The Witcher 2 angespielt: Technisch überzeugender Prolog, tolle Optik
The Witcher 2 - Assassins of the Kings liegt PC Games Hardware erstmals in Form einer Preview-Version vor. Diese enthält den Prolog des Spiels, welchen wir aus technischer Perspektive unter die Lupe nehmen. So viel sei gesagt: Geralt von Riva sah nie besser aus und muss sich vor der Konkurrenz nicht verstecken.
Die Technik hinter The Witcher 2
Die Entwickler CD Projekt tauften ihre für Assassins of the Kings neue entworfene Engine auf den Namen "Tsood" (polnisch "Cud", Wunder). Diese wurde auch für Konsolen entwickelt und basiert in ihrem aktuellen Stadium auf DirectX 9. Zu den integrierten Middlewares zählen unterem die Musik-Bibliothek FMOD, Speedtree für die Vegetationsdarstellung oder die Path-Engine für die Wegfindungsintelligenz. Die Berechnung der Physik übernimmt Havok von der gleichnamigen Intel-Tochter, das Nvidia-Logo spricht für "The Way It's Meant To Be Played".
Grafisch macht die uns vorliegende Preview-Version einen ziemlich runden Eindruck, wenngleich die anisotrope Filterung via Treiber erzwungen werden muss, um dem Spiel durchweg knackige Texturen zu entlocken. Die Pixeltapeten sind bis auf (sehr) seltene Ausnahmen hoch aufgelöst, im Kerker zu Beginn des Prologs zudem mit Parallax-Mapping plastisch ausgearbeitet. Ebenfalls gelungen sind die weichen Schatten, wenngleich deren Ränder etwas zum Ausfransen neigen - dafür verzichtet CD Projekt auf hässliches bilineares Schatten-Banding. The Witcher 2 arbeitet viel mit Tiefenunschärfe, insbesondere bei Dialogen und in Zwischensequenzen. Diese ist stilistisch gut eingesetzt und wirkt nur selten übertrieben. Hinzu kommt Bewegungsunschärfe: Geralt selbst bleibt immer scharf, die Bewegung aber verschwimmt. Solange Sie sich nicht wie ein Wahnsinniger um die eignen Achse drehen, werden Sie den dezenten Einsatz kaum bemerken, in Kämpfen trägt aber wie die gelungenen Animationen seinen Teil zur Atmosphäre bei.
Apropos scharf: Die Charaktermodelle sind sehr gut gelungen, Triss etwa wirkt absolut weiblich und sinnlich, Geralt ist ein Bild von einem mit Narben gezeichneten Mann. Vor allem die Gesichter samt Poren und detaillierten Augen wissen zu gefallen. Selbiges trifft auf die Bildruhe zu: CD Projekt appliziert bei maximalen Details automatisch Kantenglättung, welche auch auf Haare wirkt (Alpha-to-Coverage?) - einzig die Vegetation flimmert ein wenig. Zwar könnte The Witcher hier und da etwas an Überstrahleffekten sparen, die Optik aber ist durchweg stimmig und auf sehr hohem Niveau - Rollenspieler dürfen sich ergo auf eine grafisch überzeugende Rückkehr von Geralt freuen.
Die Preview-Version bringt es auf rund 12 GiByte und lastet (laut Taskmanager) rund zwei bis drei Kerne aus. Da der Code vermutlich noch nicht optimiert ist, erreichen wir in 2.560 x 1.600 Pixeln mit einer Geforce GTX 570 sowie einem Core i7-860 @ 4,0 GHz und 4 GiByte DDR3-1600 bei maximalen Details (wohlgemerkt inklusive Kantenglättung und 16:1 anisotroper Filterung) knapp 30 Fps. Angesichts des Beta-Stadium und der gezeigten Optik geht dies vollkommen in Ordnung.
Minimale gegen maximale Details
The Witcher 2 bietet in der vorliegenden Preview-Version vier Grafik-Voreinstellungen: "Low", "Medium", "High" und "Ultra" - letztere aber läuft laut den Entwicklern nicht absolut stabil, in der Tat stürzte das Spiel einmal ab. Die Unterschiede zwischen "Low" und "Ultra" beschränken sich auf den ersten Blick auf eine drastische Reduzierung der Texturqualität sowie nicht mehr vorhandener Kantenglättung. Bei genauerem Hinsehen werden auch die Überstrahleffekte abgeschwächt, die Schatten sind grober aufgelöst und Bildnachbearbeitungen wie Tiefen- sowie Bewegungsunschärfe sind abgeschwächt. Die Leistung aber verdoppelt sich in etwa, wenn Sie von maximale auf minimale Details zurückschalten.
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Bitte beachten Sie, dass die nachfolgenden Bilder nicht nur die Technik von The Witcher 2 zeigen, sondern auch Teile des Prologs - und damit hier und da etwas "spoilern"!





Natürlich wollen die ne grössere Masse erreichen das funktioniert trotzdem nur innerhalb des Rollenspielkreises, die werden da auch sicherlich nicht mehr erwarten. Denn Konkurenz gibt es nicht für die, zumindest bis jetzt.
@ PCGH_Marc: ...aber ich habe keinen ZamSpezi bis zum 17.Mai in meinem Rechner...;o) ...und Ihr auch nicht...
Ich gehe mal stark davon aus, das meine Configuration alles aushält, was ich erwarte...
...Mir gefällt die Herangehensweise von CDproject bei diesem Spiel...in allen Belangen...Technisch, inhaltlich, Spielerfahrungen. Das ganze basiert ja nun einmal auf Romanen die in Polen, einen Herrn Tollkien vergessen lassen. Man spürt halt irgendwo, das die Jungs da mit mehr Elan und Herzblut an das Spiel gehen, als wie man sich das von den "Großen Anderen" leider mittlerweile gewohnt ist. Ich habe/hatte private Verbindung nach Polen und ein guter Bekannter von mir arbeitet(e) am Score (Musik) für den Titel mit (war auch schon im ersten dabei). Da ist wenig davon die Rede, das mal eben etwas einfach so belassen wird, obwohl es besser gehen würde...
...so etwas ist dann schon recht deutlich erfahrbar innerhalb eines Spieles...leider aber wie gesagt schon die Ausnahme in derzeitigen Spielen. Sorgfalt und Herzblut vor Releasetermin/Geschäftsjahrbilanzen und finanziellen Interessen der Investoren.
Schade das der Prolog nicht als Demo vor dem Release als Einstimmung erscheint.
Gemessen an der PR-Aktivität der letzten Monate will CDPR tatsächlich einen größeren Kundenkreis erobern. Für den PC erscheint das Spiel zuerst, weil sie sich mit dieser Platform am besten auskennen, intern haben sie aber auch schon Konsolenversionen am Laufen. Die brauchen wohl ausserdem einen gehörigen Aufwand an Optimierung, damit man das Spiel auf den schwachen Konsolen noch als das "bestausehendste Rollenspiel der Welt" verkaufen kann, daher dauert es noch.