hast? Momentan gibt es auf EBay nur Angebote aus Fernost - hast du dort zugeschlagen?
        Ich habe meine Karte im Februar gekauft und ganz bewusst auf einen europäischen Verkäufer gewartet, anstatt ein günstigeres Angebot aus China zu nehmen. Das war etwas teurer (knapp 450 €uro inklusive Versand), aber über eine Privatperson und unkompliziert. Wer mit China klarkommt, kann Geld sparen.

        MfG
        Raff
      • Von McZonk Lötkolbengott/-göttin
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] magst du uns verraten, wo du die Karte (örtlich betrachtet) erstanden hast? Momentan gibt es auf EBay nur Angebote aus Fernost - hast du dort zugeschlagen?
      • Von Dancisfrake Schraubenverwechsler(in)
        Witzig, hab gestern eine ausgemusterte Titan V im Büro in Händen gehalten. Der Test kam passend. Werde sie am Wochenende ausprobieren.
      • Von Svenc Software-Overclocker(in)
        Zitat von DaHell63
        Beweihräucherung einer teueren Karte, die schon 1 Jahr später leistungsmäßig überholt wird.
        Damals üblich, man nannte es Fortschritt. Aber: Er kam samt entsprechendem Wertverlust -- quer durch alle Klassen.

        Heute siehts so aus:

        - Mittlerweile sind ~20-30% Leistungszuwachs beim Generationswechsel die Norm (wie bei CPUs schon lange)

        - Mittlerweile ein FPS-Paygap von gut ~350% zwischen ner 5060 und ner 5090

        - Selbst die 60Ti sowie 9060XT schlagen in 2025 gerade so eben eine fünf Jahre olle 3070

        FRAGE: In welchem Jahrhundert wird die 60er Klasse die 5090 einholen? Die 4090? 5080? 4080? Wann kommt der Mainstream samt Steam also in den Premium-Gamer-Hochgenuss, Borderlesslands in Extreme-Settings 4K nativ spielen zu können? Wenn Borderlands 8 raus ist? 9? 9000? Wetten werden akzeptiert. Und Schummeln gilt nich'!

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 07/2026 PC Games 07/2026 play5 07/2026 N-Zone 07/2026 Linux Magazin 07/2026 LinuxUser 07/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk