The Witcher "4": Darum schwenkt CDPR auf die Unreal Engine 5 um
Bei der Vorstellung der finalen Unreal Engine 5 darf das kommende The-Witcher-Spiel natürlich nicht fehlen. CDPR erklärt, warum man zur Epic-Engine wechselt.
Die Unreal Engine 5 ist fertig - das allein ist sicher schon eine Newsmeldung wert. Fast spannender war aber das Drumherum, denn im Umfeld wurden auch zwei neue Spiele angekündigt, die auf die UE5 setzen. Ein neues The Witcher wurde schon im Voraus angekündigt, das kommende Tomb Raider setzt aber auch auf die Unreal Engine 5. In beiden Fällen geben die Entwickler eigene Engines auf.
"Monsterjäger gesucht": So wurde CDPR von Epic gelockt
In der Unreal-Engine-Show kamen auch Pawel Zawodny (CTO) und Jason Slama (Game Director) von CDPR zu Wort. Sie erklären, dass sie zwar erst seit kurzer Zeit mit Epic zusammenarbeiten, letztendlich aber der Übergang zur Open World schuld daran ist, dass man auf die Unreal Engine 5 aufmerksam gemacht wurde. Tatsächlich gab es wohl sogar einen konkreten Trigger: Jason Slama berichtet von der Medieval-Environment-Demo von Quixel, die letztes Jahr veröffentlicht wurde und gewissermaßen einen Hinweis auf CDPR enthielt.
Slama sagt im Video: "Es gab letztes Jahr eine Demo, die Medieval-Environment-Demo, bei der an einer Stelle eine Anschlagtafel auftaucht, die uns stark an unsere eigenen alten Projekte erinnert hat und sogar ein Schild hatte, auf dem "Monsterjäger gesucht" stand. Damit wollte man uns wohl sagen, dass wir zur Unreal Engine wechseln sollten. "Schaut, wie gut eure Spiele darauf aussehen." War das die heimliche Absicht der ganzen Demo? Keine Ahnung, aber mein Interesse war geweckt".
Zawodny ergänzt, dass die Zusammenarbeit ein neues Kapitel eröffne, in dem man herausfinden wolle, wie sich "unsere Erfahrung mit Open-World-Spielen mit der Engineering-Leistung von Epic kombinieren lässt". Open-World-Spiele haben im Vergleich zu linearen Spielen "exponentiell größeren Chancen, dass etwas falsch läuft". So können Spieler beliebige Wege einschlagen und theoretisch in beliebiger Reihenfolge auf Inhalte zugreifen. Dafür braucht man eine "wirklich stabile Umgebung", in der man sich "absolut sicher sein kann, dass vorgenommene Veränderungen nicht zu 1.600 Problemen an anderen Orten führen werden".
Die Unreal Engine 5 biete dabei viele Vorteile, weil sie bereits von vielen Teams weltweit verwendet und durch den Input weiterentwickelt wird. Die Tools werden durch die unterschiedlichen Perspektiven der Entwickler agiler. Es sei "eine wirklich coole Technologie zur schnellen Erstellung von Prototypen und Umgebungen, die ansprechend und realistisch sind". Und es geht CDPR nicht darum, mit Epic "nur ein paar Funktionen zu entwickeln". Man höre an der Stelle nicht auf und arbeite gemeinsam daran, "etwas Außergewöhnliches zu erreichen".

Aber die Diskussion über den Wert von spielen ist müßig, weil extremst subjektiv. Ich z.B. bezahle gern vollpreis für die Spiele, weil ich in der Regel genau weiß, worauf ich mich einlasse. Hatte bisher nur eine Enttäuschung erlebt, wo ich um mein Geld trauere: Halo Infinite.