The Expanse: Osiris Reborn im Test - Closed Beta des Sci-Fi-RPGs macht Lust auf mehr
Ein Jahr vor Release zeigt Entwickler Owlcat Games bereits eine Beta zum kommenden The Expanse: Osiris Reborn und macht Lust auf mehr. Wir haben hereingespielt und zeigen in diesem Technik-Check, wie sich das Sci-Fi-RPG schlägt und wo noch Optimierungsbedarf ist.
Inhaltsverzeichnis
Obwohl es noch kein genaueres Veröffentlichungsdatum gibt als "Frühling 2027", wie Owlcat Games während des Xbox Partner Showcase am 26. März 2026 verriet, startet jetzt schon die Closed Beta zum kommenden The Expanse: Osiris Reborn. Wer sich über den entwicklereigenen Store die Collector's Edition oder das "Miller's Pack" sichern konnte, darf sich also ab heute selbst ein Bild vom kommenden Sci-Fi-RPG im Stile von Mass Effect machen.
Das erwartet Spieler in der Beta
Auch wir durften vorab einen Blick in das frühe Story-Kapitel werfen, bei dem man zu Anfang etwa entscheiden kann, ob das eigene Geschwisterpaar von der Erde oder dem Gürtel stammt. Im Hauptspiel soll später noch der Mars als dritte der drei Hauptfraktionen wählbar sein. Zudem besteht die Möglichkeit, sich entweder als Soldat oder Techniker durch die Raumstation Pinkwater-4 zu schlagen, während der Zwilling mit dem simplen Namen "J" in beiden Fällen jeweils die Gegenrolle übernimmt.
Die Klassen sollen einem dabei aber weniger ein Korsett aufzwingen, sondern sich im Laufe der Zeit umfangreich individualisieren lassen. Den entsprechenden Fertigkeitenbaum gibt es zwar bereits in der Beta, allerdings dauert die mit zwischen 30 und 60 Minuten nicht lang genug, um sich hier wirklich austoben zu können. Daher spielen sich die beiden Klassen - zu denen sich später ebenfalls noch weitere hinzugesellen sollen - aktuell noch sehr ähnlich und unterscheiden sich nur anhand der verfügbaren Gadgets. Der Soldat ist standardmäßig etwa mit einer Granate ausgestattet, während der Techniker mit einem Elektroschocker bis zu drei Gegner auf einmal betäubt. Zusätzlich lassen sich die Verbündeten anweisen, Gegner anzugreifen oder spezielle Umgebungsinteraktionen auszulösen, was, wenn gut integriert, für weitere taktische Tiefe sorgen könnte.
Während der Action ist jede Menge los
Wofür man hingegen bereits jetzt ein gutes Gefühl bekommt, sind die Third-Person-"Deckungsballereien" und wie viel dabei passiert. Neben Projektilen und Explosionen fliegen einem nämlich auch Funken, Rauchwolken, Scherben und allerhand weitere Partikel um die Ohren. Dass dabei die Frames ebenso häufig fallen wie die Feinde am anderen Ende des Gewehrlaufs, dürfte insbesondere bei einer so frühen Version niemanden überraschen. Da der finale Release also noch etwas hin ist und Polishing und Optimierung stets gegen Ende der Entwicklung angegangen werden, wird sich hier höchstwahrscheinlich noch einiges ändern.
| Minimale Hardware | Empfohlene Hardware | |
|---|---|---|
| Betriebssystem | Windows 10 64-bit | Windows 10 64-bit |
| CPU | AMD Ryzen 5 5600 Intel Core i5-10400F |
AMD Ryzen 5 7600X Intel Core i5-12600K |
| RAM | 16 GiB | 16 GiB |
| Grafikkarte | Nvidia Geforce RTX 3060 AMD Radeon RX 6700 XT |
Nvidia Geforce RTX 4070 AMD Radeon RX 7700 XT |
| Festplatte | 30+ GB | 30+ GB |
Trotzdem können wir bereits jetzt festhalten, dass The Expanse: Osiris Reborn selbst in seiner jetzigen Version auf unserem System aus Radeon RX 7900 XT, Ryzen 9 7900X3D und 32 GiB DDR5-5200 ohne größere Probleme lief. Kleinere Bugs ließen sich an einer Hand abzählen und sind den Entwicklern teilweise wohl bereits bekannt. So wirken die Gesichtsanimationen und Stimmen des Zwillingspaares gegenüber den ansonsten sehr realistischen Figuren etwas übertrieben oder unheimlich. An anderer Stelle bewegte sich wiederum ein NPC sehr seltsam durch den Hintergrund, oder bei der Upscaling-Methode TAUU waren unsere Projektile plötzlich unsichtbar. Abgesehen davon sind Animationen, Dialoge und Detailreichtum aber zumeist auf einem hohen Niveau und machen durchaus Lust auf mehr.
Optionen & Grafik
Optisch macht das Spiel ebenfalls einen hübschen Eindruck, wenngleich es bezüglich Optionsvielfalt noch eher schlicht ausfällt: Einstellen lassen sich Vsync und Schattenqualität (Mittel/Hoch) sowie Upscaling, Bildgenerierung und Eingabelatenz mit jeweils mehreren Modi - das wars. Grafikqualität oder selbst die Auflösung lassen sich interessanterweise nicht einstellen. Da der Monitor eine Auflösung von 3.440 × 1.440 Pixeln aufweist, wird die auch für das Spiel genutzt worden sein.
