The Witcher 3 HD Reworked Project NextGen: GPU-Benchmarks mit und ohne Raytracing

Die Grafikmod HD Reworked Project: NextGen Edition für The Witcher 3 ist plangemäß erschienen - wunderschön und kostenlos. PCGH feiert die Veröffentlichung mit frischen Benchmarks: 28 Grafikkarten stellen sich der Pracht, die meisten davon erfolgreich.

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The Witcher 3 HD Reworked Project NextGen: GPU-Benchmarks mit und ohne Raytracing
Quelle: buffed

CD Projekts Meisterwerk The Witcher 3 geht stramm auf seinen zehnten Geburtstag zu, im Mai 2025 ist es so weit. Die Gründe dafür, dass noch immer Tausende Spieler jeden Tag mit Geralt von Riva auf Monsterjagd gehen, sind mannigfaltig - aber nicht Thema dieses Artikels. Evergreens wie The Witcher 3 scharen eine treue Fan-Gemeinde um sich, von denen einige besonders produktiv sind. Der Modder "Halk Hogan" gehört zu den Emsigsten seiner Zunft und arbeitet seit Ewigkeiten an seiner HD Reworked Mod, seit einiger Zeit in der "NextGen Edition". Diese ist vor wenigen Tagen erschienen und verleiht der bereits prächtigen Complete Edition von The Witcher 3 den letzten Schliff. Wir haben die Modifikation heruntergeladen und mit 28 Grafikkarten diverser Leistungsklassen getestet. Ist die Aufwertung tatsächlich kostenlos?

HD Reworked Project NextGen: Übersicht und Installation

Die Systemvoraussetzungen und Installation der Mod fallen überschaubar aus: Alle Gaming-PCs, die mit der Next-Gen-Version von The Witcher 3 zurechtkommen, stemmen auch das HD Reworked Project NextGen. Sie müssen lediglich die Modifikation sowie die als kleinen Extra-Download angebotenen Fixes herunterladen, entpacken und in das Spielverzeichnis verfrachten - fertig. Beim nächsten Spielstart ist The Witcher 3 noch etwas hübscher als zuvor. Gegenüber der ersten wahrlich transformativen HD Reworked Mod für The Witcher 3 sind die Unterschiede relativ subtil. Ursächlich ist, dass Halk Hogans Arbeit die Basis für die Standardtexturen von The Witcher 3 Next-Gen bildet. Die just veröffentlichte Modifikation geht nun die letzten Meter. Neben der Verbesserung unzähliger klassischer Texturen beinhaltet das finale Facelifting für Geralt & Friends auch eine dreidimensionale Komponente: Mittels Relief Mapping erhalten einige Objekte eine Tiefenwirkung, außerdem liefert Halk Hogan tatsächlich neue Modelle. Wir haben die Unterschiede ausführlich begutachtet, verzichten aber dennoch auf Vergleichsbilder, denn der Schöpfer hat diese Arbeit bereits selbst erledigt - besser und zielgerichteter, als wir es können. Bei Nexusmods und im folgenden Video werden die Unterschiede deutlich. Wir leiten daher direkt zur Leistungsbetrachtung über.

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Benchmarks mit maximalen Details (Raytracing)

Der Macher gibt an, dass die Grafikmod praktisch keine Leistung kostet - und wir können das mittels Stichproben bestätigen. Je nach Szene werden einige Hundert MiByte mehr Speicher im VRAM der Grafikkarte und im RAM des PCs belegt, allerdings niemals weltbewegend. Grafikkarten, die bereits mit der Standard-Darbietung am Rande des Füllstands laufen, bekommen jedoch Probleme. Wir haben uns anhand von 28 Grafikkarten der Baujahre 2017 bis 2024 angesehen, welche Modelle flüssigen Spaß ermöglichen - und welche nicht. Die Benchmarks finden in den fünf Auflösungen Full HD, WQHD, UWQHD, Ultra HD sowie DQHD statt (mehr Informationen hier: 5K-Ultrawide: Ist Ihre Grafikkarte schnell genug für 32:9?). Selbstverständlich entsprechen die Grafiktreiber den zum Testzeitpunkt aktuellen Versionen, in diesem Fall die AMD Software 24.20.19.05, der Intel Game On Driver 6199, der Nvidia Game Ready Driver 566.14 und der Moore Threads MTT 280.90.

