Titan Quest 2 im Early-Tech-Test: Schnetzeln und Hauen wie früher - Benchmark-Update
Großes Benchmark-Update: Fast 20 Jahre nach dem Erscheinen von Titan Quest erscheint nun der zweite Teil, zunächst im Early Access. PCGH bittet das auf der Unreal Engine 5 basierende Titan Quest 2 auf den Teststand - selbstverständlich mit ersten CPU- und GPU-Benchmarks.
In diesem Artikel
Willkommen zum Technik-Test zu Titan Quest 2. Das Spiel versteht sich nicht als Revolution des Genres, sondern als moderne Fortschreibung einer bekannten Idee. Es baut auf der Mythologie des Originals auf, aktualisiert zentrale Spielsysteme und bietet zugleich eine Spielwelt, die nicht nur schön anzusehen, sondern auch sinnvoll zu durchdringen ist. Als Spieler fühlt man sich mancherorts wohlig an Sacred aus dem Jahre 2004 erinnert. Optisch bleibt Titan Quest 2 seinem Ursprung treu, erweitert das Konzept aber um vertikale Erkundung. Wir laden zum Benchmark-Vergleich mit 21 Prozessoren und diversen Grafikkarten seit 2016, damit Sie wissen, welche Hardware zum Start des Early Access von Titan Quest 2 gewappnet ist.
Titan Quest 2 Early Access: Übersicht
Kollege Felix Schütz von der PC Games sagt im Fazit seines Artikels "So spielt sich Titan Quest 2": "Titan Quest 2 denkt das Genre nicht neu, sondern verlässt sich auf alte Stärken und einen oldschooligen Ansatz. Und genau damit fängt es schon jetzt ziemlich gut das Spielgefühl ein, das die Fans an Titan Quest so schätzen." Uns interessiert hingegen primär der technische Zustand. Hier besteht aufgrund der verwendeten Unreal Engine 5 reichlich Klärungsbedarf, allen voran die Frage: Gibt es Shader- oder Traversal-Ruckler in Titan Quest 2? Die starre Kameraperspektive von Titan Quest gereicht der Engine zum Vorteil, denn diese macht das Geschehen im wahrsten Sinn des Wortes berechenbarer.
Beim Anspielen sind wir gemischter Meinung: In der Regel läuft das Spiel mit ordentlich verteilten, hohen Bildraten und sieht dabei ansprechend aus. Sobald jedoch größere Orte mit zahlreichen Charakteren (NPCs) besucht werden, etwa das erste Dorf Pyrgos, stellen sich einige Ruckler ein und die Bildrate schwankt fühlbar. Allerdings befindet sich das Spiel explizit im Early Access, sodass Inhalte und Leistung noch im Fluss sind. Wir schildern hier den Ersteindruck auf Basis der Spielversion von Ende Juli respektive Anfang August.
Titan Quest 2: Techtelmechtel
Die offiziellen Systemanforderungen machen deutlich, dass vor allem eine leistungsfähige Grafikkarte mit mindestens 8 GiByte VRAM gefragt ist. Weniger präsent scheint dagegen die CPU gefordert zu sein, wenn bereits ein Zen-Sechskern-Prozessor für spielbare Bildraten ausreichen soll. Selbstverständlich sind wir diesen Angaben mithilfe unserer Benchmarks auf den Grund gegangen. Die "PCGH-Empfehlung" in der Tabelle gibt Ihnen bereits einen Vorgeschmack auf die zu erwartenden Bildraten.
| Mindestanforderungen | Empfohlen | PCGH-Empfehlung | |
|---|---|---|---|
| Betriebssystem | Windows 10 | Windows 11 | Windows 10 | Windows 11 | Windows 11 |
| CPU | Intel Core i5-8600K | AMD Ryzen 5 2600X | Intel Core i5-12400 | AMD Ryzen 5 5600X | Intel Core i7-12700K oder AMD Ryzen 7 5800X3D |
| RAM | 16 GiB | 32 GiB | 32 GiB |
| GPU | AMD RX 6700 XT | Nvidia RTX 2070 | 8 GiB VRAM | AMD RX 6800 XT | Nvidia RTX 3070 Ti oder 4070 | 12 GiB VRAM | AMD RX 7900 XT / Nvidia RTX 4070S oder RTX 3080 Ti |
| Speicherplatz | 50 GB | 50 GB | - |
| Hinweis | SSD erforderlich | SSD erforderlich | - |
Titan Quest 2 basiert auf der Unreal Engine 5, genauer auf der betagten Version 5.2.1, allerdings mit diversen modernen Errungenschaften. Dank entsprechender Engine-Plug-ins bietet Titan Quest 2 bereits zum Start des Early Access zahlreiche Upsampling-Verfahren an, um gestresste Grafikkarten zu entlasten. Neben dem UE5-eigenen Temporal Super Resolution (TSR) stehen AMDs FSR 3, Intels XeSS 1.3 sowie Nvidias DLSS 4 bereit - Letzteres sogar mit Wahlmöglichkeit zwischen der alten CNN- und der modernen Transformer-Variante. Daneben lässt sich FSR und DLSS Frame Generation verwenden, einzig XeSS Frame Generation fehlt. Welchem Upsampling-Verfahren Sie den Vorzug geben, ist eine GPU- und Geschmacksfrage.
Geforce-RTX-Nutzer sollten ohne Frage auf das sehr hübsche Transformer-DLSS setzen, Arc-Besitzer auf XeSS. Bei Radeon- und Geforce-GTX-GPUs ist die Lage hingegen nicht eindeutig. TSR, FSR und das auf Nicht-Arc-GPUs abgespeckte XeSS haben individuelle Stärken und Schwächen. FSR (3) krankt am typischen Brösel-Look, gerade Gräser flimmern in Bewegung sichtbar. TSR und XeSS zeichnen ein weicheres Bild, das im Gegenzug unter höherer Unschärfe leidet. Wichtig ist vor allem, eine bestimmte Pixelmenge nicht zu unterschreiten, ansonsten gelingt die Rekonstruktion und Interpolation in Bewegung überhaupt nicht mehr - ein gruseliges Beispiel anbei:
Welche Hardware genügt für flüssiges Spielen von Titan Quest 2? Davon handeln die nächsten Artikelseiten. Bevor Sie ans Aufrüsten denken, sollten Sie die Schwachstellen Ihres PCs kennen. Hauptverantwortlich für die Leistung in Spielen sind Prozessor und Grafikkarte. Spielen Sie bevorzugt in hohen Auflösungen ab WQHD, sollten Sie eher die Grafikkarte als den Prozessor aufrüsten. Wenn Sie eher auf hohe Bildraten abzielen, kann der Griff zu einem schnelleren Prozessor dennoch der richtige sein.

Aber gut ist das da bei steht welche Skills miteinander harmonieren und welche inkompatibel sind.
Daran sollten sich mal andere Spiele ein Beispiel nehmen.
Bin aber bald fertig!
Es wird einige Zeit dauern, aber die Lust dass Spiel zu spielen wird zurück kommen.
Sein Lieblingsgericht kann man auch nicht ständig essen. Und trotzdem bleibt es das Lieblingsgericht. ^^
Und im höchsten Schwierigkeitsgrad bist du schon durch, nach 5 Stunden?