Das resultiert darin, dass zwischen den Modi grundsätzlich nur minimale Unterschiede in der reinen Darstellung auftauchen. Wie üblich sorgt Ultraperformance auf Kosten eines leicht unschärferen Hintergrunds und flimmernder Gesichter für höhere Bildraten, während Ultraqualität in ruhigen Szenen geringfügig besser aussieht. Hier ist unter anderem das Gesicht weicher, die Rüstungskanten sind schärfer und die Textur des Deckengitters bietet sichtbar mehr Details. Außerdem fällt auf, dass die rote Signalleuchte über der Tür bei FSR und gerade bei Ultraperformance besonders hervortritt und die unmittelbare Umgebung etwas zu sehr bestrahlt. XeSS und Ultraqualität+ ergeben erwartungsgemäß also das hübscheste Bild und bleiben dabei ohne Bildgenerierung im hohen 70-Fps-Bereich.
Doch sobald die Action losgeht und besagtes Partikelfeuerwerk die Bildrate herausfordert, schwankt die über alle Upscaling-Modi hinweg zwischen 50 und 80 Fps, meist mit einer Tendenz nach unten. Egal ob FSR, XeSS oder TAUU; Qualität, Performance oder Natives AA - in jedem Fall wurden selten die 60 Bilder pro Sekunde erreicht. Daher haben wir uns zumeist für den Qualitätsmodus entschieden, da der Performance-Gewinn in den anderen praktisch nicht vorhanden war und im Gegenteil sogar öfter starke Artefakte und Bildrauschen zeigte. Auf störendes Ruckeln stießen wir dagegen glücklicherweise in keinem der Modi.
Die Performance setzt stark auf Bildgenerierung
Zu guter Letzt gibt es noch die Möglichkeit, sich zusätzliche Frames generieren zu lassen. Da Intels XeFG auf unserer AMD-Hardware für spürbare Latenz sorgte, blieben wir die meiste Zeit bei FSRFI ("FSR Frame Interpolation"), wobei uns gleich mehrere Dinge auffielen: So stieg die Bildrate zwar auf teilweise mehr als das Doppelte an - ganz so enorm wie der Zuwachs vermuten lässt, war der letztendliche Gewinn aber nicht.
Wo der visuelle Eindruck wiederum sichtlich profitiert, ist das Thema Artefakte. Auch hier kommen einem bei genauem Hinschauen wieder die üblichen Geisterobjekte unter, was gerade bei den unzähligen umherfliegenden Trümmerteilen oder zersplitternden Scheiben und Schilden wenig überrascht. Diese fielen allerdings deutlich weniger ins Gewicht als die im regulären Performance-Modus auftretenden Bildfehler. Qualitäts-Upscaling in Kombination mit FSRFI ergab demnach auf unserem System den bestmöglichen Kompromiss, mit dem sich die Bildrate weitgehend konstant über 100 halten ließ. Wer hingegen auf Bildgenerierung verzichten möchte, dürfte mit mindestens 50 Bildern pro Sekunde trotzdem seine Freude haben.
Beta-Fazit zu The Expanse: Osiris Reborn
Unter dem Vorbehalt, dass es sich hierbei um eine sehr frühe, speziell zur Verfügung gestellte Beta-Version handelt, lässt sich dennoch festhalten, dass The Expanse: Osiris Reborn bislang einen durchaus soliden Eindruck macht. Die Bugs halten sich in Grenzen und stören das Spielgeschehen kaum. Die Optik und insbesondere die schiere Zahl an dynamischen Bildelementen sind wirklich beeindruckend. Und dass die Framerate bei alldem selbst ohne Interpolation auf einem ruckelfrei spielbaren Level bleibt, rundet das Paket angenehm ab.
Wie viel die Beta über das restliche Spiel aussagt, steht natürlich auf einem anderen Blatt. Doch wenn Owlcat Games hierauf aufbauen kann, Bugs und einige Ungereimtheiten entfernt und sich mit ihrer Optimierung nicht völlig auf Upscaling und Frame Gen verlässt, erwartet uns mit The Expanse: Osiris Reborn ein Science-Fiction-Abenteuer auf technisch hohem Niveau. Ob es aber auch spielerisch die Lücke füllen kann, die Mass Effect 2012 hinterlassen hat, lässt sich noch nicht abschließend beurteilen. Fans der Reihe dürften sich allerdings in jedem Fall freuen, da mit Exodus noch ein weiterer Titel ansteht, der 2027 in die Fußstapfen der legendären Weltraumoper treten will.

Das Spiel ist aber nicht das einzige, was das Erbe von Mass Effect antreten soll. Es gibt ja noch Exodus. In dem Gamestar-Talk Video wird über beide Spiele geredet. Lohnt sich.
[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
Aber eigentlich ists einfach: Hab vorgestern Expedition 33 angefangen und brauch jetzt erstmal absehbar nichts anderes mehr