Unsere bekannte Testszene "Duskwood" ist weit überdurchschnittlich GPU-lastig, sodass gilt, was bei allen PCGH-Benchmarks gilt: Erreicht eine Grafikkarte hier eine gute oder gar tadellose Vorstellung, ist im übrigen Spiel nichts zu befürchten - und das ist gut zu wissen. Im folgenden Video zeigen wir die Szene auf einem High-End-System mit Ryzen 7 9800X3D OC plus Geforce RTX 4090 OC.

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Wir beginnen mit den Raytracing-Ergebnissen. Da die umfassende Aufwertung kein Zuckerschlecken für aktuelle Grafikkarten ist, haben wir beschlossen, diese Benchmarks mit Upsampling durchzuführen. Jeder Hersteller darf dabei das hauseigene Verfahren nutzen. Arc-GPUs laufen mit XeSS, Radeon-GPUs mit FSR 2 und Geforce-GPUs mit DLSS. Getestet wird durchweg mit dem jeweiligen "Quality"-Modus (DLSS Q, FSR Q, XeSS Q), welcher intern mit 67 Prozent der eingestellten Auflösung arbeitet und somit kräftig entlastet. Da Hairworks mit Arc-GPUs ausgegraut ist, testen wir außerdem ohne diesen Effekt.

Wichtige Erkenntnisse zum VRAM-Bedarf verraten die blau hervorgehobenen Grafikkarten, denn sie zeigen jeweils das Modell mit einfacher und doppelter Kapazität.

*Arc: XeSS Quality, Radeon & Geforce GTX: FSR 2 Quality, Geforce RTX: DLSS Quality - in jedem Fall wird spatial mit 67 Prozent der Auflösung gearbeitet.

Geralt beherrscht nicht nur das Monstertöten meisterhaft - auch Grafikkarten gehören zu seinen Opfern. The Witcher 3 "Next Gen" ist und bleibt Schwerstarbeit, läuft aber deutlich besser als Cyberpunk 2077 mit allen Aufwertungen. Für 30 Fps in Full HD/1080p ist bereits eine Grafikkarte des Kalibers Radeon RX 6700 XT oder Geforce RTX 3060 12GB nötig. Für runde 60 Fps in WQHD/1440p sollte eine Geforce RTX 3080 oder Radeon RX 7900 GRE im Rechner stecken. Die höheren Auflösungen schlagen noch heftiger ins Kontor, spätestens in Ultra HD wird es zäh und nur eine Grafikkarte kann die 60er-Marke knacken: Nvidias Geforce RTX 4090. Da wir gerade die Asus ROG Strix Geforce RTX 4090 Matrix Platinum auf Herz und Nieren testen, haben wir das edle Topmodell kurzerhand mit maximaler Übertaktung ebenfalls durch den Toussainter Dunkelwald gescheucht.

Übrigens: Da uns The Witcher 3 bereits viele Jahre als Benchmark begleitet, haben wir weitere Vergleichswerte für Sie. Unsere Benchmarks der Complete Edition vom Juli 2023 haben weiterhin Bestand und enthalten einige Grafikkarten, welche in der neuerlichen Betrachtung fehlen - dort allerdings ohne HD Reworked Mod.

Benchmarks ohne Raytracing (Rasterizing)

Zwar profitiert The Witcher 3 zweifellos von Raytracing-Beleuchtung, an den hohen Leistungskosten scheiden sich jedoch die Geister. Die überarbeiteten Texturen der HD Reworked Mod lassen sich auch mit reinem Rasterizing nutzen, weshalb wir eine weitere Messreihe für Sie haben: ohne jegliches Raytracing, in nativer Auflösung, mit TAA. Im Gegensatz zu den Benchmarks oben berechnen hier alle Grafikkarten exakt das gleiche Bild.

Wichtige Erkenntnisse zum VRAM-Bedarf verraten auch hier die blau hervorgehobenen Grafikkarten, denn sie zeigen jeweils das Modell mit einfacher und doppelter Kapazität.

