Nvidia Titan V CEO Edition: Mehr Quadro GV100 als Titan V [Update: Auf Ebay]
Nvidias CEO Jensen Huang hat auf der CVPR 2018 20 limitierte Versionen der Titan V an AI-Forscher verschenkt. Die Titan V CEO Edition nutzt anders als die normale Grafikkarte vier aktive HBM2-Stacks an einem 4.096 Bit breiten Speicher-Interface und kommt damit auf schnellere 32 GiByte RAM. Eine Unterschrift von Huang ist ebenfalls nicht zu verachten.
Update vom 25.06.18:
Joe "pjreddie" Redmon verkauft seine Titan V CEO Edition über Ebay. Laut eigenen Aussagen habe er durch seine Forschungen einen quasi unbegrenzten Zugang zu Titan-Xp-Grafikkarten, sodass er das Volta-Modell schlichtweg nicht benötige. Stattdessen wolle er die Erlöse durch die Online-Versteigerung an eine Wohltätigkeitsorganisation spenden, die Einwanderer unterstütze. Als Startgebot sind 5.000 US-Dollar gesetzt. Interessenten können bis Montagnacht Gebote abgeben.
Mit der Versteigerung gibt es indes die ersten Bilder der Titan V CEO Edition. Der Kühler inklusive Abdeckung scheint in der Tat jenem der normalen Titan V zu entsprechen. Eingebaut und GPU-Z angeschmissen, um die Shader-Anzahl zu überprüfen, hat Redmon leider nicht.
Bildergalerie
Originalartikel vom 22.06.18:
Vergangenes Jahr hatte Nvidias CEO Jensen Huang im Rahmen der Computer Vision and Pattern Recognition (CVPR) 2017 noch 15 Exemplare der Tesla V100 mit Volta-GV100-GPU an AI-Forscher verschenkt. Jetzt, ein Jahr später, befindet sich die Titan V für semi-professionelle Endnutzer auf dem Markt, auf die sich 20 zufällig ausgewählte AI-Forscher auf der CVPR 2018 freuen durften. Übergeben wurden allerdings keine normalen Titan-V-Grafikkarten, sondern CEO Editions, die auf die 20 Exemplare limitiert sind - zu den normalen Modellen gibt es durchaus ein paar größere Unterschiede.
Das Band um die Verpackung, das auf die CEO Edition hinweist, nennt bereits den größten Unterschied: Die limitierte Version nutzt 32 statt 12 GiByte High-Bandwidth Memory 2. Das heißt, dass nicht nur die Kapazität um den Faktor 2,67 ansteigt, sondern auch die Bandbreite um grob ein Drittel. Bei der normalen Titan V deaktiviert Nvidia einen 1.024-Bit-Controller, sodass nur drei HBM2-Stacks genutzt werden. Bei der CEO Edition ist das Speicher-Interface mit 4.096 Bit und vier HBM2-Modulen komplett aktiv - belässt Nvidia den RAM-Takt bei 850 MHz, läge die Übertragungsrate bei rund 870 statt 653 GB/s. Rein von den Spezifikationen her entspricht die Titan V CEO Edition damit eher einer Quadro GV100 als einer normalen Titan V.
Die Angabe von 125 statt 110 Deep-Learning-TFLOPS spricht mindestens für einen höheren GPU-Takt, wobei ein rechnerisches Plus von fast 14 Prozent viel für ein Referenzdesign wäre. Die Titan V CEO Edition müsste dafür mit gut 1.650 MHz takten. Theoretisch könnte Nvidia auch voll funktionsfähige GPUs einsetzen, bei denen die restlichen 256 Shader aktiv sind. Bisher verlötet der Chiphersteller den GV100 ausschließlich mit 5.120 Shadern (80 SMs), um die Ausbeute des 815 mm² großen Dies zu erhöhen. Physisch vorhanden sind 84 SMs mit 5.356 Shadern.
Zu guter Letzt ist die Titan V CEO Edition von Huang handsigniert. Leider zeigt Nvidia keine Bilder der Grafikkarte. Eine witzige Hommage an sein Lieblingskleidungsstück wäre ein Lederüberzug der Kühlerabdeckung - die erscheint dann jedoch arg unwahrscheinlich.

AMD & Nvidia brauchen ab jetzt jede Aufmerksamkeit/Werbung das sie kriegen können. Den steht ein hartes 2018/2019 vor. Der Mining Boom via Grafikkarten ist vorbei (neue spezialisierte Antminer+Kurseinbruch der Kryptowahrungen). Dadurch wird ebay in den kommenden Wochen überfüllt mit ausgelutschten teuren gtx1080/1080ti, vega...
Die Lager von Nvidia und Partner sind anscheinend auch voll mit Karten. Der Markt wird ao was von einbrechen und die Gamer werden sich hoffentlich über billige 1080ti/vega64 freuen dürfen.
Hier wäre mal der Schneid einer Gemeinschaft, z.b. alle großen deutschen Fachredaktionen welche zusammen an einem Strang ziehen, gefragt welche Nvidia verkünden keine Bericht, Test oder sonstige Werbung für nVidia zu schalten solange es eine solche NDA gibt. Das an die große Glocke hängen, vllt schließen sich dann noch andere internationale Redaktionen dazu. Heise hat zumindest schonmal den ersten Schritt gewagt, sehr gut @heise.de