Das sieht deutlich freundlicher aus, die allermeisten Grafikkarten sind The Witcher 3 ohne Raytracing gewachsen. Für 60 Fps in Full HD empfehlen wir mindestens eine Arc A770 16GB, Radeon RX 6700 XT oder Geforce RTX 4060 Ti 16GB. Mit steigender Auflösung nimmt der Anspruch deutlich zu - wir testen mit nativer Auflösung -, sodass je nach Pixelmenge und Anspruch deutlich schnellere Grafikkarten nötig werden. Gegensteuern lässt sich mittels Upsampling. RTX-4000-Nutzer können außerdem (DLSS) Frame Generation aktivieren - FSR Frame Generation fehlt in The Witcher 3.

Hohe Speicheranforderungen

Die gute Leistung weicht starkem Ruckeln, wenn der Grafikspeicher nicht ausreicht. Das passiert in The Witcher 3 Next-Gen schneller und öfter, als einem lieb ist. Zwar hat das Spiel selbst mit HD Reworked Mod keinen so großen Appetit auf Grafikspeicher wie zum Release Ende 2022, 8 GiByte sind jedoch bei längeren Sitzungen, vielen Reloads und gerade in hohen Auflösungen zu wenig - ja, auch ohne Raytracing. Wir empfehlen für Rasterizing mindestens ein Modell mit 12 GiByte (wie die Geforce RTX 4070), für Raytracing gar eines mit 16 GiByte. Wie Sie den Benchmarks entnehmen, erzielen Nvidia-Grafikkarten durchweg die besten Ergebnisse pro Megabyte. Die clevere Speicherverwaltung zögert die Mangelerscheinungen aber nur hinaus, sorgenfreies Spielen, auch über mehrere Stunden, ist erst ab 16 GiByte möglich.

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    • Kommentare (29)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von dampflokfreund Freizeitschrauber(in)
        Zitat von PCGH_Raff
        Brrr. Ich hoffe sehr, dass Nvidia diesen Fehler nicht begeht (oder dass die Karte nur 199 Euro kosten wird, das wäre dann zumindest tolerierbar).

        MfG
        Raff
        Ihr habt doch bestimmt Connections. Könntet ihr mit Jensen nicht ein paar Worte reden, gerade auch was Laptops angeht (5070 mit 8 GB )
      • Von dampflokfreund Freizeitschrauber(in)
        Zitat von PCGH_Raff
        Brrr. Ich hoffe sehr, dass Nvidia diesen Fehler nicht begeht (oder dass die Karte nur 199 Euro kosten wird, das wäre dann zumindest tolerierbar).

        MfG
        Raff
        Ihr habt doch bestimmt Connections. Könntet ihr mit Jensen nicht ein paar Worte reden, gerade auch was Laptops angeht (5070 mit 8 GB )
      • Von Play2Win Komplett-PC-Käufer(in)
        Zitat von LDNV
        Ist das korrekt das nach Installation die Texturen auf niedrig stehen in den Options?
        Das war bei mir auch so. Einfach den Preset wieder auf Ultra+ stellen.
      • Von Berti84 Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von PCGH_Raff
        Klaro, alles volle Kanone. Wenn nicht bei einem im Kern 9,5 Jahre alten Spiel, wo dann?

        MfG
        Raff
        Evtl. wären Skyrim Mod Projekte auch ein Thema für eure Technik Tests. Lorerim oder Novulus z.b.
        Hier: Ein 13 Jahre altes Spiel
        (Dort kann man z.b auch auf die Pagefile Problematik eingehen)

        Nur als Idee aber wahrscheinlich habt ihr eh zu viel zu tun.
      • Von Jaffech BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von XXTREME
        Ich bin erstaunt wie gut doch die RTX 3080 10G gealtert ist, was wurde über diese Karte geschimpft.
        Jap, die ist wirklich gut gealtert!
        Vor allem weil sie es schafft...
        Zitat von PCGH_Raff
        bei einem im Kern 9,5 Jahre alten Spiel
        ...gut zu performen

        (wollte schon immer mal ein Zitat als antwort benutzen^^)
      • Von restX3 BIOS-Overclocker(in)
        Ein großartiges Spiel, mit Mods noch besser.
      Direkt zum Diskussionsende
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